Donnerstag, 23. April 2015

Zufrieden sein...

Ein Frühling ohne Kinderwunsch. 

Vielleicht noch ein Sommer ohne Kinderwunsch obendrauf?
Das wär schon was.
Ihn einfach weg schieben. In die Tonne kloppen. Mal nicht darüber nach denken was ist wenn...denn "wenn" gibts ja vielleicht gar nicht. 

Ich will nicht mehr, dass wir unser Leben danach richten. Dass wir noch einen Urlaub mehr danach richten, wenn es vielleicht doch...oder so in der Art. Ich will nicht daran erinnert werden jeden Tag. Aber wollen tun wir ja viel in Zeiten wie diesen.

Ich habe so sehr den Wunsch frei zu sein. Und doch habe ich auch so sehr den Wunsch für unser Baby. Wo überall neue Babys sind, wo der Frühling so nach Leben schreit und wo ich mich fühle als wäre ich vergessen worden...
Der Gedanke an unseren Kinderwunsch ist seit diesem Jahr verbunden mit einem echt fiesen Gefühl. Dem Gefühl alles verloren zu haben. Kinderwunsch hat für mich nicht mehr viel mit "hoffen" oder "an Wunder glauben" zu tun.  Worauf soll ich hoffen? Dass ich im besten Fall wieder schwanger werde und dann? Hoffe ich jeden Tag und jeden Morgen neu, dass das Baby dann bei uns bleibt? Würde bestimmt mega entspannt sein dann, nehme ich an. Woran soll ich glauben? Dass Gott sich mal für uns entscheidet? Ah nee, dann entscheidet er sich lieber für die Dame die schon 13 Kinder hat.
Also? Möööööööööööp. Unser Wunder geht jeden Tag noch ein Stückchen weiter weg von uns. Mit jedem Tag den ich schon geschafft hätte. Ich kann es schon fast nicht mehr sehen. 

Was ich viel mehr sehen kann, ist wie wir zwei alleine sind. Allein mit uns. Ich träume nachts schlecht. Träume gejagt zu werden. Träume IHN zu verlieren. Ich träume davon, wie alles zerbricht. Wo wir uns doch eigentlich so nah sind. Aber auch diese Nähe wird wieder selbstverständlich. Klar, das alles ist ja nun schon ein paar Tage her. Wir stehen vor neuen Herausforderungen. Wir reden nicht mehr so osft über die Fehlgeburt und über den Schmerz. Es ist einfach ein Stück Vergangenheit. Manchmal muss ich weinen, aber mir fehlen die Worte. Es ist eben alles gesagt.

Eine individuelle Energiewiederherstelltherapie, eine die mir vielleicht etwas die Last vom Herzen nehmen kann, hat mir damals geholfen wieder ein bisschen Lebensmut zurück zu bekommen. Es hat schon mal funktioniert, also wird es wohl auch diesmal funktionieren. Obgleich ich mir die Frage stelle, ob jemals wieder irgendwas funktioniert. Aber wenn es mich etwas zufriedener macht, dann hab ich schon gewonnen. Dort anzurufen und einen Termin auszumachen steht als nächstes auf meiner To-do-Liste. Ganz ohne Hilfe geht es wohl doch nicht...

Der erste kleine Schritt in Richtung Zufriedenheit war ein Gespräch, das wir am Wochenende geführt haben. Wir sind bereit einen Schritt vorwärts zu machen. Wohin uns das führt? Who knows...aber besser als stehenbleiben. Das halte ich momentan auch nicht aus. Dieser Stillstand, dieses Abwarten, dieses Warten, worauf auch immer...fast unerträglich, vielleicht aber leider nötig...vielleicht aber doch auch nicht...
Wir lassen uns überraschen wohin uns unsere Reise als nächstes führt, wir wollen beide bald Ruhe finden. Ankommen. An einem Ziel, das wir beide so akzeptieren können. Langer Weg. Lange Reise. Lange Gespräche. Langes Jahr. 

