Freitag, 31. Juli 2015

Bittersweet #1

Meine kleine Nichte hat eine kleine Cousine bekommen. Das dritte Mädchen in der Welt voller Cousins...Voller Stolz zeigt sie mir die ersten Fotos der kleinen Wundermaus.
Nicht die Bilder tun mir im Herzen weh. 
Es ist die Freude in ihren Augen, wie sie strahlt. Und wie sie mich ansieht. Mit einer gewissen Traurigkeit. Und mich umarmt. Obwohl sie es nicht weiß sagt ihre Geste alles. 
Das ist eindeutig bittersweet. Und tut ordentlich weh. Sehr. 

Montag, 27. Juli 2015

MakroMontag

Heute wünscht sich Britta zum MakroMontag ein allererstes und ein aktuelles Makrofoto.

Also gut!


Wohl vielleicht auch eher eine Nahaufnahme...eigentlich sollte die Sonnenblume scharf sein ;)


Und das ist mein zuletzt geknipstes Makrofoto. Eine meiner Lieblingsnasen ♥

Ich bin gespannt auf die vielen ersten und neuesten Fotos bei der lieben Britta :)

Habt eine schöne Woche!

Mein Leben ist schön!

Woche vom 20. bis 26. Juli

Freitag, 24. Juli 2015

Der Sommer hat ein Loch.

Das mit meinem/unserem Sommer meine ich. Die Freiheit schnuppern. Die Unbeschwertheit an der Hand nehmen und mit ihr ne Flasche Hugo trinken.

Es wird wohl nichts.

Es mag wohl mal gut gehen. Ein paar Tage, vielleicht eine Woche. Dann kommt es zurück. Entweder die Traurigkeit, oder die Wut. Oder beides. Verbunden mit einem Strom aus Tränen. Ein Hauch Verzweiflung. Bitter, Verlustangst, alles miteinander.

Es hat mir tatsächlich nicht mehr so viel ausgemacht. All die Babys. All die Schwangeren. Sicher, der Freudentaumel bleibt meistens aus, aber das erwartet vermutlich auch keiner. 
Und jetzt...letzten Samstag zum Beispiel. Wir sind auf einer Party. Anfangs völlig abgegrenzt. Die Hauptrolle spielt eine kleine Wundermaus. 4 Monate alt. Die, die unsere Freunde sind, sitzen mittlerweile an einem Extratisch. ("Ach nee komm wir machen einen eigenen Tisch auf") Dem Mama-Papa-Kindertisch. Da ist erst Platz für uns als die Mama mit den Baby nach Hause geht. Dann wenn man von Wasser zu Bier über geht. Eine andere Mama ist geblieben. Und sie hat sich schrecklich gelangweilt. Und sie war so müde. Ist ja klar...die Kinder und so.
Wir sind einfach anders. Wir gehören offiziell irgendwie nicht mehr dazu. Wir sitzen offiziell am anderen Tisch. Am Ende wird noch offiziell bemerkt, dass der Jüngste in der Runde Papa geworden ist. Bei den jüngsten sind wir schon lange nicht mehr dabei. Raus. So schnell geht das.  
Die kleine Wundermaus bewirkte in mir, dass sich alles doppelt-, dreifach so schlimm anfühlte als sonst. Ich kämpfte den halben Abend irgendwie mit den Tränen, schluckte den aufkommenden Kloß gefühlte 1000mal runter und war so unendlich traurig. Über die Situation, über den meinen Zustand, über uns, einfach über alles. 

Warum nur haben wir noch einen weiteren Versuch gestartet. Warum nur haben wir es einfach nicht ruhen lassen. Warum nur stehen wir jetzt wieder vor der Entscheidung was wir tun. Warum hört das nie auf. Warum sind wir nicht fähig dazu, einfach die Türe zu zu machen. Warum kann ich noch keine Dankbarkeit fühlen für das was passiert ist. Warum will ich es nicht gehen lassen...Warum das alles. Es hat es so viel schlimmer gemacht. Ich wünschte manchmal das alles wäre nicht passiert. Dieser Versuch. Dieser Test. Dieser Schmerz der immer noch so sehr im Herzen sitzt. 

