Mittwoch, 25. Februar 2015

Die Zeit vergeht, die Erde dreht sich wieder.

Wir kämpfen uns durch und es wird besser. Weil ja alles wieder weiter geht. Draußen ist alles so wie immer. Es hat sich nichts verändert. Nur hier bei uns, da ist das Loch immer noch dunkel. Aber nicht allgegenwärtig. Denn auch hier bei uns geht es weiter. Wenn auch anders als bisher. Anders ach ja. Das anders nicht immer gut ist, hat mir wohl diese Geschichte recht deutlich bewiesen. 

Wir machen nun bewusst Dinge gemeinsam. Wir gehen bewusst raus. Essen bewusster gemeinsam. Lenken uns ab. Wir sind uns noch näher. Ich halte mich sehr an IHM fest, weil ich immer noch das Gefühl habe ohne ihn kaum atmen zu können. Das wiederum tut mir ein bisschen leid für ihn, weil er doch auch ein bisschen Luft zum Atmen braucht. Noch hab ich das Gefühl ihm nicht den Halt geben zu können, den er braucht. Hase das tut mir so leid...

Mittlerweile können und trauen wir uns wieder zu lachen. Wenn auch nur zu zweit. Außerhalb unserer vier Wände fühlt sich mein Lachen etwas aufgesetzt an. Es kommt irgendwie noch nicht von Herzen. Und doch lächle ich, weil ich nicht will, dass alle die Leere sehen, in der ich sitze. 

Diese Leere fülle ich jetzt wieder mit Arbeit. Ich war lange zu Hause. Das war gut so. Und dafür bin ich nach wie vor sehr dankbar. Wir füllen die Leere in dem wir wieder was verändern wollen. Räumlich und äußerlich kann man schließlich vieles zeitnah reparieren und schöner machen. 

Ich habe trotzdem immer mehr das Gefühl, vom Leben eine Ohrfeige bekommen zu haben.
Was für ein entscheidender Vorteil. Immerhin. Jetzt war ich schon mal schwanger. Das ist toll. Es fühlt sich in etwa so an: endlich einen kleinen Schritt weiter als nur negativ...endlich einmal dieses unfassbare Glück geschnuppert...einmal das Glück kurz angefasst...
Ich fühle mich in den Arsch getreten. Ich war genau zwei Tage glücklich, dann hielt es jemand für besser uns alles wieder weg zu nehmen. Jemand. Ja. Ich brauche einen Schuldigen. Dabei bin ich es vielleicht. Denn schließlich war es mein Körper, der wohl einfach nach wie vor nicht in der Lage ist...

Ich bin traurig und wütend zugleich, weil ich denke, dass wir diesen Alptraum nicht verdient haben. Keiner hat das. Ich musste bewusst miterleben, wie wir eine Woche lang dieses kleine Glück verlieren. Mit jedem Gang auf die Toilette musste ich es gehen lassen. Ich war noch nie zuvor so verzweifelt und dieser Schmerz war so fies. Wie viele kennen dieses Gefühl nur zu gut...


Und ich halte fest. An all dem, was an das was passiert ist erinnert. Ich halte immer wieder den positiven Test in der Hand. Mag mir gar nicht vorstellen wie es sein wird, wenn er verblasst. Obwohl alles fest in meinem Herzen ist, kann ich es kaum ertragen, wenn all die Zeichen weg sind. J. meine Liebe, ich kann dich besser verstehen denn je...und dann komme ich mir gleichzeitig so arm und klein vor. Weil ich nicht loslassen kann. Weil ich nicht möchte, dass der kleine Schmetterling weg von uns fliegt. Obwohl er das doch schon längst ist...aber vielleicht ist es auch einfach noch zu früh...vielleicht bin ich einfach noch nicht so weit...wer weiß wie viel Zeit für mich vergehen muss...

Trotzdem wünschen wir uns wieder ein bisschen Normalität zurück. Nach über 6 Wochen Ausnahmezustand. Wir versuchen für diese Zeit einen Abschluss zu finden. Werden ein paar Tage weg fahren. Ein paar Tage den Ort und die Räumlichkeiten wechseln. Neue Pläne machen. Schließlich hat dieses Jahr erst angefangen. Da jetzt alles anders ist, müssen wir wieder (mal) umdenken. Müssen doch wieder vielleicht ganz andere Pläne machen. Stehen wieder am Anfang. 

