Sonntag, 29. Juni 2014

Es war einmal....

...ein König und eine Königin, die wünschten sich nichts sehnlicher als ein Kind. Doch sie konnten keines bekommen.
Eines Tages kam ein Frosch zur Königin, welche gerade ein Bad nahm und versprach, dass ihr Wunsch in Erfüllung gehen werde und sie innerhalb eines Jahres ein Kind zur Welt bringen würde...

Mein Wochenendausflug - Dornröschen. Mit Familie. 

Doch, war ganz schön. Auch wenn ich mir nach den drei ersten Sätzen so vorkam als würde das ganze Publikum genau mich und meinen Mann anglotzen. Ich glaube ich bin sogar rot geworden. (Jaaaa genau, wir hier, die so ziemlich als einzige ohne Kindergarten im Gepäck im Publikum sitzen...)

Nein wirklich, es war ganz zauberhaft, denn Dornröschen wurde auf einer Freilichtbühne aufgeführt und die Inszenierung war echt schön. Pferde galoppierten daher, die Feen kamen durch den Wald geschritten...
Mein Held des Spiels: natürlich der Frosch, der von einem ganz zuckersüßen kleinen Knirps gespielt wurde. 

Da ich zu meiner Hochzeit ein champagner mit einem Hauch rosa-farbenes Kleid trug, fühlte ich mich in der Tat ein bisschen wie aus Dornröschen entsprungen und siehe da, am Ende ist es unsere Geschichte! 

Vielleicht müsste ich nur mehr Bäder nehmen...
Wer ist der Frosch? Vielleicht der Hr. Doktor in der Klinik?
OAT 3 der Fluch der bösen Fee??

So also auf all ihr Frösche und guten Feen im Dornröschenwunderland - kommt her *wink* hier sitzen wir, vermutlich aufgrund des schlechten Wetters heute noch in der Badewanne. Ich höre was du zu sagen hast Frosch und he du 13. Fee, ich würde dich natürlich ganz bestimmt einladen zum Fest, denn ich habe ganz zauberhafte Teller vom schwedischen Möbelhaus (und nicht nur 12), wer braucht da schon einen in gold?? 
Und schooooon geht die Geschichte gut aus! Keine Dornenhecke, kein Fluch, keine verstimmte Fee und kein vorbestimmter Prinz, den unsere Prinzessin dann heiraten muss, nur weil er sie geküsst hat...

Aber wir haben uns entführen lassen in die zauberhafte Welt des Märchens in einer wundervollen Kulisse und es lohnt sich, der wundersamen Geschichte zu zuhören und die Feen zu bestaunen. Die prächtigen Kleider, die absolut schönen Pferde mit ihren Kutschen und die wunderschöne Prinzessin zu bewundern. Die Hecke fiel, der Prinz küsste und das Wetter hat gehalten :) Ende gut, alles gut!









Donnerstag, 26. Juni 2014

Ab in den Sommer und letzte Blitzupdate

Ein letztes Blitzupdate vor dem Sommer:

Am Montag hatte ich die 7. und vorerst letzte Lumeasitzung.

Ich habe nur noch die Unterschenkel und Knie beblitzt und die Bikinizone. Unter den Achseln ist man ja so schnell fertig, so schnell kann man gar nicht kucken. Und wie man sich dran gewöhnt...so nach einer Woche: HUPS jetzt muss ich direkt mal unter den Armen kucken nicht dass da Haare sind! Ach - gut - nur ein bisschen nicht sichtbarer Flaum hihihihi. 

Somit war ich natürlich deutlich schneller. Jetzt werde ich das gute Stück einpacken und auf die Seite legen und mal testen wie lange es ohne geht. 

