Freitag, 30. September 2016

Liebster Award

Gerade bin ich beim Blogstöbern über meinen Namen gestolpert.
Nominiert für den Liebster Award hat mich Frau Spatzenparade. Und da mir spontan fast alle Antworten eingefallen sind und ich  gerade mit auf meinen Zahnarzttermin warte, ist das der ideale Zeitvertreib an einem sonnigen Freitagmorgen auf dem Balkon :)

Ach ja die Regeln...

-Danke und verlinke den Blogger, der dich nominiert hat
-Füge einen der Buttons von "Liebster Award" in deinen Post ein
-Beantworte die Fragen
-Füge die Regeln ein
-Erstelle 11 neue Fragen
-Nominiere 2-11 neue Blogs, die weniger als 300 Follower haben 
-Informiere die Blogger per Kommentar darüber, dass du sie nominiert hast.


Punkt 1,2 und 4 sind hiermit schon mal erledigt.

Hier sind die Fragen die ich bekommen habe:

1. Was war dein erster Berufswunsch, an den du dich erinnern kannst?

Hebamme.

2. Übst du diesen Beruf heute tatsächlich aus? Wenn nein, wieso nicht?

Beim Berufseinstieg war ich zu jung, mir wurde eine andere Ausbildung vorher empfohlen. Heute bin ich froh, dass ich einen anderen Job gewählt habe. Ich denke ich muss nicht weiter erklären wieso...

3. Eiscreme oder Frozen Joghurt?

Eiscreme.

4. Was ist das - aus heutiger Sicht - absolut lustigste/bescheuertste/amüsanteste, das du als Kind für Tatsache und wirklich wahr gehalten hast? (Weihnachtsmann und Osterhase zählen nicht)

Hm da muss ich überlegen...ich habe geglaubt, dass man sich seine eigene Welt erschaffen kann und man weder gesehen noch gehört wird, weil es ist ja die eigene Welt...da war es übrigens ganz fabelhaft, weil ich alles machen konnte was ich wollte, ich hatte sogar Pferde ;) Doch leider hat mich meine Mama oft in meiner Fantasiewelt entdeckt und fand das dann ihrerseits ganz amüsant. 

5. Du bist rundherum glücklich, wenn...

Momentan? Wenn ich einfach in meinem Bett liegen bleiben dürfte. Links und rechts eine Katze im Arm. Das wärs. 

6. Regen, kalt, grau. Wie machst du dir trotzdem einen schönen Tag?

Kein Problem. Ausschlafen, Kaffee, Katzenschmusen, auf´s Sofa kuscheln, Lieblingsserie kucken, neuerdings auch mal lesen, auf Instagram kucken, ich kann auch problemlos einen ganzen Nachmittag Ideen bei Pinterest suchen, zwischendurch die Wärmflasche erneuern, ab und zu mal in den Kühlschrank gucken, wahlweise auch mal in die Keksschublade, bestenfalls noch selber Kekse backen und das Haus duften lassen, Kaffee...wann soll nochmal der nächste Regentag kommen? 

7. Kino oder DVD-Abend zu Hause?

Beides toll!

8. Sommer oder Winter?

Der Sommer ist einfach praktischer. Aber der Winter...er wird mir zunehmend sympathischer...auch schon wegen dem Keksduft im Haus und den kuscheligen Dingen von Punkt 6.

9. Wenn ein Buch verfilmt wird, liest du zuerst das Buch und guckst dir dann den Film an? Oder andersrum? Oder entweder Buch oder Film?

Nun ja am ehesten Film. Weil ich lange lange nicht gelesen hab. Ein ganzes halbes Jahr zum Beispiel hab ich aber gelesen, bin mir mit dem Film unschlüssig. Meistens wenn man das Buch kennt, ist der Film doof.

10. Dein Geheimtipp zum Entspannen und Abschalten in der (Mittags-)Pause?

Schwierig. Je nach Kollegen Scheuklappen auf und Nase in Instagram vergraben. Je nach Kollegen kann aber die Pause die einzig wahre Entspannung des Tages sein ;) 

11. Du musstest heute schon richtig herzhaft lachen, weil...

Oje. Aber es ist ja auch erst 10 Uhr...

Punkt 3 erledigt.

Punkt 5-7 lasse ich heute aus ;)


Ein schönes Herbstwochenende allerseits ♥





Dienstag, 27. September 2016

Die kleinen Abschiede.

