Freitag, 29. August 2014

Mein erstes Mal *August 2014*

Zum ersten Mal halte ich eine digitale Spiegelreflexkamera in den Händen. Zum ersten Mal probiere ich mich durch. Ich laufe durch die Wohnung und den Garten und knipse was das Zeug hält, wir kriegen eine private Fotoschulung von einem Freund und - ich kann mir noch lange nicht alles merken was er uns erklärt hat. 

Ich liebe Fotos und ich liebe es zu fotografieren. Mal schauen was draus wird ;) Übung macht den Meister...ich werde dann mal im Urlaub üben gehen...ich wünsche mir einmal den Vollmond fotografieren zu können ohne dass ein milchiger weißer Punkt auf einem Bild voller Dunkelheit ist...ich würde gerne schöne Nahaufnahmen machen können...Und bis dahin gibts eben Fotos im Nahaufnahmenmoduseinstellungsknopf der Kamera. So. Ich finde dien und den Knopf auch schon ganz toll ;)





Mittwoch, 20. August 2014

Die Reise vor der Reise...

Und weil die Isa so schön gesagt hat ich soll meine Ängste wieder zurück in den Karton packen, mach ich das mal und ziehe dafür den Koffer unterm Bett hervor denn:


Juhuuuuu :))) unser Urlaub ist gebucht. Ganz schnell, ganz spontan - toll!

Es geht nach auf Elba. Auf die wunderschöne Insel Elba. Wir waren zuletzt in unseren Flitterwochen dort und es war der bisher schönste Urlaub. Ok wahrscheinlich weil Flitterwochen besonders toll sind ;) 

Ich freu mich riesig, wir werden 11 Tage lang sämtliche Strände erkunden und ich werde wieder unzählig viele wundervolle Foto´s machen. Fähre ist auch schon gebucht. Also alles erledigt. Abreisetag ist ein Montag, so haben wir zeit im Urlaub anzukommen und Rückreisetag ist ein Freitag, so haben wir zeit aus dem Urlaub wieder zuhause anzukommen. Alles ohne Streß, so mag ich das. 

Ahhhh wie toll - somit haben wir noch schööööööön Urlaub bevor der Herbst kommt und bevor ich die Tage wieder in weiten Hosen in der endlosen Warteschleife verbringe...

Es wird  uns gut tun vorher nochmal auszuspannen, es wird uns gut tun die Zeit zu zweit zu genießen. Zuerst Elba und dann geht unsere letzte große Reise los, eine neue Kinderwunschreise. Und hinterher haben wir womöglich einen zauberhaften Urlaub und erleben noch ein Wunder obendrein. Wäre das schön...ob wir also wir zwei beide dieses Glück erleben dürfen? "Also statistisch gesehen..." jajajaja ich bin ja schon still ;) und freu mich nun erst mal auf die Auszeit. 
Ein Zuckerl gibts noch obendrauf: meine liebe Freundin ist fast zeitgleich  mit uns dort. Ohne dass wir es von einander wussten - jetzt werde ich also mit ihr irgendwo auf dieser Knallerinsel an einem wunderschönen Ort zusammensitzen und den Urlaub genießen ♥ 

Montag, 18. August 2014

Angst, Ängstlich am Ängstlichsten

Manchmal, wenn mir unsere Geschichte so durch den Kopf geht und ich auf unserem Balkon sitze, mich das Kindergeschrei der Nachbarn nervt, und ich mich genüsslich zurücklehne, stelle ich fest, dass ich denke: Puhhhh, ich bin entspannt im Wünschdirwas Haus, auch ohne Kinder.

Etwa zum gleichen Zeitpunkt erschrecke ich fürchterlich darüber und bin fassungslos, welcher Gedanke sich da gerade durch meine Gehirnwindungen schleicht. Ist das nicht furchtbar, wo wir noch nicht mal am Ende unseres Wunschwegs angekommen sind? Ich ertappe mich, wie ich die Augenblicke genieße, die nur wir zu zweit haben. Das banale Ausschlafen, wann immer wir wollen, zum Frühstücken irgendwo hingehen, das spontane Grillen am Abend, uns zu jederzeit irgendwo verabreden, die kranke Katze die ihre Keime überall verteilt. Das Geld, dass mir beim Shoppen manchmal förmlich aus den Fingern gleitet und auch ohne Kind immer weniger wird. 