Der Zauber ist verflogen und wir haben wieder verloren. Mittlerweile 6:0. Genaugenommen schon 8:0. Aber wer zählt schon das was vor der ICSI war...Letztendlich hatten wir vor nach dem 3. Negativ aufzugeben...hätten wir bloß...dann wäre uns das alles erspart geblieben...



Freitag, 20. Februar 2015

Es ist so schwer...

Dunkel war der Tunnel, 
eng, voll blanker Angst.
Die Nerven am zerfetzen, 
innerlich verkrampft.
Hoffnung fast verloren, 
doch blieb stets dieses Licht.
Ganz weit zwar noch, am Ende
des Tunnels fest in Sicht.
Nie geahnte, neue Kräfte freigesetzt.
Gespürt, dass nichts rein gar nichts, den Willen dir ersetzt.
Hart gestrampelt, dem hellen Ende nah,
plötzlich alles richtig, plötzlich alles klar.

Ich hab geweint vor Glück, geweint vor Glück,
alle Dämme brachen, trotzdem blieb die Katastrophe aus.
Geweint vor Glück, geweint vor Glück, 
hab mich höchstens meiner Tränen stolz geschämt.
Ich hab geweint...vor Glück....

Mit dem Schicksal gehadert, alle Welt verflucht,
im Meer aus Selbstmitleid ertränkt, 
und so mein Heil gesucht.
Zweifelsmarterpfeile quer durch Herz und Hirn,
verbissen gegen angekämpft, so gut es eben ging.
Lenken lernt nur, wer genügend übt,
jede Menge Fehler, bis nichts die Richtung trübt.
Bin angekommen, sei´s auch nur am ersten Ziel.
Alles ist jetzt richtig,
gewonnen ist schon viel.

Ich hab geweint vor Glück...

(Pur)



Wir durften ganze zwei Tage so unfassbar glücklich sein, dass uns immer wieder die Tränen kullerten, weil wir so dankbar waren. Dann kam die Katastrophe doch zurück. Wir sind zum ersten Mal in 5 Jahren angekommen. Und fühlen uns so verlassen wie nie zu vor. 
Ich leide unheimlich. Jeden Tag. Ich hoffe es wird bald besser. Im Ultraschall ist nichts mehr zu sehen. Es scheint als wäre nichts gewesen...alles wie zuvor. Und doch alles komplett anders. 

Ich frage nicht mehr warum. Du wirst es wissen. Du bist fest in unseren Herzen, auch wenn es sich momentan mehr nach Leere anfühlt als nach dir. Ich vermisse den Zustand in dem du noch da warst so, dass mir alles weh tut. Dich gehen zu lassen war das schwerste, was ich bisher tun musste. Kleiner Schmetterling...vielleicht kommst du irgendwann zu uns zurück. Ich weiß du bringst uns irgendwann wieder ein bisschen Sonne in unser Leben zurück. Und wer weiß, vielleicht können wir uns irgendwann mit einem kleinen Lächeln an dich erinnern. Lass uns nur noch ein bisschen trauern. Dich noch ein kleines bisschen mit den Zeichen die du uns da gelassen hast festhalten. Es ist einfach so schwer...


Mittwoch, 18. Februar 2015

Die Welt steht still.

Meine unsere Welt. Nichts geht mehr.
Heute werde ich einfach liegen bleiben. Ich habe keine Kraft um aufzustehen. Wozu auch. Wir fühlen uns hilflos und es tut alles weh. Alles. Der Kopf. Die Augen. Mein Herz. Mein Magen. Mein Bauch. Meine Füße. Meine Arme. Alles. Diese Art Traurigkeit kannte ich noch nicht.
Wir halten uns mit an den Händen halten über Wasser. Oft am Tag vermisse ich seine Nähe, die Momente in denen ER nicht zu Hause ist sind manchmal fast unerträglich. Er weiß das. Und er hält mich sobald er wieder da ist.
Die Blutung wird ein bisschen weniger. Alles in mir hofft deswegen auf ein Wunder am Freitag bei der Kontrolle. Wie armselig. Nach drei Tagen heftigster Blutung...man kann eben nicht aus seiner Haut raus. 
Ich drehe mich einfach um. Zieh den Vorhang noch ein bisschen weiter zu und versuche die Situation weg zu schlafen. Weg zu Träumen. Was auch immer. 
Wie muss es den Frauen gehen, die das Herzchen schlagen sahen...
Unser kleines Wunschkrümelchen war da. Ob nun mit oder ohne Herz. Es macht für mich keinen Unterschied. Es hat sich was entwickelt, nur hat es sich doch noch kurzfristig anders entschieden.