Für immer wäre natürlich der Oberknaller, aber wir wollen mal nicht übertreiben ;) Ich bin jedenfalls der festen Überzeugung, dass ich dieses Jahr komplett ohne Rasierzeug in Urlaub gehe. Prima, hab ich schon wieder Platz für andere Sachen. Flipflops zum Beispiel :)

Also der Sommer kann kommen - juhuuuuuuuuuuuuuuuuu ♥

Persönliches Fazit:

Positives: 
1. es wirkt tatsächlich
2. etwa nach der 3. Anwendung sichtbaren Erfolg
3. Haare wachsen viel feiner und langsamer nach
4. keine Hautirritationen
5. schmerzfrei, außer man mein so wie ich, man muss alles auf Stufe 5 blitzen ;)
6. selbstverständlich keine Rasurpickelchen mehr
7. es sind noch für etliche Jahre Blitze übrig

Nicht so toll: 
1. sehr zeitaufwendig und körperlich anstrengend, da man sich wie eine Irre ordentlich verrenkt beim ersten Mal um an alle Stellen hinzukommen...
2. der Preis :( wobei wenn man an die Preise im Kosmetikstudio denkt, dann ist der Lumea eigentlich ein Schnäppchen
3. man braucht deutlich mehr Anwendungen als in der Anleitung beschrieben steht
4. Katze muss aus dem Badezimmer verbannt werden, damit sie währenddessen nicht ins Blitzlicht schaut - kratzende, schreiende Katze an der Tür!
5. Akku hält nicht besonders lange (kommt aber auf die Stufe an, mit der geblitzt wird)




Montag, 23. Juni 2014

Kurzurlaub

Eine Auszeit nehmen ist soooo soo so wichtig.

Wir haben ein Wochenende verlängert und sind mit dem Motorrad weg gefahren. Nun wer mich kennt, weiß dass mich diese Art zu reisen immer ein bisschen Überwindung kostet.

Packen im Miniformat. Am besten ohne Föhn. (Ich hab ihn selbstverständlich mitgeschmuggelt - man hätte das Gesicht meines Mannes fotografieren müssen als er den dann vor Ort entdeckt hat...ich lach mich jetzt noch schlapp) Selbstverständlich kann ich nur eine Satteltasche benutzen, mein Mann braucht ja auch noch was zum Anziehen. Man weiß ja nicht recht wie das Wetter so wird...ähm unterhalb des Großglockners, wo oben drauf noch Schnee liegt...was packste ein??

Genau erster Gedanke: alles andere als fabelhaft.

Aber - ich habs geschafft. Wir hatten tolle Tage. Wir sind insgesamt etwa 15 Stunden gefahren - nein nein natürlich nicht am Stück, aber jeden Tag ein bisschen. Außer Freitag. Da hat es geregnet und war ziemlich kalt. Hab ich alles gebraucht was ich mit geschleppt habe? Nein natürlich nicht. Sogar einen Föhn hatten die dort. Aber das wollte ich natürlich nicht glauben, bevor ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hatte. 

Wir haben nette Menschen kennen gelernt und am Samstag mit unseren Fußballjungs mitgefiebert. 

Alles in Allem muss man sowas mal gemacht haben. Also über seinen Schatten springen, meine ich. Ich hatte ja schon tausend Ausreden parat. Ach wenn es doch ein bisschen regnet, könnten wir doch bestimmt mit dem Auto hinfahren. Ja aaaaaaaaaber am Ende erkälte ich mich dann und krank will ich ja auch nicht aufs Motorrad sitzen...boah wenn es aber 30° heiß ist kann ich es in meiner Motorradkluft ja gar nicht aushalten...so etwa in der Art. Man stellt es schon richtig fest: ich bin eine Memme. In manchen Dingen ein richtiges Mädchen. Hunger, Pippi, kalt - so bin ich halt. Apropos kalt: eine Wärmflasche fehlte mir noch im Gepäck, ich hatte kalte Füße beim Einschlafen...Zurecht wird jetzt an die Stirn geklopft: wer bitteschön fährt mit Föhn, Wärmflasche, nem Beutel voll Medikamenten (es könnte ja was passieren und in einem Ort mit 2500 Einwohnern gibt es am Ende keine Apotheke), Ballerinas (die selbstverständlich nicht gebraucht wurden) und am besten noch mit dem Auto auf ein Motorradtreffen...

Na ich. 

Aber - ich würde es wieder machen. Was sagt man dazu?
Trotz dem Gefühl, dass mein Hinterteil nicht nur blau-grüne sondern vermutlich schwarze Flecken vom Sitzen aufweist, trotz dem Gefühl, dass mein Steißbein geprellt, meine Halswirbelsäule gestaucht und mein Sitzbein nach wie vor taub ist. Trotz dem, dass ich nach drei Stunden Fahrzeit beim Anhalten immer zu meinem Lieblingsmann sage: "Ähm ich bleibe jetzt hier, ok? Du musst alleine nach Hause fahren. Ich steig nicht wieder auf. Nein." Er lächelt mild, gibt mir einen Klaps auf den wehen Po und sagt: "Jetzt komm." 