Montag, 20. April 2015

MakroMontag

Ich bringe heute ein bisschen Sonne mit in den Montag.
Seit letzter Woche blühen sie auch bei uns im Garten. Die Osterglocken. Endliiiiiiiiiiiich!





Habt alle eine tolle Woche und lasst euch die Sonne ins Herz scheinen.

Ich schicke meine Foto´s schnell weiter zu:



Mittwoch, 15. April 2015

Heiter bis wolkig oder einfach nur wechselhaft.

Da steh ich nun und wieder, bin genervt, zieh ne Flappe an so nem schönen Tag wie heute... Warum? Na weil er sich auch nicht entscheiden kann. Weil seine Worte doch irgendwie nach Hoffnung klingen. Und irgendwie auch nicht. Weil ich mich wieder mal in der ganzen Situation vielleicht wichtiger nehme als ihn. Weil er - na klar - mit entscheidet. Weil ich bisher so mit meinen Gedanken beschäftigt war, scheint mir tatsächlich entgangen zu sein, dass er auch was zu sagen hat, was unsere Zukunft angeht. Weil er vielleicht ein bisschen dafür ist, wo ich dagegen bin. 

Wir sind uns einig. Meistens. Wo ich aber heute inbrünstig NO WAY sage, sagt er: vielleicht. Wo ich heute denke, bitte lass es einfach vorbei sein, sagt er mir in seinen Worten irgendwie, dass es das noch nicht ist. Wo ich mich auf all die neuen Dinge freue, sagt er: ja jetzt machen wir erst die neuen Dinge, vorher machen wir nicht weiter. 

Ähm wie bitte? Weiter?

Innerlich wehrt sich alles in mir gegen irgendwelche Schritte in Richtung weiter. Für mich hat sich der Spaß erledigt. So mein heutiger Stand. Mir ist alles zu viel. All die positiven Menschen. All die, die daran glauben alles könnte gut werden. All diese positive Energie, die mir meinen letzten Nerv raubt. Ich will das nicht mehr. Wer zur Hölle glaubt denn nach so viel Schrott noch an "alles wird gut" in Sachen Kinderwunsch? 

Aber - ich mache die Rechnung ja natürlich nicht ohne ihn. Wir werden einen Weg finden mit dem wir beide klar kommen. Mit dem Ende des Jahres endet unser Weg, darin sind wir uns einig. Wir haben aber noch nicht diskutiert welches Jahr...nein...Spaß beiseite. 
Bisher haben sich so viele unserer Einigkeiten als null und nichtig erwiesen. Es ist einfach so zermürbend. Es geht mir auf und an die Nerven. Weil genau eben immer alles anders kam...(wuhuuu wie spannend) deswegen haben wir uns immer wieder anders und neu entschieden.  

Ich will kein Miesepeter sein. Und ich will keine Flappe ziehen, damit er dann traurig ist. Noch trauriger. Nein nein nein. Mal schauen wie es uns beiden nach unserem Gesprächstermin in der Kiwu geht...bis dahin bin ich eben innerlich noch ein bisschen verdrießlich und verstimmt.

Und es ist außerdem April. Wechselhaft wie das Wetter ist eben auch unsere Stimmung...wechselhaft sind alle die Entscheidungen, die man trifft hier. Es gibt keinen klaren eindeutigen Weg. Es ist alles verwinkelt und versteckt und teilweise mit Wurzeln zu gewachsen. Meine Zehen merk ich schon gar nicht mehr, weil sie ständig in den Wurzeln hängen bleiben. Meine Knie sind schon ganz blau, weil ich ständig stolpere und doch wieder den gleichen knorrigen Weg weiter stolpere. Zack kommt wieder ne scharfe Kurve und eh man sich versieht läuft man eben da lang. Meine Arme sind verkratzt von dem ganzen Gebüsch, dass wirr in den Weg reinwächst. Gibt es hier eigentlich niemand der diese fiesen Büsche mal zurechtstutzt? Ab und zu findet man ein Überraschungsei im Moos, nur damit es nicht langweilig wird. Klar schmeckt ja schon lecker die Schoki...vielleicht kommt ja in 10 Kilometern noch eins...oder vielleicht ne ganze Pralinenschachtel? 