Ich möchte mich so sehr bedanken. Für eure Worte. Für eure Stütze. Es hilft doch ein bisschen. Dass ihr uns begleitet. Dass ihr so viel Mitgefühl zeigt. Dass ihr Teil unseres Fallschirms seid. Dass ihr einfach da seid...Von ganzem Herzen DANKE.


Montag, 16. Februar 2015

Das Ende

Mein HCG hat sich zu gestern nicht verändert. Die Blutung schon. Sie wird stärker. Die Ärztin sah beim Ultraschall einen deutlichen Blutfluss in der Gebärmutter. Ich kann die Medikamente absetzen. 

Wir können unser kleines Glück nicht mehr fest halten. Das Baby macht sich auf den Weg...

Wir fallen...und hoffen, dass uns jemand irgendwann aus diesem Alptraum aufweckt. 

Sonntag, 15. Februar 2015

Glück und Verzweiflung...so nah...

12 Uhr. Ich blute. Richtig.

Verzweifelt rufen wir unter der Notfallnummer der KiWu an. Der Prof. geht ran und sagt man könne nicht viel machen. Wir können in die Ambulanz zum Nachschauen, aber man wird möglicherweise nichts sehen.

Wir waren dann heute nachmittag im Krankenhaus. Auch die Ärztin dort sagt, sie macht keinen Ultraschall, weil man nicht sehen wird. Es sei noch zu früh. Mir wurde Blut abgenommen und den HCG-Wert konnten wir heute Abend erfragen. Er liegt bei 430. Die Ärztin sagt es sei ok.
Sie faxt den Wert in die KiWu, dort soll ich morgen gleich anrufen.

Wir sind überfordert mit der Situation. Wir können einfach nur zusehen. Zusehen, wie die Blutung immer mehr wird. Ich hatte noch nie solche Angst in meinem Leben. Es ist einfach nur schrecklich. 

Mein Baby ist laut App 2mm groß. Ich bin aktuell 4+6. Ich bin schwanger. Noch. Und ich kann nicht fassen was da gerade passiert.

Mein Leben ist schön!

Woche vom 09. bis 15. Feburar


Da sind sie nun...

diese Gefühle, mit denen Herr und Frau Wünschdirwas heillos überfordert sind. 

Während wir uns immer wieder ungläubig anlächeln ziehen sich doch dicke Sorgenfalten auf der Wünschestirn.

Bereits am Freitag Abend der erste kleine Schock. Bräunlicher Ausfluss. So schnell kann man gar nicht kucken, wie der Körper null komma nix alle Funktionen aussetzen lässt. Ein Gefühl der Ohnmacht und es fängt alles an zu zittern.

Mein Schatz sagt es wird alles gut.

So schlafen wir ein. 

Am nächsten Morgen ist es immer noch da und das gleiche Gefühl breitet sich aus. Ich kann nicht mehr aufhören mit zittern und spüre diese Angst so unfassbar direkt. Es zieht und muckert im ganzen Unterbauch. Ich würde mich am Liebsten bis nächsten Freitag ins Bett legen. Decke drüber. Aus. Vielleicht ein gelegentlicher Blick auf den positiven Pinkeltest, damit ich glaube was passiert. 

Am Abend dann wird es schlimmer. Ich habe arge Bauchmensschmerzen, mein Magen brennt, ich bekomme starke Kopfschmerzen und ich habe zwei Stunden lang das Gefühl ich muss mich übergeben. Was ich dann endlich gegen Mitternacht auch kann. Der Ausfluss wird heller. Noch ist es kein frisches Blut. Aber die Angst davor ist unfassbar groß. Ich bin unheimlich verzweifelt. Mein Lieblingsmann ist nicht da, er hat ein wichtiges Spiel, im Falle eines Negativs wäre er bei mir geblieben. Als er ging war noch alles ok. Er sagt so viel Angst haben ist nicht gut. Ja....mach was dagegen...
Ich fühle mich so unsicher ohne ihn. Aber am Liebsten wäre ich 24 Stunden nur in seinem Arm. Dann wüßte ich uns könnte nichts passieren...