Und kaum abgestiegen, sind sie meistens schon bald verflogen, die gemeinen Schmerzen und man möchte sich am liebsten - richtig - erst mal hinsetzen ;)

Ich bin froh, dass ich diese Auszeit mitgenommen habe, dass ich kompromissbereit war bzw. sein kann. Ich bin froh, dass unsere Miezen immer in so guten Händen sind wenn wir verreisen und ich bin froh immer wieder ankommen zu dürfen. An Orten die ich noch nicht kenne, manchmal an meinen Grenzen und immer wieder zuhause ♥


Mein Leben ist schön!

Woche vom 16. - 22. Juni 


Samstag, 14. Juni 2014

Waaahhhhhh - hat jemand ne Tüte? Ich hyperventiliere!

Unfassbar.

Knapp dem Überschnappen entronnen, weil ich mich wieder über meine eigene Kopfblockade dumm und dusselig ärgern musste.

Meine Kollegin - nennen wir sie Kollegin A, ein Kapitel für sich - (nein es glaubt mir ja sowieso niemand, wenn ich ausführlich von ihr erzähle) hat die Krankenkasse gewechselt. 

Eine andere Kollegin, Kollegin B ebenso. Eine die offen darüber spricht, dass es bei ihr nicht klappt und sie es deswegen gemacht hat. Eine Aushilfskraft, die sonst nicht in unserem Team ist.

Ich sitze im Nebenraum, kontrolliere Betäubungsmittel und bin vertieft, plötzlich die aufdringliche Stimme (umgeben von einer Jil Sander Sun Duftwolke, die sie sich immer nach dem Rauchen über den ganzen Körper sprüht, gerne auch auf´s komplette Haar) meiner Kollegin A neben mir: "Mensch Du das wäre doch auch was für dich, so n Wechsel mit Kinderwunsch und so!" Nicht leise sondern laut. So, dass es jeder hören kann. Auch der, der nicht unbedingt zuhören wollte.

Mein Blick verrät wohl alles. Ich sage freundlich "Danke" und wende mich wieder meinen Betäubungsmitteln zu. "Ja ich weiß ja nicht oder habt ihr schon abgeschlossen mit allem?" Moment mal. Ich - anstatt ihr zu sagen sie solle sich vom Acker machen höre mich sagen: "Ähm Entschuldigung, aber ich möchte nicht mit dir darüber reden." "Wieso? ist doch nix schlimmes, wir wissen ja eh dass es bei dir nicht geht, und bei Kollegin C auch und so..." (Kollegin C - die arme hat Ende diesen Monats erst mal eine Bauchspiegelung, bevor man weiteres vermuten kann, was sie auch nicht jedem erzählt, also ebenfalls interessant woher Kollegin A das jetzt weiß). Ich kucke sie einfach nur an und hoffe inständig, dass sie alles weitere meinem Blick entnimmt. Aber... 

es geht natürlich weiter: "Da kann ich doch nix dafür, dass Kollegin B so offen drüber spricht und außerdem weiß ich ja gar nicht was bei dir ist!" Wir sind übrigens noch kein bisschen leiser und ich somit komplett bloßgestellt.

Jetzt (spätestens - oh Wunder) wird es mir zu bunt, ich spreche sie ebenfalls schwach von der Seite an und sage: "Ich verstehe nicht ganz was das eine jetzt mit dem anderen zu tun hat und vor allem was du jetzt von mir willst!" Ahhhhhh - ihr ahnt es: Sie wollte mir doch nur helfen! Und den Satz: Wieso ich müsse mir doch keine Gedanken machen sie wisse doch gaaaar nichts über mich wiederholt sie etwa 13 Mal.

So viel Blödheit kann ich nicht ertragen, ich atme tief ein und wieder aus, sage "ok alles klar, lassen wir das"

Worauf sich Kollegin A völlig verständislos (Gott sei Dank diesmal ohne Tränen in den Augen) vom Acker macht und sich ihren 20igsten Kaffee holt.