Es wäre so erleichternd die Hoffnung einfach aufzugeben. Denke ich. Und doch ist der Gedanke an die Erleichterung mit so viel Traurigkeit verbunden. Es wäre vielleicht so vieles einfacher...und doch hieße es, es wäre für immer vorbei.

Und dabei weiß ich, dass es das längst ist. Selbst wenn...es wird ja doch kein Baby für uns geben...


Da sitze ich in meinem ganz persönlichen Sommerloch. 

Im Schatten...traurig. Stimmungstechnisch zuhause auch überhaupt kein Knüller. Der Lieblingsmann wirkt unzufrieden. Liegt es an mir? Der Lieblingsmann wirkt gestresst. Liegt es an mir?
Ich vermisse die Innigkeit. Liegt es an mir? Ich vermisse die lieben Worte. Liegt es an mir? 

Ist es das, was irgendwann mal kommen muss auf dem Weg den wir gerade gehen? Dass man sich vielleicht verliert, wenn man sich nicht fest genug an der Hand hält? Dass man sich irgendwann überdrüssig wird, weil sich nichts ändert. Weil Stillstand herrscht? Dass man sich vielleicht auf die Nerven geht, weil man sich eine Zeit lang zu fest an der Hand gehalten hat?

Die olle Angst ist immer da. Angst alles zu verlieren. Verloren habe ich sowieso schon. Aber es fühlt sich noch viel mehr leer an. Mein Herz. Mein Kopf. Mein Zuhause. Mir fehlt die Liebe. Und wenn es nun tatsächlich schwer ist mich zu lieben? Wenn nun dieser blöde kleine Satz "es ist echt schwer dich lieb zu haben" bitterernst gemeint war? Und vermutlich war er es, denn sonst wäre irgendwann für mich eine kleine Erlösung gekommen. Aber sie kam nicht...

Und wenn wir mal irgendwann überm Berg sind? Ist es dann so wie wir uns das vorstellen? Frei? Erleichtert? Endlich zufrieden? Oder kommen wir an, kucken komisch und alles ist am Ende genauso bedröppelt wie der Sommer, den ich mir in so bunten, fröhlichen Farben ausgemalt hab?

Und wieso fällt es mir so schwer, dass ich ihm nicht eingestehe, dass er mich in manchen Situationen blöd finden darf? Er darf das. Man darf den Anderen mal blöd finden. Ist ja ganz normal in 365 Tagen Gemeinsamkeit. Für mich ist das jedes Mal ein Tritt in den Hintern. Mit dicker Schnute denke ich mir dann - er muss mich einfach lieb haben. Dieses verdammte beschissene Jahr muss er das. Er muss einfach. 

Aber er ist eben nicht so wie ich. Und das ist möglicherweise auch gut so. Und das hält uns möglicherweise ein bisschen über Wasser, wenn der Wind das Wünscheboot rüttelt. Dass er anders ist als ich. Dass er mich mal blöd findet und vermutlich doch liebt. Sehr. Sonst wäre das alles bis hier her undenkbar. Oder? 

Es ist wie es ist. Etwas aushalten war noch nie meine Stärke...jetzt muss ich ;)

Donnerstag, 16. Juli 2015

Verrückte Welt - oder gefangen im PMS.

Unausstehlich wie lange nicht mehr. Genervt wie ach ja schon die vergangenen Wochen. Unzufrieden und nahe am Wasser gebaut.
Ja genau - ich spreche von mir. Das alles sind meine Hauptwesenszüge eine Woche vor Beginn der Erdbeerwoche. Aber meist in abgeschwächter Form. Diesmal aber mit voller Wucht. Klar, sonst würden wir ja auch einen äußerst friedlichen und zufriedenen Urlaub verbringen. 