Ach was.


Montag, 13. April 2015

MakroMontag

Miniorchideen für den MakroMontag.

Heute fotografiere ich die Überbleibsel der Tischdeko von unserer Hochzeit. Der Orchideenliferant behauptet immer noch, dass es echt schwer ist, die kleinen Minis bei Laune zu halten und sie wieder zum Blühen zu bringen.

Nun - wir haben 2011 geheiratet und die treuen Blümchen blühen mehrmals im Jahr um die Wette ♥ ich werte das als ein gutes Zeichen!








Ich freue mich jedes Mal riesig, wenn aus den dürren Stängelchen wieder saftige kleine Knospen kommen :)

So bekommt diese Bilder auch diesen Montag wieder: Steffi von glasklar&kunterbunt . 



Freitag, 3. April 2015

Häßliche Zeiten.

Die Angst irgendwann nicht mehr mit reden zu können... Nicht mehr mit dabei sein zu dürfen...Es gibt sie zwar noch, die Menschinnen, die sich nicht nur über vollgekackte Windeln oder pupsende Milchmäuse unterhalten aber dennoch unterhält sich gefühlt die ganze Welt darüber.
Irgendwann ausgeschlossen zu werden, weil man eben nicht dazu gehört und ja sowieso nichts von alle dem versteht. Manchmal auch das Wegdrehen, weil man sich bewusst ist, dass man davon wohl tatsächlich nichts versteht...

Dieses dazu gehören wollen...warum nur...

Ganz einfach weil es schön ist. Weil Kinder Leben bedeuten. Weil Familie schön ist. Weil ein komplett von so einem Wunderwesen umgekrempelter Alltag schön ist. Bestimmt nicht immer. Bestimmt sind da abertausend Sorgen. Aber mal ehrlich - keine würde trotz Übermüdung und vollgekotzten Klamotten sagen, dass es nicht wunderbar ist eine Familie zu sein. Oder? Dieses Wir zu spüren jeden Tag...

Wir stehen immer nur am Zaun. Wir versuchen immer mit einem Fuß drüber zu klettern. Bleiben oft hängen, verheddern uns im Zaun. Wie so Vollidioten stehen wir da. Versuchen es immer und immer wieder. Auch wenn wir noch so oft mit dem Hintern im Dreck landen. Manchmal trifft uns ein mitleidiger Blick von der anderen Seite des Zauns, der wird irgendwann dann auch ausbleiben.

WIR gehören einfach woanders dazu. Ja genau. Und dort sind auch ganz viele. Komischerweise verkriechen die sich überall. Man muss sie regelrecht suchen...die, die auch kinderlos sind. Für immer. Bestimmt mache ich dann irgendwas ganz großes aus meinem Leben. Irgendwann habe ich dann bestimmt auch einen Plan. Wenn ich inzwischen nicht plötzlich 80 geworden bin. 

Ich weiß, dass es anders, dass es irgendwann richtig und gut sein wird. Tief im Herzen weiß ich das. Ich weiß, dass wir fähig sind unser Leben den Gegebenheiten gemäß umzugestalten. Wir sind ja nicht bekloppt. 

Und in der Zwischenzeit wachsen an allen Ecken und Enden die Bäuche. Wieviel Schwangerschaft ist für mich noch übrig? Ahhh Moment: Schwangerschaft ist aus...Ein Baby für uns? Na immerhin ein kleiner Vorgeschmack, damit müssen wir uns wohl zufrieden geben. Behalten dürfen es Andere.
Hauptsache die 15jährige die sich in der Schwangerschaft noch Crystal Meths reinpfeift bekommt irgendwann noch ein drittes und viertes Baby, das nach seiner Geburt die Hölle durchleben muss, das mit seinen deformierten Füßchen vielleicht nie laufen kann. Aber vielleicht überlegt sie ja doch ob sie es wegmachen lässt. Sonst müsste sie es ja ihren Eltern und ihrem Ex sagen...

Das was ich gerade bin ist vermutlich mal so richtig IGITT. Tja allermeistens fühle mich mich sogar auch noch so...