Selbstverständlich wird Kollegin A jetzt alle Hebel in Bewegung setzen um jetzt gänzlich alles herauszufinden...Vermutlich über Kollegin E, die sowieso alles am allerbesten weiß und gerne mal das ein oder andere Gerücht verbreitet. Oder über Kollegin C oder D, die ja beide gut mit mir befreundet sind. So wie sie das immer versucht hat, wann immer ich krank war. Darauf hin erfindet Kollegin A prima zusammengereimte Geschichten, die sie dann gern erzählt und immer wieder neu ausschmückt (also ist es nie die gleiche Geschichte, denn es kommt immer mal was neues dazu). Und natürlich ist sie auch überzeugt von ihren Geschichten und glaubt sie selbst, daher ist sie immer ganz entrüstet, wenn man ihr dann zwischendurch mal sagt: neeeeee du so war das gar nicht. Sie warf mir unter anderem dann noch an den Kopf: "Du hast mir doch erzählt, dass es bei euch nicht klappt! *entrüstetkuck*" "Nein Kollegin A, ich habe lediglich gesagt, dass nicht alles im Leben so läuft wie man sich das vorstellt und das war auf die Liebe und das Leben bezogen - erinnerst du dich??" Nein natürlich erinnert sie sich nicht... 

Zum K*** nicht wahr? Was einem so am Samstag alles passieren kann...aus heiterem Himmel...

Ja ja schon gut, ich habe mich soeben wieder beruhigt, der leckere Kuchen den mir mein Mann besorgt hat, hat einiges wieder ins Lot gebracht. Jetzt noch schnell ins Glitzerfach gegriffen und ab auf die Geburtstagsparty meines Schwagers - lecker essen (meine Güte was täte ich ohne Essen) und ein bisschen feiern! 

Denn wohl - eine schönes restliches Wochenende, an alle die nicht am Wochenende arbeiten: erholt euch von euren dämlichen Kollegen! ;)



Donnerstag, 12. Juni 2014

Und wenn dich das Leben nervt - streu Glitzer drauf!

Und manchmal muss man dem Glitzer auf die Sprünge helfen, weil er sich versteckt...in der Haribotüte in Form von Krönchen oder rosa Ponys (Aaaaahhhhhhhh), auf dem Marmeladenbrot, in der Nagellackschublade, hinter Schaufenstern oder einfach nur auf der Straße...

Glitzer Nr. 1: 
Must have...um das Leben zu verschönern


Glitzer Nr. 2: 
Pink Edition ♥

Glitzer Nr. 3:
Lieblingsmarmelade

Glitzer Nr. 4: 
Noch Fragen?

Glitzer Nr. 5:
...kleine Glücksbringer entdecken...

Glitzer Nr. 6: 
Einen Seelenverwandten haben


Glitzer Nr. 7: 
Genießen lernen

Glitzer Nr. 8: 
...indisches Essen...

Glitzer Nr. 9: 

Glitzer Nr. 10: 
überall Zeichen der Liebe entdecken

Glitzer Nr. 11: 
mitten auf der Straße Glücksschweinchen finden

Glitzer Nr. 12: 
Blick und Gedanken schweifen lassen

Glitzer Nr. 13:      Freudentanz (Glitzer zum Kaufen)


Glitzer Nr. 14: 
Schuheeeeeeeeee!


Glitzer Nr. 15:


Glitzer Nr. 16:  Noch mehr Glitzer zum Kaufen


last but not least:




So da seht ihr´s, es ist in jeder Ecke ein kleiner Zauber zu finden -  Glitzer, der dein Leben bereichert und verschönert...ich wünsche euch einen ganzen Haufen solcher Glitzerdinge in euren Schränken, Schubladen und in eurem Leben. Nehmt euch ein bisschen Glitzer aus der unteren Glitzerquelle mit, falls ihr selbst noch auf der Suche seid...♥ 

                                                      


Donnerstag, 5. Juni 2014

Die Woche der ungemütlichen Gedanken...

Die Sache mit den Männern...dem Kinderwunsch, dem Leben und überhaupt.