Ist das normal? Ich hatte 4 Jahre lang immer nur einen Hintergedanken: Äh lieber nicht, weil wir könnten ja bald schwanger sein. Äh nein, ich plan da jetzt gar nix, denn wer weiß ob´s diesmal klappt. Äh ja du, ich glaub noch daran, dass es bei uns auch so mal noch klappen kann. Äh ich brauch einen Dampfreiniger, weil wenn die Katze mal wohin kotzt, und dann vielleicht mal ein Kind drüberkrabbelt - ja dann ist mir das zu gefährlich. Äh ja ich möchte es nochmal versuchen...vielleicht geht ja doch noch was.

Und auf einmal...

die komplett umgedrehte Denkweise im Kopf.

Ich will in Urlaub fahren, ich bin alles andere als sparsam obwohl ich durch mein Reduzieren beim Arbeiten weniger verdiene und obwohl wir vermutlich noch einen bisschen Geld zum Ausgeben haben werden bezüglich der Geschichte. Ich glaube kein bisschen dran, dass es bei uns auch so noch klappt und die Katze, ja die kotzt ab und zu auch ohne dass ich jedes Mal die komplette Wohnung dampfreinige. Und ein Versuch wird es geben - dann geben wir auf.

Ich finde das auf der einen Seite klasse, weil ich merke, dass mich dieser Wunsch nicht mehr immer beherrscht. Und dennoch fühle ich mich schlecht dabei. Weil er ja immer noch da ist. Der Wunsch. Und die Sehnsucht. Und beim Tippen dieser Worte auch der Herzschmerz und die Erinnerung an all das was wir deswegen unternommen haben.

Hab ich schon ein bisschen aufgegeben? Darf man das überhaupt vor dem großen Finale? Werde ich die Sichtweise beibehalten? Nachdem das ganze Feuerwerk abgeknallt ist? Oder ist das eine momentane Gefühlslage? Falle ich in das tiefste Loch aller Zeiten, wenn all das vorbei ist? Ist das tatsächlich schon der Weg in Richtung Abschied, den wir gehen? Oder fühle ich mich nur momentan so? Lebe ich deswegen in Hülle und Fülle, weil ich mir einen Ersatz suche für das Leben, das ich so nicht haben kann? Wie groß ist meine Angst insgeheim wirklich? Wird sie mir irgendwann den Holzhammer über die Rübe hauen, weil ich sie oft erfolgreich verdrängt habe? Oder will sie, dass ich mich ihr füge, weil ich mich ja doch irgendwie mit ihr arrangieren muss? Denn irgendwo ist sie ja immer da, die blöde Angst vor allem was kommt...ich habe Angst, dass alles was kommt wieder so schwer wird. Vielleicht wird es noch viel schwerer als alles bisher? Vielleicht mach ich mir deswegen in die Hosen, weil wir uns so hart durchgekämft haben und ich nicht weiß, wieviel Kämpfe WIR noch aushalten.

Ich lasse mich auch nach wie vor noch verunsichern von Menschen und Doktoren, die ihre Meinung dazu äußern und denken, dass wir ncoh lange nicht am Ende sind (weil kein Baby). Auch das scheint irgendwann noch richtig spaßig zu werden, wenn ich dann noch jeden davon überzeugen muss, dass es unsere Entscheidung ist, die ich auch noch richtig und gut finde...


Alles in Allem hat Isa (→look and see) alle fiesen Ängste beschrieben, während ich an einem Post über meine Gedanken und meine Angst gebastelt habe. Es ist schön, wenn jemand deine Ängste kennt, sie ausspricht. So wie Greta, die diesen Post kommentiert hat, könnte auch ich fast jede dieser Ängste mit lautem Ja beantworten, aber sie schreibt auch: aber alleine die Tatsache, dass jemand anderes meine Ängste kennt, lässt sie plötzlich viel weniger stark erscheinen...und sie hat so recht... 