Und schon ist man in der Kinderwunschrealität zurück. So unglaublich dieser Moment am Freitag war, so unglaublich unsicher sind all meine Gefühle. Ich hatte mir vorgestellt mich pausenlos zu freuen. Zu platzen vor Glück. Die Welt zu umarmen und wie ein Gummiball durch die Gegend zu hüpfen. Das mach ich in Gedanken. Immer wieder und mehrmals am Tag. Unter Tränen. Weil ich solche Angst habe. In regelmäßigen Abständen kommt dieses große Zittern. Sogar die Knie wackeln dann dabei. Und wieder ist es anders als wir es uns vorgestellt haben...vielleicht ja wieder ein gutes Zeichen?

So sitzt sie da und zittert wie Espenlaub und betet und hofft und wünscht einfach weiter bis jemand sie aufweckt und sagt: Hey es ist real, es wächst, euer Baby ist ok ♥ es wird alles gut.

Lieber Gott jetzt wo es ist wie es ist, lass uns frei sein ♥ nimm uns dieses Wunder bitte nicht wieder weg...

Freitag, 13. Februar 2015

Freitag der 13.

Ich bin nach wie vor sprachlos. Mir zittern nach wie vor die Hände. Wir sind auch Stunden später noch immer überwältigt und gerührt. Wir hatten diesmal Glück. Und ich bin das erste Wochenende in meinen 35 Jahren richtig schwanger. Ich halte heute das erste Mal in 35 Jahren einen positiven Test in meinen Händen. Ich weine heute weil ich so viel Glück nicht fassen kann. Ich kann es nicht mal in Worte fassen. Wir sind unendlich dankbar für dieses kleine riesengroße Wunder das uns gerade passiert. 

Ich danke euch so sehr, für eure so lieben Worte. Für euer Dasein. Für euer Begleiten auf dem so harten Weg. Dass ihr so lieb mitgefiebert habt und uns so viel Glück, Daumen und Pfoten geschickt habt. Dass ihr mir Mut gemacht habt und dass ihr an meiner Seite wart. Dass ihr uns dieses Wunder so fest gewünscht habt. 


Ich empfinde einfach nur Dankbarkeit. Wir sind tatsächlich dran. Wir sind dieses Mal nicht übersehen worden...dieses kleine Wunder hat den Weg zu uns gefunden. Ganz ehrlich? Begriffen hab ich das noch nicht so ganz...ich muss immer wieder die Hand meines Lieblingsmannes nehmen und sie ganz fest halten. 








Donnerstag, 12. Februar 2015

8 Jahre

8 Jahre DU und ICH.

 Vor 8 Jahren beginnt die Geschichte UNSERES Lebens.

Die Geschichte eines Lebens, das ich mir ohne dich nicht mehr vorstellen kann. Du bist mein Fels, mein Glückstreffer, mein Herzensmann und meine große Liebe. Du bist ALLES für mich und ohne dich ist ALLES nichts.

Du hast es nicht immer einfach mit mir. Ich bin nicht immer so nett, wie man hinter diesen Zeilen vermuten könnte. Ich bin oft ungerecht, launisch und sehr aufbrausend. Bestimmt bringe ich dich innerlich oft auf die Palme. Aber DU hältst es aus. Du gibst mir das Gefühl alles mit mir und für mich auszuhalten. Du bist der gutmütigste und sanftmütigste Mann der mir je begegnet ist und dass du an ausgerechnet meiner Seite bist macht mich jeden Tag unfassbar glücklich.

Danke, dass du mir immer wieder so liebevoll meine Tränen trocknest.
Danke, dass du mir bei dem immer gleichen Thema zuhörst. Danke, dass du mich nie alleine lässt. Danke für deine Geduld mit mir und deine Liebe die du mir schenkst. Danke für das unbeschreibliche Gefühl, wenn ich in deinem Arm liege.

Heute 8 Jahre später saß ich in einer Praxis. Weit weg von dir, deine guten Gedanken und das Gefühl deiner schützenden Hand hab ich mitgenommen. Ich bete und wünsche mir so sehr, dass dieses Röhrchen unser Leben nochmal verändert. Dass uns der Tag morgen eine Richtung weist. Ich würde dir so gern zu unserem Jahrestag dieses Geschenk schenken. Diesen einen positiven Test. Damit unser kleines Glück perfekt ist.  