  • Ich kann es in dieser Zeit nicht ab, wenn ER seine Meinung und unsere Pläne drei Mal am Tag ändert.(Er sollte es dürfen, wir haben Urlaub und Zeit ohne Ende)
  • Mir kommen die Tränen und ich kann nicht aufhören darüber nachzudenken, wenn ER ehrlicherweise harte Worte über unsere Beziehung spricht. Wie zum Beispiel: es darf nicht jeden Abend so sein zwischen uns...(Dabei steht es ihm mehr als zu, auch mal was über die Situation sagen zu dürfen)
  • Ich fühle mich schlapp und habe das Gefühl ich werde krank. Hab Lust alles zu machen und nichts. (Schwer für IHN, weil er einfach nicht weiß wie sich das anfühlt und es dementsprechend auch nicht verstehen kann)
  • Ich habe schon keine Lust mehr meine Meinung zu sagen, weil ich nicht ständig als Nörgeltante dastehen möchte. (Ist bestimmt toll für ihn, wenn ich irgendwann nur noch seiner Meinung bin und alles mache, damit ER nicht unzufrieden ist)
  • Ich muss ständig daran denken, dass ich jetzt schon einen echt dicken Bauch und keinen ätzende Blutung mehr haben sollte. Oder nach der Fehlgeburt doch eigentlich längst ganz von selbst hätte schwanger werden müssen. (Was für ein riesengroßer Mist und Gott sei Dank sage ich ihm davon kein einziges Wort)
  • In den Wochen vor den Erdbeerwochen denke ich besonders an den kleinen Schmetterling, der nicht bei uns bleiben wollte. Nicht weil ich jeden Monat pünktlichst meine Tage bekomme, sondern weil sich in dieser Woche alles besonders schlimm anfühlt. Auch die Traurigkeit. (Ich möchte mit IHM momentan nicht darüber reden. Eigentlich möchte ich gar nicht darüber reden. Und doch ist mein Herz so voll davon)
  • In dieser Zeit ist es beziehungstechnisch vermutlich alles andere als einfach mit mir. Es krieselt und bröckelt die heile Wünschewelt aufgrund klitzekleiner Kleinigkeiten und lässt meine ganze große Liebesglückglitzerwelt ins Wanken geraten. (Mein armer Lieblingsmann. Ich will nicht dass es bröckelt und ich will auch nicht, dass er es irgendwie schwer mit mir hat)
  • Ich lege alle Worte die man mit mir spricht auf die Goldwaage. Hinterfrage jede kleine Geste. (Ich kann mir vorstellen wie es IHM Spaß macht mit mir ernsthafte Gespräche zu führen)


Das alles nennt man wohl PMS. PsychoMonsterSyndrom. Braucht kein Mensch. 

Das alles weiß ich. Das alles ist mir schwer bewusst. Und gegen das alles bin ich irgendwie machtlos. Ist es gerechtfertigt zu sagen: ist eben so, so bin ich halt in der Zeit! Oder kann man sich nicht echt auch mal zusammenreißen? 

Da es zum Zusammenreißen sowieso nun schon zu spät ist, hilft eigentlich nur...ja was eigentlich? Schokolade? Na gut wegen mir. Lindt. Hello my Name ist Sweet Popcorn. Ja die hilft ganz gut. Schon mal im Lindt-Outlet geshoppt? Da werdet ihr verrückt sag ich euch. Die nächsten drei PMS-Attacken sind schon mal schokoladig abgesichert würde ich sagen...