Oh oh - hier liest es sich heute ein wenig wirr...da wird es Zeit, dass wir uns bald um angenehmere Themen kümmern ;)






Donnerstag, 14. August 2014

Sternschnuppen?

Keine Sternschnuppen am Wünschdirwashimmel...ich bin schon ein wenig traurig, denn ich hatte mich sehr sehr sehr sehr auf ein paar Wünscheschnuppen gefreut. Ich finde es faszinierend was sich da jedes Jahr am Himmel abspielt...eigentlich...hinter all den vielen dunklen Wolken...

Aber dafür eine liebe Frau am Telefon, von der DAK, die selbstverständlich noch nicht auf meine Kündigung reagiert hat, sie hat mir Glück gewünscht und konnte gar nicht glauben, dass es Kassen gibt die 100% übernehmen. Guten Morgen in der Welt liebe DAK, es ist immer gut, wenn man informiert ist ;)

Auf Nachfrage schickt sie mir nun eine Kündigungsbestätigung und wir können den Antrag für die neue Kasse ausfüllen.

Na....geht doch!

Uaaaahhhh der Termin bei der neuen Gynäkologin naht! Wer hätte das gedacht: ich bin nervös!!!

Freitag, 8. August 2014

Weltkatzentag ♥

Ein Beitrag für die Katz.


Wir leben jetzt schon seit fünfeinhalb Jahren mit Katzen. Zuerst eine. Jetzt zwei.

Unsere erste Mieze - zarte 10 Jahre alt, aus dem Tierheim befreit, brauchte etwa 3 Wochen bis sie unter der Couch hervor kam. Mit nichts war sie zu locken, oft legte ich mich direkt auf den Boden und wartete - manchmal kam sie neugierig näher, manchmal kuckte sie einfach weg. Ich arbeitete mit allen Tricks - ließ für sie die Tür zum Schlafzimmer auf (obwohl wir die Fellnasen nicht im Bett haben wollen), und es wirkte. Wenn ich Spätschicht hatte und länger schlief, mein Mann schon weg war, kam sie reingeschlichen. Legte sich zu mir und ich durfte sie streicheln. Sie schlief noch ein Weilchen weiter, bis ich aufstand, dann entschwand sie raus ins Freie. Kam kurz zum Fressen um sich dann wieder unter der Couch zu verstecken. 


Irgendwann war sie einfach da. Sie hat beschlossen, das hier ihr Zuhause sei und wartete immer öfter wenn wir nach Hause kamen an der Treppe. Ihre Katzenklappe befand sich im Kellerfenster und anstatt mit uns zur Haustüre rein zu gehen, raste sie manchmal quer durch den Garten zu ihrer Klappe um dann schon miauend innen vor der Türe zu warten. Abends, wenn ich von der Spätschicht nach Hause kam, spang sie auf und begrüßte mich mit ihrem hellen zarten Stimmchen. 



Und auf einmal war sie weg. Sie kam einfach nicht mehr nach Hause. Unsere Suche nach ihr mussten wir nach 5 Wochen aufgeben. Wir waren beide sehr traurig. Sie hat sich zur Schmusekatze entwickelt und war zum Schluss immer da, wenn wir es auch waren. Sie war kleiner als andere Katzen und ein bisschen pummelig. Einfach nur süß... 

hm so pummelig sieht sie gar nicht aus auf dem Bild...

