Freitag, 30. Dezember 2016

2016

Ein weiteres Jahr dahin. Ein Jahr ohne Kinderwunschbehandlung, ein Jahr voller Hin- und Her. Ein Jahr, in dem wir wohl eine der schwersten Entscheidungen unseres Herzens treffen mussten. Wir haben viel geschwiegen, viel geredet, viel an einander vorbeigequatscht. Dass wir einander gegenseitig zu verstehen versuchten, dass wir dachten wir wüssten was der andere denkt...dass wir dann aber gemerkt haben, wie sehr wir damit auf dem Holzweg waren - das war speziell für mich nicht einfach und irgendwie so komplett unverständlich. Wir - wo wir doch ein Herz und eine Seele sind...da waren dann plötzlich so viel Zweifel. Auch zwischen uns. Was uns nahe zusammen gebracht hat, schien manchmal böse zwischen uns zu stehen, jeder machte sein Ding und kostbare Zeit verflog ohne viel Worte und ohne viel Gefühl.

Jetzt ist es vorbei. Und es fühlt gerade komisch an, wenn ich den Satz so schreibe. Vorbei bedeutete immer ein negativer Schwangerschaftstest. Diesmal bedeutet vorbei, dass der Platz an dem die Medikamente jahrelang verstaut waren, leer ist. Es bedeutet, dass in meinem Schrank ein dicker Ordner ist, in den ich seit fast einem viertel Jahr nicht mehr hinein gesehen habe. Vorbei bedeutet, dass wir plötzlich andere Themen haben. Vorbei bedeutet, dass ich nicht mehr Bauchweh vor dem Reden mit dem Lieblingsmann habe. Bedeutet - wenn wir frei haben, haben wir FREI. Vorbei bedeutet einerseits ein großes leeres Loch. Und doch bedeutet es jetzt am Jahresende für mich, ein Stück mehr Freiheit. Ein bisschen mehr wieder ich sein. Oder zumindest herausfinden wer ich mal war bevor ich fast 9 Jahre lang einen Plan hatte, der irgendwie komplett schief gelaufen ist. 
Vorbei bedeutet übrigens auch, dass es nicht mehr so wichtig ist, Pläne zu haben. Natürlich haben wir Pläne, Ziele, Dinge die wir machen möchten...aber auf all den Plänen ist jetzt kein Zeitdruck mehr. 

Erleichterung. Schwer zu beschreiben. Es ist erleichternd, wenn man endlich fühlt, dass man freier ist. Freier in der Zeit, freier im Leben. Trotzdem stelle ich mir oft die Frage, was ist das für ein Gefühl? Ist es, dass ich die Ruhe, die wir haben genieße? Oder ist das wirklich schon 'frei sein'? Oder ist es diese spezielle Leere aushalten zu können? Vorher war die Leere mit Einsamkeit und Schmerz gefüllt. Leere, in der jedes Nichtssagen zur bösen schweren Last wurde. Manchmal so schwer, dass ich es kaum aushalten konnte. Jetzt sind wir genauso viel allein, aber wir können es aushalten. Vielleicht einfach weil Gewissheit herrscht, weil wir es nicht ändern können, nicht verstehen, nicht erzwingen. Vielleicht weil sich unsere Blickrichtung langsam ändert. Weil in der Stille nicht mehr so viel Schwere liegt sondern Ruhe. Und Ruhe ist ein gutes Wort...

Meine Angst vor der Zukunft ist momentan gut auszuhalten. Ich lege meinen Schwerpunkt auf das Hier und Jetzt. Hört sich einfach an, ist es manchmal mehr und manchmal weniger. Es überfordert mich einfach, zu weit nach vorne zu schauen. Weil zu viele Wege offen sind. Es bringt nichts, mir momentan darüber Gedanken zu machen, weil es sowieso kommt wie es kommt. Egal ob gesund, krank, einsam oder gemeinsam. Es überfordert mich, weil ich es annehmen muss, egal wie unsere Geschichte ausgehen wird. Die Wahrscheinlichkeit, gemeinsam in hohem Alter Hand in Hand abends einzuschlafen, ist so hoch wie unsere Chance  auf natürlichem Wege schwanger zu werden ;) 
Aber JETZT kann ich unsere gemeinsame Zeit genießen. Jetzt kann ich dankbar darüber sein, dass wir uns haben. Manchmal denke ich, wie glücklich ich darüber sein kann, weil ich tatsächlich einfach die Zeit dazu habe, diese Situation zu erleben. Wie viele rennen der Zeit hinter her, vielleicht auch ihren Kindern, kommen irgendwann im Alter zur Ruhe und dann...war alles andere wichtiger als der Partner, der immer an unserer Seite war, den es dann vielleicht gar nicht mehr gibt.

Es klappt auch zunehmend besser mit dem Zurückschauen. Weil es mich einfach nicht weiter bringt, weil es mich verletzt. Also lasse ich es lieber. Denn wenn ich zurückschaue, dann bin ich manchmal wütend, weil ich auf so viel verzichten muss. Ich durfte einfach nicht erleben, wie es ist Mama zu sein. Ich durfte einfach nur schnuppern. Durfte erfahren wie unfassbar es ist, diesen Test in der Hand zu halten. Wenn ich an diesen Moment denke fühle ich die Traurigkeit und ich wage zu behaupten, dass ich noch nie so traurig und unglücklich in meinem Leben war wie in dieser Zeit. Die Kinderwunschbehandlungen haben ihren Preis. Unserer war hoch. Letztendlich viel zu hoch. Und dann denke ich, dass es richtig war. Richtig so zu entscheiden. Einen Schlussstrich zu ziehen, bevor noch mehr kaputt geht. Für mich ist gefühlstechnisch die Grenze weit überschritten worden. Und obwohl man weiß, was passieren kann und obwohl man weiß, dass bei Kinderwunschbehandlungen die Fehlgeburtsrate hoch ist - rennt man trotzdem hinein. Man wird es schon verkraften...tut man nicht. Zumindest ich habe es nie wirklich verkraftet. Dieses fürchterliche Gefühl von körperlichem und seelischem Schmerz, diese spezielle Form von Leere, die unerträgliche Stille...too much.
Ahhhh erwischt....kuck...zurückgeschaut...

