Samstag, 23. Dezember 2017

Leise geht ein Jahr zu Ende...

Ich fand es immer ziemlich doof, wenn jemand den ich las und der mir einen Schritt voraus war, plötzlich wie vom Erdboden verschluckt war. Jemand der die Hürde schon genommen hat, die uns bevor stand. Von dem ich so viel mehr lesen wollte. Nämlich, dass alles machbar ist, dass Höhen und Tiefen normal sind, dass es irgendwann aufhört einfach nur weh zu tun. Dass man bestenfalls positiv verändert aus der Situation KINDERWUNSCH heraus gehen kann. An dieser Stelle möchte ich zu Elaine verweisen, die genau in dieser Situation wirklich richtig tolle Beiträge schreibt, die absolut hilfreich, ehrlich und wohltuend in unserer Situation sind. 

Mittlerweile verstehe ich ganz gut, warum es auf manchen Blogs leise wird. In der ersten Zeit des Abschiednehmens hat man so sehr mit sich zu tun. Man kämpft vor sich hin, läuft einfach irgendwie vorwärts und manchmal fällt man so tief, dass es eine ganze Weile braucht, bis man wieder nach oben kraxelt. Es ist ein bisschen wie Watte um den Kopf, man ist einfach froh, wenn man seine Ruhe hat...

Dann kommt irgendwann die Zeit, in der man wieder am Leben schnuppert. In der man zu sich findet. Eine Zeit in der man sich neu orientiert. Im Bestenfall als Paar. Wir hatten Glück und haben uns in all der Zeit wohl fest genug aneinander festgehalten, so dass wir uns gemeinsam umorientieren. Die Zeit, die man plötzlich ohne den Kinderwunschzirkus zur Verfügung hat, rast quirlig und bunt um einen herum. Manchmal kommt man sich vor, als müsste man alle Momente aufschnappen und einfach fest halten, weil man die letzten Jahre mit Tunnelblick durch die Gegend gelaufen ist. Klar - es gab ja auch nur das Eine. In unserem Fall konkret ausgedrückt: von einer Enttäuschung zur nächsten. Wirklich viele Höhepunkte kann ich in unserer persönlichen Wunschzeit nicht finden. 

Irgendwann pendelt sich das alles ein. Man vernachlässigt Dinge, die während dieser Zeit so wichtig waren. Unter anderem auch das Schreiben. Irgendwann vergisst man übrigens sogar fast, dass man einen Zyklus hat, nur das plötzliche: 'Ups schon wieder ein Monat um????' erinnert einen daran. Es wird alles wieder normal. Es gehört dazu. Die Erdbeerwoche stürzt mich schon lange nicht mehr in Depressionen, sie beschert mir höchstens ab und zu hormonbedingte übelste Laune. Dagegen hab ich also noch kein Mittel gefunden btw. Sollte jemand eines haben - immer her damit! 

Die Themen werden für mich zunehmend schwerer zu finden, man macht vieles mit sich aus und glücklicherweise hängt man nicht mehr stunden- oder tagelang an einem Thema fest über das man sich Herz und Kopf zerbricht. Ich halte diese schwereren Tage nicht mehr fest und mag mich ehrlich gesagt auch nicht gern an sie erinnern, obwohl sie genauso dazu gehören. Sie sind ein Teil meines Lebens, aber ich bin froh, wenn sie vorbei sind und mein Leben wieder im Fluß plätschert. Und eben dieses Plätschern...es interessiert irgendwann nicht mehr wirklich oder? Ich bin nicht der Mensch der sich komplett verändern wird, das ist mir mittlerweile klar geworden. Also wird es hier nicht wirklich viel Veränderung zu lesen geben...

Ganz kann ich mich hiervon aber nicht trennen, weil einfach zu viel Mühe und zu viel Liebe in diesem kleinen Blog steckt. Er war in so vielen Lebenslagen an meiner Seite, wie eine kleine Therapie. So wird er sicher erst mal weiterplätschern. Ich nutze ihn als eine Art Tagebuch, für meine glücklichen Momente und als Erinnerung an so viele prägende Momente in den vergangen Jahren. Ich wünsche mir, dass diejenigen die sich hier her verirren, ein bisschen Mut schöpfen können, denn es geht immer weiter, egal wie tief man purzelt. Es braucht keine grundlegende Veränderung und auch kein komplett neues Outfit - dieses Leben ohne Kinder. Es ist nur wichtig, dass man sich nicht verliert. Mein Ziel ist es, das kleine Wörtchen Glück nie aus den Augen zu verlieren. Das war manchmal ganz einfach, und manchmal tonnenschwer. Aber es wird immer einfacher, versprochen. 