Dann kam irgendwann er. Ein 5 Monate alter Kater in den ich mich sofort verliebte. Auch er kam aus dem Tierheim, saß da so traurig und stank fürchterlich aufgrund einer Infektion im Rachen. Seine Geschichte hab ich hier (→look and see)  schon mal erzählt.
Er, ohne den ich mir meinen Tag gar nicht vorstellen mag. Weil er mich mag. Bedingungslos. Und weil ich dieser Katze keinen Wunsch abschlagen kann. Weil ich ihn dafür liebe, wenn er morgens aufs Waschbecken hüpft und an mir hochklettert und sich so fest er kann gegen meinen Hals drückt, bevor ich gehe, als würde er sagen "komm schnell wieder". Weil er manchmal, wenn wir schon im Bett liegen, nochmal miaut. Jämmerlich, klagend und in allen erdenklichen Tonlagen. Er macht das dann so lange, bis ich nochmal aufstehe, ihn fest an mich drücke, ihn beschmuse und ihm ins Ohr flüstere, dass er nun schlafen soll. Erst dann gibt er Ruhe. Verrückt? Ja möglicherweise schon - aber zuckersüß oder?

Unseren Clownkater dem ich inzwischen auch schon mal einen Extrapost (→look and see) gewidmet habe, möchte ich selbstverständlich auch nicht mehr missen. Er, der schmusen hasst, außer ER will es, er der sich niemals aber auch nie niemals auch nur in die Nähe des Halses legt, sondern immer nur auf den Bauch. Er breitet die Pfoten aus, als würde er mich umarmen wollen, das ganze sieht dann so aus:

Hier kuschelt er sich auf meinen ICSI-Bauch

Er der sein Futter so genüsslich und langsam frisst, als wäre es ein Gourmetdinner...und er der leise mault wenn man ihn weg schiebt. Ach ihn liebe ich auch. Er hat sich sofort an den Mundgeruch des großen Katers gewöhnt und weil der Stinker manchmal mit putzen etwas nachlässig ist, übernimmt er das eben für ihn. Er packt liebend gern Päckchen mit aus, kramt gern in Schubladen und ist beim Rascheln der Gummibärtüte nicht mehr er selbst. Alles was raschelt und aus Plastik ist wird angekaut, fällt eine ungekochte Nudel auf den Boden freut er sich wie irre und veranstaltet einen Freudenzanz. Er würde eigentlich alles fressen wenn er dürfte, außer Käse. Den mag er nämlich nicht. 


Und so bin ich heute besonders dankbar, dass diese drei Katzen beschlossen haben uns in ihr Herz aufzunehmen. Grundverschieden und superlieb. Verrückt und witzig, süß und ja manchmal auch nervig - wer eine Siamkatze hat, der weiß was ich meine. Eins ist schon mal sicher - in meinem Zuhause wird immer eine Katze wohnen ♥

Samstag, 2. August 2014

Jetzt geht´s wieder...

Ich habe mich erholt von meinem kleinen Tief.

Es hat mich gebeutelt und mir gezeigt, dass ich ihm in Zukunft eher in den Hintern treten sollte.

Ich hab´s getan, zwar einen Tag später, aber immerhin. Und vermutlich kommen sie immer wieder die kleinen Tiefflieger, denn die Zeit bis Oktober ist noch lang. 

Verrückterweise, wie das Leben so spielt, ist mir jemand begegnet, zu dem ich gehen kann. Jemand der versuchen kann mich zu erden. Jemand der mir angesehen hat, dass es genau das gerade braucht...

Ich hab neuen Mut gefasst, ich denke ich muss diese Angst eher mit mir ausmachen. Mir Hilfe holen, denn er ist hier nicht der Richtige. Er steht dem recht hilflos gegenüber, kann für mich da sein, aber die Angst kann er mir nicht nehmen. Wie auch, wenn er selber mitten drin steckt. 

Und so geh ich es an, hab fest vor mich zu beruhigen und mir durch die ein oder andere Person, die das kann, auch wieder mein positives Gefühl zurückgeben zu lassen. 

Es ist nicht schlimm - es ist eine neue Chance - ich darf mich trauen, einen Schritt auf´s Glück zu zugehen, denn so wie es aussieht, klopft es nicht von selbst an die Türe. Wir hatten ja auch noch nie einen 6er im Lotto ;)

Aber wir spielen trotzdem hin und wieder...einfach so.

Er wird schon werden...und danke für die lieben Gedanken zum letzten Post ♥