Ich gehe ohne Wünsche und ohne großartige Pläne ins neue Jahr hinein. Vielleicht halte ich eine Glitzerwunderkerze in der Hand und vielleicht rollt auch ein Tränchen. Weil es mich rührt, wenn die Nacht für einen kurzen Augenblick glitzert und leuchtet. Und weil es schwer war bis hier her. Und traurig. Jetzt werde ich direkt ein wenig sentimental...weil ich die vergangenen Jahre so viel Herzenwünsche samt Wunschraketen in den Himmel geschickt habe. Dieses Jahr glitzert eine Wunderkerze für mich und den Lieblingsmann, die tausend kleinen Sternchen erinnern uns an das Pünktchen, das mit uns ins neue Jahr geht. Wir lassen mit 2016 viel zurück, viel schwere Last und viele Tränen. Na gut. Vielleicht wünsche ich mir doch eine kleine Kleinigkeit: Das neue Jahr 2017 soll leichter werden ♥

Und so lesen wir uns im neuen Jahr, danke an euch treue Leser, an die, die Mitfühlen und an die, die mir zu vielen Themen Input geben, dank der tollen Unterhaltungen außerhalb meines Blogs. 

2017 wir schaffen dich, weil wir mit allem was wir erleben und fühlen nicht alleine sind. Mit diesem Wissen entzünden sich die vielen Funkelglitzerwunderkerzen fast von selbst.
♥♥♥

Samstag, 24. Dezember 2016

Was ist Weihnachten ohne Kinder?

Ziemlich still wird es hier sein, wie jedes Jahr. Und wie nächstes Jahr und die Jahre die kommen werden. Weihnachten ohne Kinder wird gut werden, weil ich mich glücklich schätzen kann, dass ich am Weihnachtsabend eine Hand in meiner halten darf und im Prinzip ist das doch alles was man an solchen Tagen braucht. Weihnachten ist ein Fest voller Liebe, wer sagt denn, dass wir zu zweit kein liebevolles verzaubertes Weihnachten haben können. Natürlich ist da etwas das fehlt. Das wird es immer. Aber wir haben uns und unsere Lieblingsmenschen. Das größte Geschenk überhaupt. 


Viele Menschen sind tatsächlich einfach ganz allein. Auch Menschen die Kinder haben. Vielleicht sollten wir uns gerade heute ein bisschen mehr bewusst machen, dass das Glück einen Partner an unserer Seite zu haben etwas echt großes ist. Ich mache mir zur Zeit viele Gedanken über meine Lieblingsmenschen. Ich hatte ein kinderwunschtechnisch schlechtes Jahr. Und doch war es ein Jahr voller wertvoller Erfahrung und toller Begegnungen. Ein Jahr, das wie im Flug vorbei ging. Definitiv nicht mein schlechtestes Jahr, wie ich im Nachhinein feststelle. Ich habe wunderbare Mailkontakte seit ich hier meine kleine Wünscheseite aufgebaut habe. Habe tolle Menschen kennen lernen dürfen und das alles, weil ich hier bin, weil ich gerade diesen Weg hier gehe. Weil nun mal alles so ist wie es ist, weil genau das unsere Geschichte ist. Auf alle Lieblingsmenschen dieser Welt - danke dass es euch gibt! Dass ihr in all den gefühlt einsamsten Stunden bei uns seid oder an uns denkt. Ihr seid alles so wertvoll, vergesst das nicht. Ihr seid fabelhafte, starke und so liebevolle Frauen. 



Merry Christmas von mir an euch. Und was doch viel wichtiger ist, was wäre Weihnachten ohne dieses Viedeo...





Sonntag, 11. Dezember 2016

Glücksmomente der Woche #49


Worldwide Candle Lighting

Immer am zweiten Sonntag im Dezember findet das weltweite Kerzenleuchten statt. Heute denken wir weltweit an alle verstorbenen Kinder. Zum Worldwide Candle Lighting zünden wir abends um 19:00 Ortszeit für jedes verstorbene Kind eine Kerze gut sichtbar im Fenster an. Durch die Zeitverschiebung entsteht eine Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die ganze Erde wandert. 



Unsere kleine Kerze steht für die Hoffnung, dass die Trauer unsere Leben nicht für immer im Dunkeln lässt. Wir sind nicht allein.

That their light may always shine...











Sonntag, 27. November 2016

Glücksmomente der Woche #48


Glücksmomente der Woche #47


Unspektakulär und doch fabelhaft?

Wir arbeiten, wir haben frei, wir leben, wir sind. So wie wir eben sind. Wir beraten ob in der Wohnung noch mal Veränderungen kommen, wir überlegen, was wir jetzt als nächstes mit unserer vielen Zeit anfangen.
Es ist immer noch komisch, weil all das Warten auf was auch immer einfach vorbei ist. Und wir haben jahrein jahraus immer auf irgendwas gewartet. Vielleicht passiert dies...vielleicht aber auch das...nun - es ist nichts passiert und die Wartezeit hat ein Ende. Wenn auch noch vorsichtig, aber es werden Pläne geschmiedet...der Stellplatz bekommt vielleicht einen Carport, das Bad vielleicht neue Möbel und wenn wir schon neue Möbel ins Bad stellen, dann überlegen wir gleich noch ob wir nicht das komplette Bad sanieren. Die Türen gefallen uns nicht mehr so, wie wäre es mit einer Dachterasse... hach ja...es gibt ja immer was nicht wahr? 

Und so vergeht die viele Zeit dann doch ganz schnell und das ist mehr als fabelhaft. Es liegt bestimmt auch daran, dass mir diese Zeit gerade viel Gutes bringt. Ich habe kleine Fixpunkte auf die ich mich sehr freuen kann. Ich freue mich auf die Adventszeit, zum ersten Mal seit sooooo langer Zeit. Ich genieße die Tage an denen ich frei habe, egal ob sie neblig oder sonnig sind. Völlig egal sogar. Weil es hier viele Lichterketten, Kerzenschein und Mandarinenduft gibt. Weil ich ein wahrer Adventsglückspilz bin und nach jahrelangem Adventskalenderverzicht (gezwungenermaßen, weil dem Lieblingsmann der Advent immer zu plötzlich kam) nun gleich zwei Adventskalender zum Öffnen habe, einen vom Lieblingsmann (jaaaaaaaaa echt jetzt!!!)und einen von einer ganz besonderen Lieblingsmenschin ♥ inklusive einem Tee (von einer anderen zauberhaften Lieblingsmenschin) für jeden Tag.