Donnerstag, 2. Juli 2015

Und wieder mal Urlaubszeit :)

Da sitze ich nun und es ist zum Greifen nah. Der Urlaub. Das Packen. Die Vorfreude. Alles da :)

Und ich kann es kaum erwarten, unsere Koffer ins Auto zu verfrachten und am Samstag gaaaaaaaaaaanz früh aufzustehen um endlich loszufahren. Der einzige kleine Wermutstropfen: das Katzenmamaherz. Es tut mir immer furchtbar leid, die zwei Katzenjungs alleine zu lassen. Aber sie sind wirklich gut versorgt und ich muss mir um Streicheleinheiten und Leckelivergabe wirklich keine Sorgen machen. Trotzdem. Man vermisst eben. Manchmal sehr. 

All die traurigen Gedanken versuche ich ebenfalls hier zu lassen, selbstverständlich im Keller, nicht bei den Katzenjungs. Es trägt sich nämlich immer so schwer mit ihnen im Gepäck. Schließlich wollen wir uns erholen, wollen die Zeit zu zweit genießen und wollen wieder erfühlen wie es ist, glücklich die Nase in die Meeresbrise zu halten. Ich hoffe es funktioniert und ich habe nicht zu viele Erwartungen in diese Woche. Denn so ist es ja oft ;) 

Hier ist bis Samstag noch ordentlich was los, ich wollte nämlich vorher noch so viel erledigen. Durch Einspringen wegen meiner rückenkranken Kollegin (etwa mindestens 10 Jahre jünger als ich) ist mir noch ein weiterer Tag mit Spätschicht vermiest worden. Allerdings kann ich mir gut vorstellen woher sie die Rückenschmerzen hat, ich werde nämlich die nächsten zwei Tage wohl auch Ibuprofen frühstücken....Danke hierfür an dieser Stelle. 

Ob die Post auch Rückenschmerzen hat und deswegen nicht arbeiten kann? Ach nee...die streiken ja. Ohne Rücken. Ich warte nämlich schon soooo lange auf zwei Pakete. Ich stelle mir so einen Streik ganz nett vor. 30 Grad, vermutlich ein Stand mit kühlen Getränken, vielleicht noch ein Snack? Am Ende verteilt jemand noch ein leckeres Stracciatellaeis. Oder man darf einfach nur Zuhause bleiben. Und geht anstatt zum Arbeiten zum Baden? Hm. Eindeutig besser als im stickigen Patientenzimmer übervolle Einlagen zu wechseln. Bei 30 Grad. Naja ich hab mir den Job ja auch ausgesucht. Keine Frage. Nur stößt es mir sauer auf, dass ich mal meine Arbeit nicht einfach so niederlegen kann, weil ich schon lange lange das Gefühl habe ein bisschen zu wenig zu verdienen. Ich kann nicht einfach mal nicht zum Dienst kommen, weil ich es zum kotzen finde, dass ich noch 5% meines Gehaltes abgeben muss, damit es der Klinik besser geht. Es stößt mir sogar in diesen Tagen so sauer auf, dass ich fast Sodbrennen davon bekomme! Sogar so sauer, dass ich das in meiner "Mein Leben ist schön Woche" gleich nochmal erwähne. Aber ich wäre natürlich froh, wenn die Post damit was erreichen kann. Und die Postboten dann zufrieden sind. Und meine Freunde vom Kindergarten und von der Kita auch. 

So jetzt aber her mit der Entspannung. Unentspannt losfahren will hier nämlich niemand. Und sollte die Post es doch noch fertig bringen in den kommenden 10 Tagen zu liefern, dann freue ich mich um so mehr, wenn ich nach Hause komme und da ZWEI Päckchen stehen.(Ich würde das dann ebenfalls in meiner "Mein Leben ist schön Woche" erwähnen.) Und vielleicht ja noch diverse Briefe? Ich kann mich ja schon fast nicht mehr erinnern wie ein Brief aussieht...So jetzt aber! Genug gelästert ;) 

Ich bin dann mal weg. Für schöne 10 Tage.

P.S.: Kitty mein Herz - wir haben tatsächlich Tickets für die Festspiele :P - ich bin sooooo gespannt!