Doch auch ohne diesen Test wird es Glück geben. Sogar viel davon, denn DU bist es der für mich Glück bedeutet. Du machst mich komplett. Egal was passiert.
 DU bist es. Von ganzem Herzen. 



Dienstag, 10. Februar 2015

Übermorgen

Übermorgen ist die Blutabnahme. Dann kommt Freitag. Der 13. Der bisher gefürchtetste Tag in diesem Jahr.

Die Wunschkrümel haben sich schon lange entschieden. Nur leider weiß ich nicht für welchen Weg.


Wie immer habe ich beide Szenen im Kopf. Auch wie es hinterher weiter geht. Alles klar vor Augen. Wenn es läuft, ich spüre nur einen Hauch dieser Aufregung, die diese Nachricht hinterlassen würde. Was für eine Erleichterung es wäre. Es irgendwie schon mal geschafft zu haben. Einen Anfang von etwas zu haben. 

Oder aber Plan B, wie wir versuchen hier alles umzukrempeln. Wie wir versuchen ein anderes Leben zu leben als wir uns vorgestellt haben.

Plan B gefällt mir nicht mehr so wirklich. Obwohl ich mich schon vergangenes Jahr ein bisschen mit ihm angefreundet habe. Aber jetzt wo er derjenige sein könnte, der sich hinterm Vorhang versteckt, mag ich ihn gar nicht mehr so. Plan B mit seinen unendlich vielen Möglichkeiten. Wuhuuu es steht uns alles offen. ALLES. Ja. Klar.

Wenn es aber läuft, dann wird sich unsere Welt von einer Minute auf die andere verändern. Es wird nichts mehr so sein wie es war. Ich WIR würden dieses Glück erleben dürfen. Ja. Wenn es läuft...

Am Sonntagabend hatte ich einen Systemausfall. Alle Funktionen spielten auf einmal verrückt. Noch am Parkplatz an der Klinik war alles ok. Die ersten Kilometer im Auto - alles gut. Dann diese kleinen Krämpfe. Direkt in der Mitte des Unterbauchs. Ich bekam so furchtbare Angst, dass ich kaum Atmen konnte. Es schnürte mir alles zu, ich konnte nur noch weinen. Ich hatte das Gefühl alles verloren zu haben. Alles. 
Zuhause dauerte es ein wenig, bis ich mich beruhigt hatte. Ich sagte mir immer wieder, dass es bestimmt nichts schlimmes bedeuten würde, dieses Gefühl von Wärme war jedoch weg. Nichts mehr da. Also doch nur eingebildet. Wie immer. Im Gegenteil. Seitdem fröstelt es mich. Ich würde am Liebsten den ganzen Tag mit Wärmflasche verbringen. Dieses Ziehen, das ich die ganzen Tage nun schon habe, ist auch heute wieder da. Immer eigentlich. Nur nicht immer gleich stark.

Wir sind froh, wenn diese Woche endlich vorbei ist. Wenn das hier endlich vorbei ist. Wir wünschen uns dieses positiv so sehr, dass uns alles weh tut. Wir leiden beide sehr unter dieser Situation. Dass wir das Aushalten müssen. Dass wir warten müssen. Dass wir bisher kein Glück hatten. Dass es so ist wie es ist. 

Lieber Gott...

...bitte.

Montag, 9. Februar 2015

MakroMontag

Heute habe ich für den MakroMontag noch ein paar Schneeflocken eingefangen. Schnee gab es ja die letzte Zeit genug...







Und hier schicke ich die Bilder hin: Zu glasklar&kunterbunt

Macht´s euch kuschelig!

Samstag, 7. Februar 2015

Das letzte Wochenende "ein bisschen schwanger"?

Was geht da vor frage ich mich und möchte so gern hinein sehen. Es zwickt und zwackt immer wieder. Mal links mal rechts, mal mittig mal im Magen. Mal schlimm, mal weniger schlimm. Mal gar nicht. 

Was ist da los?

Machen die sich ihr Bett? Ist da noch jemand? Oder bereitet sich alles da drin auf die große Blutung vor? Seit ein paar Tagen die gleichen Beschwerden. Unverändert. 