Zeit für Traurigkeit bleibt momentan wenig. Zumindest offiziell. So während des Tages. Ich gebe zu, ich denke zur Zeit wenig über unsere Situation nach. Ich lebe einfach. Fülle meine Freizeit mit angenehmen Dingen anstatt Trübsal blasen. Dass ich mich von Babys und dem ganzen Familienkram weiter eher fernhalte, tut mir gut. All das - wie wundervoll und süß und was alles dazu gehört - gefolgt von einer Million herzzerreißen zuckersüßen Weihnachtskinderbildern vollgestopft mit Glück bis obenhin, oder dem Gesprächsstoff der sich rund ums Baby dreht positiv wie negativ...brauch ich alles nicht und glücklicherweise prallt das alles auch ganz gut von mir ab. Dazu braucht es wohl die gewisse Distanz und es funktioniert, zumindest bei mir. Auch die Botschaft meiner Freundin, dass das dritte Kind nun da ist, lässt mich erstaunlicherweise kalt. Na bitte. Viel Spaß aber ohne mich...war ja vorher auch schon so. Zumindest was die eine Freundin betrifft. Vielleicht hat gerade sie mir durch ihr Verhalten gezeigt, wie wichtig ein wenig Distanz ist...siehste, konnt ich sogar noch was lernen ;)

Manchmal erschrecke ich mich über mich selber. Wenn ich in mich hinein höre...wenn ich denke war´s das jetzt? Wieso bin ich in vielen Themen so unterkühlt...ist es ok, dass es mir gerade wirklich gut geht? Ist es aktives Verdrängen oder ist es einfach so? Ich denke immer, es müsste noch mal ein Holzhammer kommen. Vielleicht kommt er ja noch, wer weiß. Manchmal träume ich seltsame Dinge, meistens habe ich in den Träumen ein Baby. Ein sehr süßes sogar. Vielleicht verarbeite ich eben nachts, weil ich tagsüber keine Zeit dazu habe? Aber auch das wirft mich nicht auf der Bahn. Ich vergesse den Traum eben wieder...sie sind sowieso in der Regel sehr konfus. 

Was mir unglaublich Mut und Freude bereitet, ist ein neuer Arbeitsvertrag, der hoffentlich die nächsten Tage für den Lieblingsmann genehmigt wird. Wenn dann noch meine Chefin mitspielt...Dann würde es bedeuten wir haben mehr Zeit miteinander. Ein Stück mehr Lebenszeit. Was wiederum einfach nur Glück bedeutet. Und was ich sehr zu schätzen weiß und was ein fabelhafter Vorteil ist, wenn man kinderlos ist. Man wird sehen...aber ich bin zuversichtlich. Ich wünsche es mir einfach ganz ganz fest und weil ich das so gut kann, drum heiße ich ja so. 

Also lieber Advent - schön dass du jetzt da bist! Du wirst mich dieses Jahr wieder verzaubern so wie früher. Und ich bin dankbar, dass es mir, trotz dieser Zeit, die sonst immer sehr melancholisch war, gerade gut geht. Ich schätze es dieses Jahr ganz besonders, weil es kein einfaches Jahr war, weil ich eigentlich trauriger denn je sein müsste und weil mir das Leben gerade jetzt zeigt, wie gut es sein kann und wie wichtig die kleinen Glücksmomente sind. Sie sind für mich überlebenswichtig und ich bin wirklich froh und dankbar darüber, dass ich den Blick dafür behalten durfte. Ich bin nicht erleichtert, dass wir uns so entschieden haben, es fühlt sich immer noch nicht nach Sicherheit an und es tut beim Zurückblicken natürlich immer noch weh und ist schwer. Würde ich jetzt anfangen nochmal alles revue passieren zu lassen....mach ich aber nicht. 
Ich lebe heute gut damit, ER übrigens auch (gerade eben gefragt), besser als ich es mir hätte vorstellen können. Ich komme absolut klar mit mir, mit uns und der Zeit gerade. Und die Tatsache, dass es so ist, ist fast unvorstellbar fabelhaft nicht wahr??

Montag, 21. November 2016

MakroMontag

Von meinem Schweizbesuch hab ich ein süßes kleines Pflänzchen mitgebracht. Die kleine Hauswurz darf nun bei mir wohnen auf einem wunderschönen Blatt aus Beton.





Ich hoffe sehr, dass dieses kleine süße Gewächs schön festwächst und dass es ihm beim uns gefällt!
Eine schöne Novemberwoche für euch!

MakroMontag bei Ms. Figino










































Montag, 14. November 2016

MakroMontag

Hallo kleine Fliege.








Ich mag Fliegen nicht besonders gern, aber vor der Linse sind sie trotzdem irgendwie faszinierend...



Auf eine schöne neue Woche!

Geteilt auf: MakroMontag bei Ms. Figino

















Montag, 7. November 2016

MakroMontag

Es ist wieder so weit...Erkältungszeit und MakroMontag bei Ms. Figino. So sieht übrigens meine Vitamin C + Zink Tablette aus...wollen wir hoffen, dass sie hält was sie verspricht!








Auf eine neue Woche! Bleibt schön gesund ;)























Montag, 31. Oktober 2016

MakroMontag

Letztens morgens im Garten, also im Garten der Nachbarin...ich will mich ja nicht mit fremden Tautropfen schmücken...











Morgenstund und so...
Ich wünsche euch diese Woche viele schöne Morgenmomente!

Und jetzt schnell zu Ms. Figino zum MakroMontag und zu weiteren fabelhaften Montagsbildern!










































Samstag, 29. Oktober 2016

Kleine Schritte...

Momentan weiß ich zumindest eine Richtung von dem was ich will oder auch nicht. Ich wusste das ganz ganz lange nicht. Ich erkenne langsam, womit ich mich wohlfühle und womit nicht. Und ich versuche Dinge zu ändern die mir nicht gut tun. In kleinen Schritten, aber ich wage mich vor...