Bei vielen so auch bei uns, ist es das Spermiogramm, welches zu wünschen übrig lässt. Wir taten was wir konnten um etwas zu verbessern. Mein Mann hat mehrmals mit Rauchen aufgehört, momentan ist er sogar so stark, dass er seit 8 Monaten nicht mehr raucht. Nun gut, seit dieser Zeit fand eine einzige Kryo statt. Ähm ja. Wir wissen also nicht, wie die momentane Qualität ist. Was wir wissen ist, dass es nach wie vor zu keiner Schwangerschaft geführt hat. Wir hatten auch schon eine Zeit, in der er all die "fürchterlichen" Dinge wie rauchen, ein Gläschen Wein, gutes ungesundes Essen konsequent weg gelassen hat, sämtliche Spurenelemente, Tropfen etc. zu sich nahm und siehe da - das Kontrollspermiogramm war genauso entsetzlich wie zuvor auch. Welche Faktoren spielen also tatsächlich eine Rolle? 
Auf was sollen unsere Jungs alles achten: gesund leben, Sport, wenig Stress, glücklich sein, Narungsergänzungsmittelchen zu sich nehmen...
Auch ich trage natürlich meinen Teil dazu bei: ich versuche gesund zu leben (so wie mein Körper das böse blähende Gemüse eben verträgt), gut Sport, da hakt es ebenfalls bei mir, weniger Stress: ich habe reduziert auf 80 Prozent...vielleicht checkt das mein Arbeitgeber ja auch irgendwann...und glücklich sein, ich geb mir alle Mühe! Aber dazu gehört für  mich auch, dass ich nicht vergesse, vor lauter Aufpassen, was Leben heißt. 

Klar ich bin diejenige, die das alles auf sich nimmt, die sich mit Hormonen vollpumpt und diese Beschwerden alle hat. Die sich vor lauter Stimmungsschwankungen oft selbst nicht leiden kann und ich bin die, (vermutlich die einzige auf der Welt) die auf die Schilddrüsentabletten Durchfall bekommt. Selbstverständlich habe auch ich immer wieder die Gedanken des Haderns, wieso strengt er sich nicht mehr an...wegen ihm müssen wir all das auf uns nehmen...bei mir ist ja alles ok...(ist es das wirklich? Immerhin findet man bei 10% nicht mal einen Grund warum es nicht funktioniert. Das nennt man dann idiopathische Sterilität. Dann hätten sich ja zwei gefunden...er mit Befund ich ein Idiot?) Was war ich ihm gegenüber unausstehlich während der ersten drei Versuche...jeder Gedanke an Urlaub, an Genuss war strengstens verboten, denn die Behandlung und das schwanger werden stand stets immer IMMER an erster Stelle. 

Aber - er ist der Mann, der mich glücklich macht. Ich habe mich bewusst für ihn entschieden, obwohl ich von Anfang an gewusst habe, dass das mit dem Kinderkriegen ein schwieriges Unterfangen werden wird. Er ist der Mann an meiner Seite für den es sich lohnt diesen Weg zu gehen. Und er gibt sich wirklich Mühe und versucht alles zu tun damit es mir gut geht. Ich denke daran, wie es für mich wäre, wenn er mir die Schuld für alles geben würde... Da schlucke ich schnell meinen Ärger wieder runter und erinnere mich, wie sehr ich ihn liebe. Wie sehr das Leben mit ihm Spaß macht und ich bin mir sicher wir werden einen Weg finden um bis ans Ende unserer Tage glücklich zu bleiben. Ob wir ein Leben lang für einander geschaffen sind - ich hoffe es und wenn nicht? Dann bin ich mir sicher, ist nicht der Kinderwunsch das Ding an dem alles zerbricht. Natürlich wäre auch für uns ein Baby die Krönung unserer Liebe...aber ich ziehe mittlerweile ernsthaft die Möglichkeit in Betracht, dass wir dieses Glück vielleicht nie erleben dürfen. Und jetzt? 