Mein erster bewusster Abschiedsmoment fand bei Ikea statt. Plötzlich an einem Montag aus heiterem Himmel. Ikea ist ja so eine Sache...immer schon. Also seit der Sache mit dem Kinderwunsch. Es gibt Tage bei Ikea, da denkt man "hoppala, jetzt bin ich doch tatsächlich die Allereinzigste auf der ganzen weiten Welt, die keinen dicken Bauch trägt". Es gibt Tage bei Ikea, da ist man umzingelt von Kleinkindern und Babys. Es gibt Tage bei Ikea, da möchte man direkt kehrt machen, weil man den Geräusch-, Gebrüll- und Geschreipegel kaum aushalten kann, weil es schlichtweg nervt, dass alle Welt ihre komplette Großfamilie durch den Ikea schleppt und die Kinder ja auch sichtlich totaaaaaaaaal Spaß dabei haben. Es gibt Tage wie vergangenen Montag. An dem du mit deinem Lieblingsmann einen Kaffee auf dem Landskrona Ledersofa trinkst, und da sitzt, mit dem Blick aufs Ikeakinderland. Und mein Blick schweift zu Ekorre. Dem roten kleinen Schaukelelch. Schon von Anfang an war ich verliebt in ihn. Und ich merke, wie ich schlucken muss. Ekorre und ich wir wären ein tolles Team geworden. Blöd gelaufen. In meiner Vorstellung war Ekorre quasi ein festes Familienmitglied.

Ich hatte mir in Gedanken oft schon ein Kinderzimmer gestaltet. Ich hätte gewusst, welche Kommode, welchen Schrank und welche Babybettwäsche ich genommen hätte. Und der kleine Schaukelelch...in unserer Wohnung wird er wohl nie Einzug halten. Dieses "nie" kam mir auf einmal so schwer vor. 

Ich nahm also in Gedanken Abschied von Ekorre und das war für mich auf einmal ziemlich traurig. Wir saßen da auf diesem Sofa, der Lieblingsmann mit einer Laune zum Davonlaufen und ich, in mitten der vielen Menschen, die versuchte, sich jetzt einfach mal zusammen zu reißen. 

Und so zerplatzt gerade eine Seifenblase nach der Anderen in meinem Wünscheleben. Es sind so viele kleine Abschiede, das denkt man gar nicht. Weil sich tatsächlich weder räumlich noch zeitlich irgendwas ändert, es ist, wie es vorher schon gewesen ist. Wir zwei beide -ohne Kind. Und trotzdem werden diese kleinen Dinge plötzlich bewusst. Das sind Abschiede von simplen Dingen. Wie Ekorre. Kleine simple Dinge, die sich nun doch endgültig anfühlen. 

Und dann stellt man sich in all dem Schlamassel auch noch die Frage: Bleibt das jetzt so? 

Was sich vorher geborgen angefühlt hat, fühlt sich plötzlich ein wenig fremd an. Der Partner, der wohl ebenfalls offensichtlich mit der Gesamtsituation unzufrieden ist - bleibt das so? Der Lieblingsmann, der drei Tage gebraucht hat um mir zu sagen, dass er Angst hat, dass er wertvolle Zeit verpasst...ich versuche noch immer, das irgendwie richtig zu verstehen ohne dabei beleidigt zu wirken. Für mich sind er und ich zusammen immer noch die Wucht. Weil ER für mich einfach alles ist. Egal wo, ob Regen oder Sonne, ob es nun läuft oder nicht. Bleibt es so, dass ich hier ganz zufrieden bin, während ER es nicht ist? Kann so was auf Dauer gut gehen? Wenn einer was ändern will und der andere eigentlich nicht, weil sich sowieso zwangsläufig einige Dinge ändern und es an Änderei irgendwie schon genug ist? 
Er hat es anders gemeint...bezogen auf vergammelte langweilige stille Sonntage, oder auf mein geliebtes Ausschlafen...Für ihn ist das verlorene Zeit, wenn man sowas oft macht. Vermutlich war es schon immer so, aber zur Zeit fühlt sich genau das für mich fremd, ungut und manchmal ziemlich bedrohlich an. 