Wie wir ja bereits wissen, blieb die Erleichterung, als wir uns gegen weitere Behandlungen entschieden haben aus. Im Laufe der Woche stellte sich aber eine kleine Erleichterung ein. Ich bin seit Donnerstag aus der Kinderwunschstammtisch-Gruppe ausgetreten. Auch wenn die Mädels furchtbar nett sind. Aber - es ist nicht mehr mein Thema. Und ich helfe auch niemandem mit meinem Thema dort weiter. Also wozu bleiben. Aus Nettigkeit? Um mich in Zukunft mit einem Haufen Kleinkindern und hoffnungsvollen Damen an den Tisch zu setzen...nein danke. Kein Bedarf im Moment. Und zum ersten Mal hat es gut getan, ein kleines Kapitel des Kinderwunschbuchs zu schließen. 

Ich merke jetzt auch, dass es besser für mich ist, kleine Kinder oder Babys momentan im Beisein des Lieblingsmannes zu besuchen. Ganz einfach, weil ich durch ihn gefasster bin. Weil mich durch ihn keine unangenehmen Blicke treffen, durch die ich mich irgendwie nackt und unsicher fühle. Und weil sich für mich durch ihn keine unangenehmen Fragen auftun. Er erdet mich und ich vielleicht auch ihn. Er hat jedenfalls nichts dagegen, in solchen Situationen bei mir zu sein. Wie so oft schafft man vielleicht auch das gemeinsam besser. 

Vielleicht kommt die große Erleichterung, die von so vielen komischerweise gleich zu Beginn der Entscheidung erwartet wird (hey warum eigentlich?? Könnt ihr euch denn gar kein bisschen vorstellen wie so was endet...mal einmal kurz in die Lage reinversetzen...nein?...Hm...) in Etappen. Und alles in allem ist es am Schluss dann eine große Erleichterung. Damit wäre ich wunderbarst zufrieden, wenn dem so wäre. Wirklich. Denn kleine Glücksmomente machen uns im Leben unterm Strich, sehr glücklich. So wird es mit der Erleichterung sein, ganz bestimmt. 

Und wenn man unsere Situation einfach einen Moment ruhen lässt, dann geht man wieder mit offenen Augen durchs Leben und erkennt, wer oder was wichtig ist und erfreut sich an kleinen Gesprächen, an kleinen Dingen die man als richtig empfindet und am Monat November, von dem ich jetzt schon weiß, dass da haufenweise kleine und sogar ganz große Glücksmomente vorkommen werden. 

Und wenn dann noch jemand sagt, hey du siehst heute aber gut aus...dann macht mich das irgendwie froh. Auf lass uns feiern gehen du mein Lieblingsmann, ich nehm dich fest an die Hand und verbringe mit dir heute einen fabelhaft-schönen freien Herbsttag ♥ 

Montag, 24. Oktober 2016

MakroMontag

          Heute geht es beim MakroMontag um Herbstgefühle bei            Ms. Figino...früher waren meine Herbstgefühle doch recht kühl, heute verbinde ich mit Herbst das hier: 







Wärme...den Duft von Gewürzen...Zimt...wohlig = kuschelig.

Eine kuschelig-herbstige Woche wünsche ich euch.
















Glücksmomente der Woche #42


Mittwoch, 19. Oktober 2016

Gefühlspurzelbäume.

Momentan kämpfe ich mit allerlei Gefühlen auf dem Weg ins Wonderland. Mit recht unschönen Gefühlen. Da ist die altbekannte Wut. Wut über die eigene Situation, über die Tatsache, dass man wütend ist, ist man wütend. Man wirft mit bösen Kommentaren um sich, der Lieblingsmann muss mich so oft bremsen, weil ich sonst vermutlich in freier Fahrt direkt in der Hölle landen würde. 
Da ist Neid. Neid ist etwas so häßliches und doch begegnen mir viele Situationen, in denen ich sage: ich bin absolut neidisch auf das alles. Neid hinterfragt nicht, Neid sieht nur das was jeder sieht. Neid macht leider auch blind für alles andere. Neid macht wiederum wütend...ein Teufelskreis. Neid ist etwas, das glaube ich die wenigsten zugeben. Weil es häßlich ist. Auch wenn wir sagen: neiiiiiiiiiin. Also nein Neid, das gibt es bei mir nicht...wir gönnen es ja jedem und wir freuen uns für alle auf der ganzen weiten bunten Welt. Ladies? Ich will mich nicht in Schutz nehmen, ich will einfach ehrlich sein. Mut zur Häßlichkeit sozusagen ;) Warum sind wir neidisch? Ich für meinen Teil: Weil wir so viel aufgegeben haben. Weil die ganze Welt Kindergeburtstag feiert. Weil das was wir erleben von außenstehenden wenig gebührend gesehen wird. Es löst sich auf im Nichts. Man steht im Hintergrund und ist allein mit dem Flieder, den Windspielen oder dem süßen Herzbetonstein. Die meisten wissen nicht mal, was diese Zeichen im Garten bedeuten. 

Vom häßlichen Nein zum Selbstmitleid. Dafür könnte man sich ja auch...aber gut. Es ist nun eben da. An Tagen wie heute noch viel mehr. Weil es so unfassbar ungerecht ist, dass der Platz in unserer Mitte leer ist. Weil es doppelt weh tut, dass Eltern die Geburtstage ihrer Kinder feiern. Hier wird nichts gefeiert, hier gibt es maximal Gedenktage, an denen ich nicht mal im Bett liegen bleiben kann. Trauer wird wenig thematisiert. Wenig von all dem was wir erlebt haben wird thematisiert. Und dabei tue ich mir fürchterlich leid. Weil es nicht nichts war. Es war eine ganze Menge. Und es ist keine Geschichte, unter die man einfach einen Haken setzen kann um eine neue beginnen zu können.  