Wenn ich all das über mich und über uns so schreibe, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Ist es genug? Will ich es genug? Nur weil ich nicht bereit bin alles aufzugeben und mein komplettes Leben umzukrempeln? Weil ich vor mich hinjammere, wo andere vielleicht den Kopf schütteln...weil es für mich schlimm ist überstimuliert zu sein und weil mich die Hormonschwankungen so beeinträchtigen, dass ich jedesmal Angst hab in eine furchtbare Depression zu fallen? Weil ich grundsätzlich vor jeder Behandlung superdoll Angst habe? Weil ich mich einfach nicht daran gewöhnen kann? Weil ich nach jedem Negativ erst mal eine meist mehrmonatige Pause brauche, weil ich die Enttäuschung fast nicht aushalten kann und so lange zum Erholen brauche? Weil ich den Kopf in den Sand stecken möchte, weil ich noch nie schwanger war und mir einfach das positive fehlt, das mich daran glauben lässt es irgendwann zu sein? Weil ich manchmal denke uns wird dieses Wunder vielleicht nie passieren...Weil ich meinen Mann in Schutz nehme, weil auch er verdient hat trotz alle dem ein normales Leben zu führen? Weil ich finde, dass er es nicht verdient hat der Buhmann zu sein für all das, er kann nichts dafür und hat sich seine Unfruchtbarkeit auch nicht selbst ausgesucht. Weil ich den Gedanken äußere, dass möglicherweise mit Kind auch nicht alles immer nur supi ist? Weil ich finde, dass man trotz Kinderwunsch mal sündigen darf und weil ich nicht alle Untersuchungen die es gibt ausprobiere und nicht jedes Kügelchen nehme um uns diesen Traum zu erfüllen?

Ich habe mich wieder und wieder informiert, über Ernährung, Ergänzungen, Tee´s, Kügelchen, Tröpfchen, Massagen, Akkupunktur, Kinesiologie (was im übrigen das einzigste war, welches mir psychisch sehr gut getan hat), Osteopathie, Steine...Und trotzdem fühle ich mich so als hätte ich, im Gegensatz zu anderen, so wenig bisher für unseren Wunsch getan...und klar fühle ich mich so, weil mich keins der Dinge auch nur annähernd einer Schwangerschaft näher gebracht hat.

Es ist falsch sich aneinander zu messen, das weiß ich, es ist schließlich kein Wettrennen es geht hier ums Kinder kriegen...

Ich habe so oft das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen. Das Gefühl betreten auf meine Fußspitzen zu kucken und schuldbewusst rot anlaufen zu müssen, weil ich kopfschüttelnd sagen muss: nein, das haben wir noch nicht probiert...mir händeringend eine Antwort überlege, warum ich dies und das nicht auch noch ausprobieren möchte...weil ich ein Problem damit habe einfach zu sagen: du, nein, das ist nichts für uns oder davon halten wir nichts. Weil ich dann befürchte, man könnte denken: Ja hallo? Na wenn man nicht alle Register zieht braucht man sich ja nicht wundern...ich bewundere aufrichtig von ganzem Herzen alle, die wirklich alles erdenkliche und für sie richtige dafür tun, denen die Kraft nicht auszugehen scheint (auch wenn wir alle nicht wissen wie es im Herzen tatsächlich aussieht) und ich wünsche jeder ihr Wunder, ihre Belohnung für all das! 

Vielleicht frage ich mich tatsächlich irgendwann: warum hast du damals nicht...hättest du doch bloß...Und doch kann ich dann behaupten ich habe alles getan was in meiner/unserer Kraft stand. Es hätte bestimmt noch mehr vielversprechende Möglichkeiten gegeben, aber der Akku ist irgendwann leer. Abgesehen davon mal realistisch gesprochen auch der Geldbeutel. Und ich möchte mich trauen zuzugeben, dass ich im Rahmen meiner persönlichen Möglichkeiten und mit ein bisschen Egoismus einfach stehen geblieben bin. Weil es mir/uns dabei nicht mehr ganz so gut geht. Mit den klaren Worten: ich kann jetzt nicht mehr. Und das obwohl ich sie trotzdem weiter habe - diese Sehnsucht nach unserem Baby. 

Noch sind wir nicht am Ende dieser Geschichte angekommen, noch tanke ich meinen Akku voll für ein Wie-geht-es-weiter. Noch hab ich viel zu viele Momente in denen ich viel zu verletzlich bin, noch bin ich auch lange nicht durch mit dem Thema. 
Aber irgendwann geht das hier zu Ende. Vielleicht ohne Baby. Und ich möchte es schaffen, mich nicht vor mir selber und vor anderen rechtfertigen zu müssen, wieso ich dies oder jenes gemacht oder nicht gemacht habe. Ich habe momentan noch irgendwie das Gefühl als müsste ich das...vor mir selbst, meinem Mann und meinen fragenden Mädels...kriegt man das hin?