So geht es uns also damit...nicht jeden Tag aber oft. Es ist oft ein kleiner Kampf zwischen uns. Zum ersten Mal in all der Zeit gibt es Tage, an denen wir tatsächlich nicht wissen, was wir mit der Zeit und mit uns anfangen sollen. Meine liebe Peach schrieb letztens 'Es ödet manchmal einfach alles an.' Und ja so ist es manchmal. Entweder bist du selber so genervt und enttäuscht von allem oder aber du merkst, wie ER es ist und wir können uns gerade gegenseitig so wenig helfen. 
Wir haben viel geredet, man kann und will aber auch nicht immer reden obwohl es vielleicht wichtig wäre, wie man die Tage gesehen hat. Aber immer reden...ganz ehrlich...ich habe die Nase voll davon. Von all dem Reden und Überlegen.

Schwierig.  

Am Liebsten wäre ich jetzt wieder in meinem Schneckenhaus. Mit Schild vorne dran: Geschlossen auf unbestimmte Zeit.

Auch keine Lösung ich weiß.

Und deswegen halte ich tapfer mein Näschen in den sanften Herbstwind und trau mich raus. Geh weiter Glücksmomente sammeln. Darin hab ich Übung.(Ich gebe zu zur Zeit nervt mich sogar das...) Ich nehme mir fest vor, mehr aus meinem angefangenen Hobby zu machen...und mich mehr zu trauen. Und mir somit ein wenig Ablenkung und Abstand von der schwierigen Zeit zu verschaffen. 



Mitbringsel vom Herbstspaziergang.


Montag, 26. September 2016

MakroMontag

Heute bin ich mal wieder dabei, beim montäglichen Makro teilen. Gerade noch rechtzeitig ;)


Bei unserem Herbstspaziergang habe ich Deko mitgebracht und selbstverständlich gleich fotografiert.











Ich teile meine Makro-Montag-Liebe hier beim 
MakroMontag bei Ms. Figino.

Habt eine schöne Herbstwoche!


Montag, 5. September 2016

Hey Einsamkeit, ich kenn dich doch...

Komisch ist es immer noch. Hier so. Irgendwann in den letzten Tagen kam er dann, der Brief aus der Kinderwunschklinik. Wohl der letzte in meiner Karriere. Er brachte die Befunde, die ich wollte um den Ordner fix fertig abgeheftet in den Schrank zu stellen. Zugeklappt versteht sich. 'Für Ihre Zukunft wünschen wir Ihnen weiterhin alles Gute'...
Es ist so, dass ich selbst noch nicht recht weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll. Die Leere und die Einsamkeit kannten wir ja schon. Aber jetzt? Bleibt das so?? 
Mir fehlen die lieben Worte, die man während der Kinderwunschbehandlung wie Balsam auf die Seele gesalbt bekommt. Es scheint alles gesagt. Es scheint abgehakt. Es scheint genau hierfür nicht viele Worte zu geben. Es gibt keinen Austausch mehr darüber. Kein gegenseitiges Pushen, Drücken, Herzen und Aufmuntern.

Ich hatte mit Schmerz gerechnet, mit Wut, mit unglaublicher Traurigkeit, vielleicht mit Erleichterung. Ich hatte damit gerechnet, dass man sich übrig geblieben fühlt. Ich hatte auch ein wenig mit der Einsamkeit gerechnet. Dass man auf einmal wieder das Gefühl hat, ganz alleine da zu stehen. Ich hatte aber damit gerechnet, dass es sich am Ende vielleicht doch nur halb so doof anfühlt. 'Ich denk an euch' 'Ich verstehe dich' oder 'Wie geht es euch' so was fehlt. Nur wenige kostbare Herzmenschen fragen wie das so ist. Das mit dem Abschied. Für den Rest der Welt hat sich hier ja auch nichts verändert...
Man schaut wieder aus der Ferne zu, wie Freunde ihre Wege gehen, wie es für alle irgendwie weiter geht. Man schaut hinter her. Wie immer. Man gibt sich Mühe. Man lächelt tapfer weiter aber es fühlt sich an, als wäre man das einzig übrig gebliebene kinderlose Paar auf der Welt. 

Tja Einsamkeit mein alter Freund. Zu Beginn dieser Geschichte habe ich dich schon gehasst. Fand es immer doof mit dir in einer Ecke zu stehen. Nein wir sind nicht allein, wir haben uns, die Mädels, Familie...und doch versteht niemand wie du trotz alle dem doch da bist. Warum man sich in mitten der lebhaften Welt plötzlich immer wieder einsam und unvollständig fühlt...

Glücksmomente der Woche #35