Angst spielt auch immer eine Rolle auf unserem Weg. Man hat Angst vor so vielem. Zur Zeit plagt mich eher die Angst vor dem Verlieren. Da sind Freundschaften, die sich verändern. Leben die sich verändern. Es tut weh, wenn man nicht Schritt halten kann. Wenn man ein ganzes Stück auf auf dem Weg zurückbleibt und der andere es vielleicht gar nicht bemerkt? Verlustangst ist da schon ein ganz großes Thema. Die liebe Eni hat mir da mit ihrem Post ganz gut getan. Weil es mich beschäftigt. Freundschaften kommen, gehen, müssen gegebenenfalls auf ein anderes Level verlegt werden. Eine meiner ganz alten Freundschaften hat sich verändert. Wahrscheinlich nicht von heut auf morgen, aber in diesem Jahr. Ich muss einsehen, dass ich ihren Weg gerade nicht mehr mitgehen kann...und trotzdem habe ich Angst, dass unsere Wege sich zu weit voneinander entfernen. Dass wir uns vielleicht irgendwann fremd werden, dass es nie wieder so wird wie es mal war. Dabei ist es normal wenn sich etwas verändert und nicht so bleibt wie es ist. Denn das ist das Leben. Man hält aber doch an Gewohntem fest und kann schlecht loslassen und doch muss ich lernen darauf zu vertrauen. Vielleicht entfernt man sich ein Stück, aber das heißt nicht, dass man nicht wieder zueinander finden kann...

Aber auch ich habe mich ja verändert, ich bin auch nicht mehr die, die ich mal war. Durch meine Veränderung im Leben habe ich wieder neue wertvolle Menschen getroffen, die mir zur Seite stehen und für die ich so dankbar bin. Ich habe also nicht nur verloren sondern auch dazu gewonnen. 

Die Welle der Gefühle ebbt auch wieder ab, das weiß ich, ich mach das ja schon lang genug mit. Dann kommt wieder der normale Flow. Die Welle kommt immer, wenn Ausnahmezustandstage in Sicht sind, wenn einen das Thema mehr einholt als einem lieb ist. Wenn man verbissen in eine Richtung blickt oder gar zurück schaut, statt nach vorne. 

Dabei lohnt es sich nach vorne zu schauen, denn dann sieht man Dinge wie den hübschen Flieder, eine Laune der Natur und doch ein Zeichen, man sieht das Blau des Himmels, man schätzt das Lächeln der Sonne, den Zauber der Jahreszeit...man erkennt sie die kleinen Wunder, die man in der Gefühlswelle eben nicht sieht. 
Und man sieht, dass zwar nicht die Welt, dafür aber die Herzmenschen unseren Zustand sehen, einen Moment mit uns inne halten und fest an unserer Seite stehen ♥

Montag, 17. Oktober 2016

MakroMontag

Gewürzliebe zum MakroMontag bei Ms. Figino 








Heute mal ein kleiner Ausflug durch meine Gewürzschublade ;)
Lasst es euch gut gehen!






















Sonntag, 16. Oktober 2016

Glücksmomente der Woche #41


Ich glaube eigentlich nicht an Zeichen.

Warum? Weil ich bisher vielleicht nie fest genug daran geglaubt habe... Aber jetzt...da ich selber irgendwie vor einem Zeichen stehe...

Es ist nämlich so, dass der Lieblingsmann sich riesig gefreut hat, weil der Schmetterlingsflieder blüht. Ok. Der Schmetterlingsflieder. Seit Wochen ist er komplett verblüht. Einen der drei haben wir schon ein bisschen zurück geschnitten, damit er mit seinen flusigen Ästen nicht die ganze Treppe versperrt. Von den anderen zweien konnte sich der Lieblingsmann bislang noch nicht trennen. Und vorgestern an einem Tag der draußen recht grau war, stehe ich plötzlich da und mir wird schlagartig bewusst was er da eigentlich gesagt hat: Der Schmetterlingsflieder blüht. Es ist Mitte Oktober. Ich rase die Treppe runter und stehe da, vor unserem überwiegend vertrockneten, verblühten, Flieder. 

Da sehe ich sie. Die eine Blüte. Ich weiß nicht genau wohin mit mir. Es ist Pünktchenmonat. Der Monat in dem wir jetzt eigentlich die erste Kerze am Geburtstagskuchen anzünden sollten. Nun stehe ich vor dem Flieder, der dem Pünktchen gewidmet ist, und der als einziger eine weiße Blüte hat. Ich stehe etwas verloren im Grau dieses Oktobertages und mir ist kalt bis ins Tiefste meiner Seele.

Wieder oben angekommen, mache ich mir einen heißen Tee, ich muss weinen, weil es weh tut. Noch immer. Weil es das immer wieder tun wird. Aber sie ist ja da, diese kleine Blüte. Vielleicht ein Zeichen aus dem Schmetterlingshimmel...Ein Zeichen, dass es ihn gibt. Ein Zeichen, dass ich an etwas glauben darf, das war und das immer bei mir bleibt. Weil es zu mir gehört. Neben all den Sachen die uns in den letzten 6 Jahren so weh getan haben, ist da etwas das für immer bleibt. Wir sind trotzdem Mama und Papa. Herzenseltern eben. 

Heute strahlt die Blüte übrigens mit der Sonne um die Wette. Und ich muss lächeln. Genau das ist er heute. Unser Moment.



Montag, 10. Oktober 2016

MakroMontag

Eine kleine Erinnerung an sonnige Zeiten, passend zum Thema ORANGE am MakroMontag bei Ms. Figino  









Auf eine neue gute Woche, mit viel Energie und Sonne im Herzen!


Donnerstag, 6. Oktober 2016

Stehst du noch oder fällst du schon?

Gute Frage. Momentan weiß ich nicht recht ob es sich so anfühlt, wenn du noch oben am Kaninchenbau stehst oder ob sich das SO anfühlt, wenn du bereits den ersten ungeschickten Purzelbaum durch die Röhre machst.

Es ist schwierig zu beschreiben. Alles irgendwie. Manchmal wünsche ich mir, dass ich eine Woche, vielleicht zwei, letztendlich egal wie lange über all das Vermissen weinen könnte. Weinen und dann irgendwann aufatmen. Ja ne, so geht das aber nicht. Statt dessen bin ich (wieder mal) wütend. Ein blödes Gefühl, morgens schon mit einer Bombenstimmung die Augen aufzuschlagen. Ein Pulverfass, dass leider dann auch noch meistens an den falschen Stellen explodiert. Falls es überhaupt richtige Stellen für Pulverfassexplosionen gibt. 
Ich bin angespannt und gleichzeitig abgespannt. Ich bin müde und könnte mich gleichzeitig im Boxclub anmelden. Ich bin unzufrieden und wünsche mir gleichzeitig, dass das was wir hier haben einfach alles so bleibt. 