Woher die schweren Gedanken? Wieder könnt ihr es euch denken...von Kommentaren die man sich anhören muss, von Berichten die man liest was Männer alles tun sollen oder eben auch nicht. Von Menschen, die ja alles so viel besser wissen, was Hormone, Gefühle und den Weg des Herzens angeht. Weil wir neue Denkanstöße gehört haben auf unserem Vortrag und weil wir alle einfach unterschiedlich sind. Und darüber hat sich Fräulein Wünsch dir was Gedanken gemacht. Viele. Über Gefühle, unser Herz, meinen Mann und all das hier. Wie so oft schreibt sie das nieder, was sie manchmal am liebsten sagen würde aber nicht die Schlagfertigkeit besitzt dies im richtigen Moment auch zu tun...

Und aus dem Vortrag am letzten Wochenende hab ich mit genommen: 

  • Finden Sie etwas, das sie zufrieden macht.
  • Sie sind eine wunderbare Frau, sagen sie sich das jeden Tag.
  • Sie sind  nicht weniger weiblich, weniger Frau, weniger vollständig, weil sie keine Kinder haben.
  • Ihr Leben ist keinesfalls weniger lebenswert ohne Kinder.
Weinen sie nicht lachen sie - das Leben ist schön! Das sind die abschließenden Worte des iranischen, kleinen, grauhaarigen Mannes, der unser Biologe ist, der selbst weder Frau noch Kind hat und dem man wirklich ansieht, dass er sein Leben genießt, sein Lachen und seine strahlenden Augen verraten ihn, während er sich genüsslich eine Zigarette anzündet...


Montag, 2. Juni 2014

Was für traurige Momente...

Heute war wohl Kindergarten-Papa-Tag oder so was in der Art. Mir sind spontan heute drei Papi´s mit ihren zauberhaften Kindern an der Hand begegnet.

Die Kinder quirlig, die Papas ruhig, beschützend, lächelnd. Die kleine unruhige Hand fest in der großen. Damit das kleine Glück nicht einfach auf die Straße laufen kann. Und ich sitze in meinem Auto und denke - hups - was n jetzt los. Schluck. Blinzel. Das darf ja jetzt wohl nicht wahr sein, da kommen mir einfach so die Tränen. Bei diesem Anblick. Ich muss ganz schön ankämpfen gegen diesen Klos im Hals, dass ich irgendwie hier die Fassung bewahren kann. Und dann spüre ich es auch schon. Wie fürchterlich weh es tut zu wissen, dass du dein Kind am Ende vielleicht nie so sehen wirst. Mit stolzem Papa. Weil die Möglichkeit besteht, dass es nie ein Kind geben wird.

Autsch. Dann kommt er mir in den Sinn, wie er da so sitzt, mit mir wartend auf diese beschissene zweite Linie auf dem Test. Die einfach nicht da ist. Ich sehe ihn vor mir, mir bricht es das Herz, dass wir unserem Glück wieder nicht näher gekommen sind. Und wieder fühle ich diesem Schmerz, der einem die Kehle zuschnürt, den Mund trocken werden lässt und dir irgendwie den Boden unter den Füßen nimmt. Fast schlimmer als das Gefühl, dass ich keine Mama sein darf ist es für mich, dass er nicht Papa sein darf...wo er doch der allerbeste auf der Welt wäre. Er würde das ganz toll machen und wir wären eine fabelhafte kleine Familie. In seinen Armen würde uns nichts aber auch gar nichts passieren.
Aber so...


Ich habe mein ganzes Leben momentan gut im Griff, wir sind zufrieden, es geht uns gut - auch mit unserer Situation, aber so ein einziger blöder Moment bringt mich aus der Fassung...Immer wieder...immer noch...völlig. Ich meide keine Orte an denen Kinder zu finden sind und ich breche auch nicht jedes Mal in Tränen aus, wenn ich Papas mit ihren süßen auf der Schulter durch die Stadt laufen sehe, aber heute hat sie mich überrollt, die emotionale Welle...Ich merke, wie ich noch fest arbeiten muss an mir, in mir und an der Situation...


Unfassbar oder? Ich kann noch so stark sein, noch so glücklich und zufrieden, da kommt einer daher, mit seinem Kind an der Hand und es ist nicht er. Und ich bin auf einmal so so traurig.