Mal bin ich ruhig, ganz entspannt, muss lächeln, weil ich so bin. Fühle wie Ruhe ist im Bauch. Wie mein Herz klopft und ich tausend Schmetterlinge im Bauch hab - oder vielleicht auch nur zwei? Und da ist ein bisschen Wärme - auch in meinem Herzen. Da ist Glaube. Glaube an das Gute. Wird es ein Anfang von was ganz Großem? Ich ertappe mich wie gut sich das anfühlt. Einbildung? Dann kullern wieder die Tränen, weil ich so Angst vor dieser Leere habe. Schaffen wir es diesmal tatsächlich? Werde ich auch diesmal wieder von all meinen Gefühlen getäuscht? Ich kann leider auch ganz direkt spüren wie sich DAS anfühlt.

Spannung, Grusel, Horror, Kribbeln, Hoffnung, Aufregung, Liebe, Angst, Zusammengehörigkeitsgefühl, Traurigkeit, Mut, Wut, Nervenkitzel, Mutlosikeit, Herzklopfen...so etwa fühlt sich das an. Jeden Tag. Noch genau so lang: 6 Tage bis zum Ergebnis...bald haben wir´s geschafft. 

Freitag, 6. Februar 2015

Nun...

der Bauch ist fast weg. Alles was ich fühle ist immer noch nur noch dieses Ziehen. Ich habe Angst zur Toilette zu gehen, weil ich denke es geht jeden Moment los. Aber auch das wird weniger...

Ich esse nicht mehr nur scharf sondern auch wieder Marmeladenbrot.

Ich wache morgens mit Hunger auf, nicht mit Übelkeit. 

Es ist nichts endgültig solange der Test nichts gegenteiliges sagt oder die Blutung tatsächlich kommt, schon klar. 

Vielleicht ist immer noch alles möglich.




Donnerstag, 5. Februar 2015

Fotoshooting #1 anstatt Trübsal blasen...

Halt still nur noch eins noch...

Und er tat es...




Mit seinen schwarz-melierten Ohren...


liegt er da...auf sein Kuschelfell gekuschelt.


Ich liebe diese Nase, er hat sie wohl extra für´s Shooting geputzt.


Die weiche Pfote, die nie nie nie mit Absicht die Krallen ausfährt.

Die sanften grünen Augen...








Der weltbeste Kater, der zu uns so gut passt wie kein Anderer. Der genauso viel Angst hat wie ich ;), mit Sicherheit das schreckhafteste Tier auf der Erde ist und uns so viel Katzenliebe schenkt. Er hat immer Zeit für eine Kuschelstunde. Er weiß, dass er den Krankheitsbonus hat. Er weiß, dass er mir irgendwann das Katzenherz brechen wird. Er weiß, dass er mit schmusen alles ALLES erreichen kann.
Mein kleiner Freund es wäre so leer hier ohne dich...

Mittwoch, 4. Februar 2015

Wie bescheiden...

Ich bin heute gefangen in einer großen Unsicherheit. Schon beim Aufwachen fühle ich mich so. Kaum den Kaffee rausgelassen könnte ich schon heulen. Warum? Keine Ahnung. Meine Oberschenkel haben Muskelkater, so wie sie es haben wenn die Erdbeerwoche kommt. Ich traue mich nicht mehr mich zu freuen obwohl ich weiß, dass noch nicht alles vorbei ist. Vielleicht wird es ja sogar diesmal einfach gut. Aber wer glaubt das schon, wenn er sich so fühlt.

Dieses Mal geht es uns genau anders als beim letzten Mal. Er muss lächeln, wenn er die Hand auf meinen Bauch legt. Trotzdem frägt er unsicher: was denkst du? Sind sie noch da?

Ich habe so unfassbar große Angst, dass sie weg sind. Dass sie auch dieses Mal wieder eine große Leere hinterlassen. Dass er sich umsonst freut. Letztes mal war es anders. Ich freute mich. Ich stellte mir vor, wie es ist. Eine dermaßen große Kugel spazieren zu tragen. Wie es ist, wenn es endlich da ist. Unser Wunder. Alle Zeichen waren auf Hoffnung. Heute erwische ich mich, wie ich den Gedanken möglichst weit weg verbanne. Meine Angst vor der bitteren Enttäuschung ist so so so groß. 