Und dann ist da noch der körperliche Schmerz. Mir kommt das schwer bekannt vor. Genau. Ich erinnere mich. Als das Pünktchen gegangen war. Mit tat einfach alles weh. Und jetzt ist das genau so. Es gibt Tage so wie heute, da tut mir einfach alles weh. Aaaaaaaaaalles. Und ich fühle mich besch...... Beim morgendlichen Blick in den Spiegel frage ich mich, wer ich eigentlich bin. Ich habe keine Ahnung. Vor mir steht eine Frau, deren Körper ich gerade nicht besonders mag, deren Haut ich ebenfalls am Besten täglich zur Kosmetikerin schleppen würde. Eine Frau, deren Kiefer morgens trotz Schiene so weh tut, als hätte sie es sich zur nächtlichen Lebensaufgabe gemacht, die Schiene einfach kaputt zu beißen. Eine Frau, deren Fältchen um die Augen immer mehr werden. Eine Frau, die sich Leer fühlt - ja genau, das beschreibt es eigentlich am besten. Es fällt mir schwer im Moment, etwas an mir zu mögen.

Etwas jämmerlich was mir nach all dem Mist geblieben ist, denke ich mir. 

Und dann beginnt der Tag. Meistens wird was aus ihm, auch wenn er leer begonnen hat. Das ist doch was, beschließe ich dann jeden Abend. Immerhin. Ich stehe auf, gehe weiter, auch wenn ich lieber stehen bleiben möchte. Es hilft ja nichts. Die Welt hält auch dieses Mal nicht inne, weil wir Abschied nehmen von etwas, das unser Leben vielleicht erfüllter gemacht hätte. Und damit möchte ich gern verlinken zu Elaine, die mich mit ihrem Post Warum eigentlich Kinder , sehr berührt hat. Denn ich glaube genau das ist es, was mir teilweise körperliche Schmerzen bereitet: es ist vielleicht dieser Teil der mir fehlt, weil auch ich meinen Kinderwunsch mit einem erfüllten, bewegten Leben verbinde. Und jetzt ist da im Moment einfach nichts. Und das 'Nichts' ganz schön weh tun kann....das wissen wir ja bereits.

Und nochmal. Es hilft nichts. Es ist ein Weg. Er will gegangen sein. Wir sind nicht die Einzigen die ihn gehen. 

Heute morgen dachte ich mir so...mehr als eine Katze werde ich wohl nie im Arm halten...und beim Blick auf den Kater kullerten die Tränen. Direkt in sein weiches Fell. Und dann halte ich ihn ganz fest und was macht er...er drückt sich noch ein bisschen fester an mich. Und ich weiß, allein schon für diese kleine Seele und dieses treue Katzenherz lohnt es sich jeden Tag aufzustehen ♥ Es gibt eigentlich immer einen Grund aufzustehen und weiter zu gehen, auch wenn manche Tage echt mies bewölkt sind. 

Montag, 3. Oktober 2016

MakroMontag

Direkt über unserem Briefkasten, hab ich die hier entdeckt. Ich hab mich zuerst ordentlich erschrocken, aber dann hat sie mich fasziniert. 
Und posiert. 
Oder die Kampfstellung eingenommen...




Hier von mir gruselige MakroMontagsgrüße (noch näher ran hab ich mich nicht getraut...) an alle. Ich schicke dir liebe Ms.Figino  diese freche Spinne und wünsche euch allen eine schöne Woche!


Freitag, 30. September 2016

Liebster Award

Gerade bin ich beim Blogstöbern über meinen Namen gestolpert.
Nominiert für den Liebster Award hat mich Frau Spatzenparade. Und da mir spontan fast alle Antworten eingefallen sind und ich  gerade mit auf meinen Zahnarzttermin warte, ist das der ideale Zeitvertreib an einem sonnigen Freitagmorgen auf dem Balkon :)

Ach ja die Regeln...

-Danke und verlinke den Blogger, der dich nominiert hat
-Füge einen der Buttons von "Liebster Award" in deinen Post ein
-Beantworte die Fragen
-Füge die Regeln ein
-Erstelle 11 neue Fragen
-Nominiere 2-11 neue Blogs, die weniger als 300 Follower haben 
-Informiere die Blogger per Kommentar darüber, dass du sie nominiert hast.


Punkt 1,2 und 4 sind hiermit schon mal erledigt.

Hier sind die Fragen die ich bekommen habe:

1. Was war dein erster Berufswunsch, an den du dich erinnern kannst?

Hebamme.

2. Übst du diesen Beruf heute tatsächlich aus? Wenn nein, wieso nicht?

Beim Berufseinstieg war ich zu jung, mir wurde eine andere Ausbildung vorher empfohlen. Heute bin ich froh, dass ich einen anderen Job gewählt habe. Ich denke ich muss nicht weiter erklären wieso...

3. Eiscreme oder Frozen Joghurt?

Eiscreme.

4. Was ist das - aus heutiger Sicht - absolut lustigste/bescheuertste/amüsanteste, das du als Kind für Tatsache und wirklich wahr gehalten hast? (Weihnachtsmann und Osterhase zählen nicht)

Hm da muss ich überlegen...ich habe geglaubt, dass man sich seine eigene Welt erschaffen kann und man weder gesehen noch gehört wird, weil es ist ja die eigene Welt...da war es übrigens ganz fabelhaft, weil ich alles machen konnte was ich wollte, ich hatte sogar Pferde ;) Doch leider hat mich meine Mama oft in meiner Fantasiewelt entdeckt und fand das dann ihrerseits ganz amüsant. 

5. Du bist rundherum glücklich, wenn...

Momentan? Wenn ich einfach in meinem Bett liegen bleiben dürfte. Links und rechts eine Katze im Arm. Das wärs. 