Nun wünsche ich euch von Herzen ein zufriedenes, gesundes, gemütliches und vielleicht ganz unspektakuläres Weihnachtsfest, ob zu zweit oder im Kreise der Familie - vielleicht kann euch eine kleine Kerze, der Duft eines Lieblingsplätzchens oder das glitzern einer besonders schönen Christbaumkugel ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn es euch vielleicht nicht so gut geht an diesen Tagen.  Wir verbringen dieses Jahr ein ganz anderes Weihnachten als sonst. Wir waren immer zu zweit, meistens um die Abendstunden herum doch auch ein wenig einsam. Dieses Jahr sind wir nicht allein, wir werden zusammen mit meiner Schwester, meinem Patenschatz und der Lieblingsnichte den Abend zu einem ganz besonderen Weihnachten machen. Sie hat es gerade richtig schwer und deswegen freuen wir uns umso mehr, wenn wir einmal die Familie sein dürfen, die Halt an diesem Abend gibt. 

Fürs neue Jahr wünsche ich euch haufenweise Glücksmomente, besondere Menschen die euer Leben bereichern und einen kleinen Silvesterglitzermoment nur für euch. Das neue Jahr bringt neue Chancen und auch neue Sichtweisen...(und hoffentlich viel gute Lebenszeit für meinen so geliebten Seelenkater Joey.)

Danke, dass ihr mich auch dieses Jahr hier begleitet habt, dass ich so liebe Mails bekommen habe und viel zum Lachen, Nachdenken und auch Anregung gefunden habe (ich würde an dieser Stelle gern ein paar Herzen da lassen - aber mein Laptop, dass mir seit einigen Tagen das Leben schwer macht weigert sich). Ich freue mich auf ein neues Jahr mit euch...




Sonntag, 17. Dezember 2017

Glücksmomente der Woche #50

Katerschmusiger Montagvormittag bevor es zur Arbeit geht, sowas nehme ich immer mit in den Tag und freu mich daran bis ich abends wieder heim komme ♥ Diese Woche habe ich ein spontanes Familiendate, drei meiner Geschwister haben sich spontan Zeit genommen um sie mit mir zu verbringen → Glück. Ich bin auf einem Adventskaffee bei Frau Glitzerbunt eingeladen und darf wieder das neue Katzenbaby bekuscheln. Ich habe arbeitstechnisch ein echt unglaublich ruhiges Wochenende und am Sonntag Abend kocht mein Lieblingsmann für mich, somit hat das Wochenende einen perfekten Abschluss ♥

Sonntag, 10. Dezember 2017

Glücksmomente der Woche #49

Der Lieblingsmann und ich verbringen am Montag einen tollen gemeinsamen Tag ♥ Am Dienstag ist hier Backtag, ich mag backen zwar nicht so gerne, aber ich liebe den Duft, der dann durchs Haus zieht und vor allem liebe ich es, vom warmen Backblech zu naschen ;) 
Die restliche Woche verbringe ich in freudiger Vorbereitung auf ein Wochenenddate. Außerdem finde ich noch diverse tolle glücksgefühlauslösende Kleinigkeiten beim Einkaufen. Am Samstag dann endlich der Ausflug in die Schweiz - cool wie man die Zeit (die dann immer irgendwie so schnell vorbei geht...) so intensiv genießen kann, dass es echt noch ein paar Tage reicht ♥ Der Sonntag wird dann bei ekligem Sauwetter drinnen verbracht mit viel Katerkuschelei und Naschzeug! 

Bei all den kleinen Glücksmomenten ist ein Moment plötzlich wieder da. Ein Moment gegen den du dich nicht wehren kannst. Wenn du mit dem Lieblingsmann abends am Fenster stehst, vor der kleinen Sternenkerze am World wide candle lighting Day und dir einfach die Tränen über die Wangen kullern...trotzdem ist es seine Hand die ich dabei halte...und das wiederum ist mein Glück. Nicht mit diesem Moment und dieser Situation allein zu sein ♥

Sonntag, 3. Dezember 2017

Glücksmomente der Woche #48

Am Montagnachmittag ein Mädelsdate haben mit der Lieblingsschwester und der Lieblingsnichte → GLÜCK.
Auf dem halben Weg zur Spätschicht feststellen, dass man vermutlich schon seit Fahrtbeginn am Lächeln ist, weil im Kopf so tolle Gedanken sind :) 
Die ersten Päckchen meines Adventskalenders öffnen ♥
Der Mann an der Kasse im Supermarkt erkennt meine Not (spät dran auf dem Weg zur Arbeit) und winkt mich obwohl seine Kasse bereits geschlossen hat noch zu sich rüber, darüber hab ich mich arg gefreut.
Sonntag Abend vom Lieblingsmann bekocht werden → Glück ♥