Ich habe Angst mir könnte jemand zuviel Mut machen. Ich habe Angst jemand sagt zu mir "mein Gefühl ist gut". Weil ich 5 mal erlebt habe, dass die Gefühle anderer immer gut waren. Andererseits freue ich mich, wenn andere das positive fühlen, denn ich fühle nichts. Weder gut noch schlecht. Ich fühle maximal Verzweiflung. Ich habe Angst jemand könnte sagen, du siehst toll aus. Ich habe Angst, kleine Babys momentan zu süß zu finden. Angst, vorlauter Angst das Wunder zu verscheuchen. 

Heute ist kein guter Tag in der Warteschleife. Heute ist genaugenommen mies. Ganz mies. Ich will daran glauben. Will die Chance noch nicht aufgeben. Und doch...was ist wenn...wenn ich es bin, die nie...? Dieses NIE ist heute so erschrecken nah. 

Gestern kam zu allem Übel noch die wunderbare Zusammenfassung unseres Befundes von der genetischen Untersuchung und Beratung. Sehr hilfreich in diesem Augenblick. Den ganzen Mist nochmal durchzulesen. Die ganzen Risikos und Wahrscheinlichkeiten. Sie sind zwar gering aber selbstverständlich nicht auszuschließen. Ja da haben wir den Salat. Hätten wir mal lieber nicht genauer nachschauen lassen oder wie ist das?  Hätte ich wohl lieber den Brief einfach zu gelassen? Hätte, hätte...hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gekriegt!

Ich wünsche mir ein Zeichen. Meine Craniosacralfrau sagte mal zu mir, ich solle mir unbedingt mein Baby in meinem Bauch vorstellen. Soll mir die Sonne auf eben diesen scheinen lassen und mir diese Wärme und die Farbe dazu vorstellen und spüren...Allerdings sagte selbige Frau auch zu mir, dass sie fühlt, dass es gut ist. Keine halbe Stunde später bekam ich mein negativ...

Na bitte vielleicht versuche ich es trotzdem. Der Bauch ist ja immerhin schon da, also könnte ich mir auch was reinvorstellen...mir ein bisschen positive Energie zukommen lassen. Hat jemand heute welche übrig? Warum habe ich so viele Zweifel...vielleicht wird durch die Vorstellung allein der Test nicht positiv aber vielleicht durch all die kleinen Dinge insgesamt. Die Glückssteine, die Hand von IHM auf dem Bauch, gute Gedanken, die stillen Wünsche, die Kerzchen...wer weiß. Vielleicht hilft diesmal einfach all das...es muss doch irgendwann gut sein. Spricht die Verzweiflung.

Noch 9 Tage bis zum Test...



Dienstag, 3. Februar 2015

Mitten drin statt nur dabei...

Es ist schon ok. 

Überwiegend.

Ich bin nach wie vor dickbäuchig. Merke alles und doch nichts. Sobald ich mich anstrenge oder etwas mache, zieht es fies im unteren Bauch. Wenn ich tief Luft hole, möchte ich gern mehr Platz. 
Ich hatte bislang einen Tag (nämlich am Sonntag) an dem ich etwa alle zwei Stunden essen wollte. Ich hatte immer Hunger und hätte mich von Wurst, sauren Gurken generell Saurem und scharfen Chips ernähren können. Tat ich auch. Lecker war´s. Generell könnte ich mich zur Zeit von Wurstbrot und Gurken ernähren. Unnormal? Ich denke weniger, wenn man bedenkt, dass ich die vergangenen Wochen von Donuts gelebt habe ;)

Schlecht? Nein schlecht ist mir nicht mehr.

Schlafen kann ich relativ gut, ich brauche zwar eine Weile bis ich ins Traumland gleite aber dann, schlafe ich meistens bis der Nachbar wieder schneefräst. Etwa um viertel nach 6. Macht aber nichts aus, da ich durch die ganze Ausruherei doch eigentlich wirklich ausgeruht bin.(Folglich zum Symptom Dauermüdigkeit...ok lassen wir das)Die Zeit geht relativ schnell um jeden Tag, ich mache viele Fotos und setze mir feste Termine, was den Haushalt oder so angeht. Es kommt mir dabei sehr entgegen, dass alles langsamer geht ;) Was irgendwie nicht so funktioniert sind längerfristige Projekte. Man stellt sich das immer so einfach vor: achja mal eben eine Million Fotos bearbeiten, Fotobücher erstellen, achzig Anzeigen bei E*ay einstellen...also - alles klar ich bin kein Geduldsmensch und in dieser Zeit schon gar nicht. Lange an irgendwas sitzen macht mich aggro, meine Konzentration ist bei Null und wenn ich mich zu lange mit irgendwas beschäftige verliere ich das Interesse. Oder denke drüber nach, was in meinem Kopf grad so vorgeht. Also mache ich dies und das, hier und dort, einfach irgendwas.