6. Regen, kalt, grau. Wie machst du dir trotzdem einen schönen Tag?

Kein Problem. Ausschlafen, Kaffee, Katzenschmusen, auf´s Sofa kuscheln, Lieblingsserie kucken, neuerdings auch mal lesen, auf Instagram kucken, ich kann auch problemlos einen ganzen Nachmittag Ideen bei Pinterest suchen, zwischendurch die Wärmflasche erneuern, ab und zu mal in den Kühlschrank gucken, wahlweise auch mal in die Keksschublade, bestenfalls noch selber Kekse backen und das Haus duften lassen, Kaffee...wann soll nochmal der nächste Regentag kommen? 

7. Kino oder DVD-Abend zu Hause?

Beides toll!

8. Sommer oder Winter?

Der Sommer ist einfach praktischer. Aber der Winter...er wird mir zunehmend sympathischer...auch schon wegen dem Keksduft im Haus und den kuscheligen Dingen von Punkt 6.

9. Wenn ein Buch verfilmt wird, liest du zuerst das Buch und guckst dir dann den Film an? Oder andersrum? Oder entweder Buch oder Film?

Nun ja am ehesten Film. Weil ich lange lange nicht gelesen hab. Ein ganzes halbes Jahr zum Beispiel hab ich aber gelesen, bin mir mit dem Film unschlüssig. Meistens wenn man das Buch kennt, ist der Film doof.

10. Dein Geheimtipp zum Entspannen und Abschalten in der (Mittags-)Pause?

Schwierig. Je nach Kollegen Scheuklappen auf und Nase in Instagram vergraben. Je nach Kollegen kann aber die Pause die einzig wahre Entspannung des Tages sein ;) 

11. Du musstest heute schon richtig herzhaft lachen, weil...

Oje. Aber es ist ja auch erst 10 Uhr...

Punkt 3 erledigt.

Punkt 5-7 lasse ich heute aus ;)


Ein schönes Herbstwochenende allerseits ♥





Dienstag, 27. September 2016

Die kleinen Abschiede.

Mein erster bewusster Abschiedsmoment fand bei Ikea statt. Plötzlich an einem Montag aus heiterem Himmel. Ikea ist ja so eine Sache...immer schon. Also seit der Sache mit dem Kinderwunsch. Es gibt Tage bei Ikea, da denkt man "hoppala, jetzt bin ich doch tatsächlich die Allereinzigste auf der ganzen weiten Welt, die keinen dicken Bauch trägt". Es gibt Tage bei Ikea, da ist man umzingelt von Kleinkindern und Babys. Es gibt Tage bei Ikea, da möchte man direkt kehrt machen, weil man den Geräusch-, Gebrüll- und Geschreipegel kaum aushalten kann, weil es schlichtweg nervt, dass alle Welt ihre komplette Großfamilie durch den Ikea schleppt und die Kinder ja auch sichtlich totaaaaaaaaal Spaß dabei haben. Es gibt Tage wie vergangenen Montag. An dem du mit deinem Lieblingsmann einen Kaffee auf dem Landskrona Ledersofa trinkst, und da sitzt, mit dem Blick aufs Ikeakinderland. Und mein Blick schweift zu Ekorre. Dem roten kleinen Schaukelelch. Schon von Anfang an war ich verliebt in ihn. Und ich merke, wie ich schlucken muss. Ekorre und ich wir wären ein tolles Team geworden. Blöd gelaufen. In meiner Vorstellung war Ekorre quasi ein festes Familienmitglied.

Ich hatte mir in Gedanken oft schon ein Kinderzimmer gestaltet. Ich hätte gewusst, welche Kommode, welchen Schrank und welche Babybettwäsche ich genommen hätte. Und der kleine Schaukelelch...in unserer Wohnung wird er wohl nie Einzug halten. Dieses "nie" kam mir auf einmal so schwer vor. 

Ich nahm also in Gedanken Abschied von Ekorre und das war für mich auf einmal ziemlich traurig. Wir saßen da auf diesem Sofa, der Lieblingsmann mit einer Laune zum Davonlaufen und ich, in mitten der vielen Menschen, die versuchte, sich jetzt einfach mal zusammen zu reißen. 

Und so zerplatzt gerade eine Seifenblase nach der Anderen in meinem Wünscheleben. Es sind so viele kleine Abschiede, das denkt man gar nicht. Weil sich tatsächlich weder räumlich noch zeitlich irgendwas ändert, es ist, wie es vorher schon gewesen ist. Wir zwei beide -ohne Kind. Und trotzdem werden diese kleinen Dinge plötzlich bewusst. Das sind Abschiede von simplen Dingen. Wie Ekorre. Kleine simple Dinge, die sich nun doch endgültig anfühlen. 

Und dann stellt man sich in all dem Schlamassel auch noch die Frage: Bleibt das jetzt so? 

Was sich vorher geborgen angefühlt hat, fühlt sich plötzlich ein wenig fremd an. Der Partner, der wohl ebenfalls offensichtlich mit der Gesamtsituation unzufrieden ist - bleibt das so? Der Lieblingsmann, der drei Tage gebraucht hat um mir zu sagen, dass er Angst hat, dass er wertvolle Zeit verpasst...ich versuche noch immer, das irgendwie richtig zu verstehen ohne dabei beleidigt zu wirken. Für mich sind er und ich zusammen immer noch die Wucht. Weil ER für mich einfach alles ist. Egal wo, ob Regen oder Sonne, ob es nun läuft oder nicht. Bleibt es so, dass ich hier ganz zufrieden bin, während ER es nicht ist? Kann so was auf Dauer gut gehen? Wenn einer was ändern will und der andere eigentlich nicht, weil sich sowieso zwangsläufig einige Dinge ändern und es an Änderei irgendwie schon genug ist? 
Er hat es anders gemeint...bezogen auf vergammelte langweilige stille Sonntage, oder auf mein geliebtes Ausschlafen...Für ihn ist das verlorene Zeit, wenn man sowas oft macht. Vermutlich war es schon immer so, aber zur Zeit fühlt sich genau das für mich fremd, ungut und manchmal ziemlich bedrohlich an. 