Ich bin im Augenblick so wütend. Noch mehr wütend als traurig, dass ich vielleicht gegen den Strom schwimmen lernen muss. Dass mich diese Aktion noch mehr Kraft denn je kostet. Dass ich nicht diese Eine bin, die wenn auch mit Mühen aber doch immerhin über den Zaun drüber geplumpst ist. Oder die eine Wunderfrau, die dann doch irgendwie hoppala schwanger wurde. Ich bin wütend darüber, dass ich mich irgendwann vom Zaun umdrehen muss. Dass ich gehen muss. Dass sich vermutlich nicht mal jemand daran erinnert, dass ich da war. Warum auch. Die Kletterversuche waren ja recht unspektakulär.

Zynisch? Böse? Verbittert? Wegen mir heute alles zugleich.

Von Kitty´s beschriebem Teufel (→look and see) sitzt heute eine ganz Horde auf meiner Schulter. Da kommt der eine Engel nicht mit. Natürlich werde ich mich im Herzen mit den neuen Babys freuen. Besonders wenn es Mama´s sind, die mich in meinem Leben begleiten. Ist doch klar. 
Dass es gerade jetzt noch einen Stich im Herzen gibt ist doch ebenso klar. Und es würde doch allen in dieser Situation so gehen, nicht wahr? Ich brauche eben noch ein bisschen Zeit...

Und trotzdem wird es immer so sein, dass ich es bin, die sich für Andere freut. Immer nur für Andere. Ich freue mich manchmal sehr. Manchmal auch mit einem dicken dicken Klos im Hals. Bei manchen mir nicht so wichtigen Menschen tue ich so als würde ich mich freuen. Man besitzt ja wenigstens noch ein bisschen Anstand.
Meine Freundin näht die süßesten Babysachen, aber eben nicht für mich. Immer sind es die Anderen, die dieses gewisse Strahlen haben. Immer bleibe ich übrig. Immer ist der Korb schon leer, wenn er an mir vorbeigereicht wird. 
Ach schau, wieder eine schwanger! Toll, das Zweite schon! War so geplant - cool, dass es so geklappt hat! Was für eine riesen Freude. Ja. Wenn ich ehrlich bin schon. Es ist ein Riesenfreude. Und ich bin traurig über mich selber. Über das was da in meinem Kopf passiert. Über die vielen selbstmitleidigen Gedanken. Aber so ist es eben. So fühlt sich das an. Irgendwann mal in deinem Leben, wenn du am Ende dieser Geschichte angekommen bist. 

Und da es kein Überalleshinweglächelalleswirdgutblog ist, müsst ihr da mit durch. Auch durch die häßlichen Zeiten. Durch die allerhäßlichsten sozusagen. Hier wird nichts mehr schön gelächelt und auch nichts mehr weggelächelt. Hier wird maximal am nächsten Tag die Sonnenbrille aufgezogen und der Kragen des Mantels hochgeklappt, weil ich mich vielleicht über die viele Verbitterung in diesen Worten schäme. 

Heute also absolut Karfreitagsungeschminkt. Lasst euch nicht erschrecken. Ich bin´s...immer noch leidend, immer noch traurig...immer noch verletzt...immer noch mit ganz viel Leere im Herzen. Ich kämpfe...ja wofür eigentlich? Dafür vielleicht auch dagegen. Ich habe keine Ahnung. Vielleicht momentan auch nur, um mit dem Kopf über Wasser zu bleiben...


Ich wünsche mir irgendwann tatsächlich über den Schmerz, den Verlust und die Leere hinweglächeln zu können. Und zwar von Herzen. Ich wünsche mir und allen denen es genau so geht, dass wir unsere Zufriedenheit wieder finden. Dass das Glück uns die Hand reicht. Uns ein Lächeln schenkt und und über den Kopf streichelt. Uns ins Ohr flüstert: hey Kleines - jetzt ist alles gut. Und ich wünsche mir, dass ich es dann fühlen kann. Dieses ALLES IST JETZT GUT.