Was ist mit den vielen Tränen? Nun ja. Auch das hält sich in Grenzen. Während der Spritzenzeit war das ja ganz fürchterlich...wuhuuuuu nur geweint. Every Day. 
Jetzt gehts wieder...überwiegend ;)

Endlich hab ich stundenlang Zeit um die Kater zu bespaßen, es freut sich einer besonders, es macht ihm unheimlich Spaß mich mit gefangenen Schnüren zu verfolgen, mir Mäuse vor die Füße zu legen oder einfach nur zu schwatzen. Er spricht ja für sein Leben gern...mittlerweile erträgt er es kaum, wenn ich mal die Badtüre zu mache, weil ich in Ruhe...ihr wisst schon. Diese Minute warten lässt für ihn eine Welt zusammen brechen.

Da mein Zustand immer gleich ist, rattert es natürlich im Köpfchen. Und immer wieder packt mich die Angst. Wieso merke ich nicht mehr? Ist es ein schlechtes Zeichen, wenn sich die Überstimmulationszeichen verbessern? Ich würde sagen definitiv ja. Aber muss es denn bei allen gleich sein? Es hat ja auch nicht jeder die exakt gleichen Anzeichen...Wir sind doch alle so verschieden. Trotzdem hab ich es im Kopf: Im Falle einer Schwangerschaft, verschlimmern sich die Symptome...so ist es doch auch in den meisten Fällen. Toll. Jetzt hoffe ich, dass es mir möglichst schlecht geht. Bitte gern schlechter...besser als immer gleich?!

Was ist wenn es morgen schon besser wird...?

Wenn nicht soll ich dann vielleicht doch noch mal zu Kinderwunschdok? Nur noch mal drauf kucken lassen? Bisher musste ich das bei jeder ICSI. Aber ich spreche da auch von nächtlichen Luftnotgefühlen. So schlimm ist es nicht. Die Bauchspannung ist zwar enorm aber dieses wie damals, "hilfe ich kann nur noch im Sitzen schlafen", habe ich nicht. Vielleicht warte ich also besser noch ab? Was will er mir auch sagen? Achja, durch die Brevactid, das habe ich ihnen ja schon erklärt...oder so in der Art? 

Werde ich langsam verrückt? Vermutlich.


Immer wieder sage ich: bitte lass es das nicht gewesen sein...bitte nur dieses eine Mal...bitte diese letzte Chance...bitte lass uns nicht mehr warten...bitte überrasch uns und bitte lass dieses Wunder einfach passieren. Bitte ihr zwei kleinen Wunschwunderkrümel. Ihr seid doch beide so willkommen!

Ihr lieben...wenn ihr doch alle mit eurem guten Gefühl recht hättet...

Und so sind wir heute Tag 5 in der Warteschleife angelangt. Noch 10 Tage bis zum Test. 


Montag, 2. Februar 2015

MakroMontag Februar 2015

Entdeckt stineszuhause und bei glasklar&kunterbunt.

Ich liebe Makros und versuche mich ständig. Mal klappt es ganz gut, mal sind die Details die ich mir wünsche verschwommen, mal spiegelt es mal hält mein Objekt nicht still ;) 
Trotzdem macht es unheimlich Spaß und Übung macht den Meister! 

Here we go:









Der erste Gruß vom Frühling in unserer Wohnung, trotz Schneegestöber draußen. Hier die Entstehung einer bald wunderbaren Hyazinthe. Einmal weiß und einmal rosa. Blütenbilder folgen bestimmt...

Also schicke ich jetzt meine Bilder an Steffi zu glasklarundkunterbunt.



Mein Leben ist schön!

Woche vom 26. Januar bis 01. Februar