So geht es uns also damit...nicht jeden Tag aber oft. Es ist oft ein kleiner Kampf zwischen uns. Zum ersten Mal in all der Zeit gibt es Tage, an denen wir tatsächlich nicht wissen, was wir mit der Zeit und mit uns anfangen sollen. Meine liebe Peach schrieb letztens 'Es ödet manchmal einfach alles an.' Und ja so ist es manchmal. Entweder bist du selber so genervt und enttäuscht von allem oder aber du merkst, wie ER es ist und wir können uns gerade gegenseitig so wenig helfen. 
Wir haben viel geredet, man kann und will aber auch nicht immer reden obwohl es vielleicht wichtig wäre, wie man die Tage gesehen hat. Aber immer reden...ganz ehrlich...ich habe die Nase voll davon. Von all dem Reden und Überlegen.

Schwierig.  

Am Liebsten wäre ich jetzt wieder in meinem Schneckenhaus. Mit Schild vorne dran: Geschlossen auf unbestimmte Zeit.

Auch keine Lösung ich weiß.

Und deswegen halte ich tapfer mein Näschen in den sanften Herbstwind und trau mich raus. Geh weiter Glücksmomente sammeln. Darin hab ich Übung.(Ich gebe zu zur Zeit nervt mich sogar das...) Ich nehme mir fest vor, mehr aus meinem angefangenen Hobby zu machen...und mich mehr zu trauen. Und mir somit ein wenig Ablenkung und Abstand von der schwierigen Zeit zu verschaffen. 



Mitbringsel vom Herbstspaziergang.


Montag, 26. September 2016

MakroMontag

Heute bin ich mal wieder dabei, beim montäglichen Makro teilen. Gerade noch rechtzeitig ;)


Bei unserem Herbstspaziergang habe ich Deko mitgebracht und selbstverständlich gleich fotografiert.











Ich teile meine Makro-Montag-Liebe hier beim 
MakroMontag bei Ms. Figino.

Habt eine schöne Herbstwoche!


Montag, 5. September 2016

Hey Einsamkeit, ich kenn dich doch...

Komisch ist es immer noch. Hier so. Irgendwann in den letzten Tagen kam er dann, der Brief aus der Kinderwunschklinik. Wohl der letzte in meiner Karriere. Er brachte die Befunde, die ich wollte um den Ordner fix fertig abgeheftet in den Schrank zu stellen. Zugeklappt versteht sich. 'Für Ihre Zukunft wünschen wir Ihnen weiterhin alles Gute'...
Es ist so, dass ich selbst noch nicht recht weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll. Die Leere und die Einsamkeit kannten wir ja schon. Aber jetzt? Bleibt das so?? 
Mir fehlen die lieben Worte, die man während der Kinderwunschbehandlung wie Balsam auf die Seele gesalbt bekommt. Es scheint alles gesagt. Es scheint abgehakt. Es scheint genau hierfür nicht viele Worte zu geben. Es gibt keinen Austausch mehr darüber. Kein gegenseitiges Pushen, Drücken, Herzen und Aufmuntern.

Ich hatte mit Schmerz gerechnet, mit Wut, mit unglaublicher Traurigkeit, vielleicht mit Erleichterung. Ich hatte damit gerechnet, dass man sich übrig geblieben fühlt. Ich hatte auch ein wenig mit der Einsamkeit gerechnet. Dass man auf einmal wieder das Gefühl hat, ganz alleine da zu stehen. Ich hatte aber damit gerechnet, dass es sich am Ende vielleicht doch nur halb so doof anfühlt. 'Ich denk an euch' 'Ich verstehe dich' oder 'Wie geht es euch' so was fehlt. Nur wenige kostbare Herzmenschen fragen wie das so ist. Das mit dem Abschied. Für den Rest der Welt hat sich hier ja auch nichts verändert...
Man schaut wieder aus der Ferne zu, wie Freunde ihre Wege gehen, wie es für alle irgendwie weiter geht. Man schaut hinter her. Wie immer. Man gibt sich Mühe. Man lächelt tapfer weiter aber es fühlt sich an, als wäre man das einzig übrig gebliebene kinderlose Paar auf der Welt. 

Tja Einsamkeit mein alter Freund. Zu Beginn dieser Geschichte habe ich dich schon gehasst. Fand es immer doof mit dir in einer Ecke zu stehen. Nein wir sind nicht allein, wir haben uns, die Mädels, Familie...und doch versteht niemand wie du trotz alle dem doch da bist. Warum man sich in mitten der lebhaften Welt plötzlich immer wieder einsam und unvollständig fühlt...

Glücksmomente der Woche #35


Montag, 29. August 2016

MakroMontag

Lang ist es her und ich hoffe, ich habe jetzt wieder ein bisschen mehr Zeit und mehr Muse für schöne Fotos. 

Und so beginne ich diese Woche mit meinem Foto von meinem Lieblingsflieder. 

Auf eine gute Woche!



Verlinkt wird der Zauberflieder zum MakroMontag bei Ms. Figino.


Glücksmomente der Woche #34


Sonntag, 21. August 2016

Und für uns bleibt das so...




Irgendwie sind wir nun angekommen, an dem Punkt an dem es hier so nicht mehr weiter geht. Auch wenn man lange darüber nachdenkt, sich die Zukunft in den buntesten Farben ausmalt, glaubt zu wissen was der Partner denkt...Oft kommt es doch anders als man gedacht hat. 
Für uns wird es also kein Baby geben. Wir sind am Ende unserer Geschichte angelangt. Es ist genug. Wir wollen keine Spritzen mehr, keine weiteren Termine, keinen Druck, keine Enttäuschung, keine falschen Hoffnungen und kein Negativ mehr. Wir haben alles versucht, was für uns in Ordnung war, für mehr reicht der Atem einfach nicht mehr aus.  
Und so ist es vom einen auf den anderen Moment dann doch einfach vorbei. 
 Ich stehe vor einem großen leeren Nichts. Oder einem Anfang. Es ist keine Erleichterung. Es ist kein leises Freuen. Es ist aber auch kein böser Schmerz im Augenblick. Es waren einfach ein paar Tränen, die leise über meine Wangen gekullert sind. Eine stille Trauer, die nun Gewissheit ist, eine Trauer, die ja sowieso schon lange in meinem Herzen gewesen ist. Ein Abschied eben.
 Manchmal kann man sich noch so sehr etwas wünschen...für uns hat es sich eben einfach nicht erfüllt. 


Wir lassen das was jetzt kommt einfach auf uns zukommen. Und irgendwann wird sie da sein, die Tür zum Wonderland. Und dann werden wir ein Teil davon sein...