Montag, 31. März 2014

Die erste Anwendung

des neuen Blitzdings.

Also Ladys aufgepasst, heute erzähl ich euch von der ersten Benutzung meines (wenn alles gut läuft) neuen besten Freundes. Am Freitag war es soweit. Eins kann ich schon mal vorne weg sagen: ihr braucht Zeit. Vieeeel Zeit.

Das Ding braucht etwa 2 Stunden bis es vollgeladen ist und dann kann es im Prinzip auch schon los gehen. Vorher aber: weg mit den Haaren, alles wegrasieren wo geblitzt werden soll, im Nachhinein weiß ich auch wieso man wirklich auch GENAU rasieren sollte. 

Dann muss man die Intensität einstellen mit der man blitzt, da gibt es aber eine Tabelle nach der man sich richten kann. Bei mir heißt es 4/5 und ich hab auf Stufe 4 los gelegt.

Ich habe unterm Arm angefangen, es stellt sich bald als kniffelig heraus, da das Gerät im 90° Winkel auf die Haut aufgesetzt werden soll. Wenn der Sicherheitsring Kontakt rund herum hat, dann leuchtet hinten die grüne Readylampe auf und man kann den Blitz auslösen. Wenn irgendwas nicht passt, löst auch kein Blitz aus. 
Nein man muss keine Schutzbrille aufsetzen, am besten ist es, wenn man es am Tag anwendet, wenn der Raum gut beleuchtet ist. Da ich aber bei der ersten Anwendung etwas länger gebraucht habe und auch zweimal nachladen musste, habe ich den letzten Rest (noch einen dreiviertel Oberschenkel) abends geblitzt, und da sollte man dem Blitzgerät nicht unbedingt zuschauen, wenn man hinterher nicht nur rote Punkte sehen möchte...

Es fühlt sich warm an, an manchen Stellen pickst es und an den Stellen wo du nicht gut rasiert hast pickst es schoooooon ein bisschen stärker. Aber von weh tun kann man nicht sprechen. Allerdings sollte man besonders dunkle Leberflecken mit einem weißen Kajal abdecken. Das merkt man nämlich gleich, wenn man das vergessen hat. Das gleicht dann etwa einem Nadelstich. Meinen Fußrücken konnte ich auch mit kleinerem Aufsatz einfach nicht beblitzen, es wollte sich dort einfach kein Blitz auslösen...ne halbe Stunde später und mit krummem Rücken hab ich dann dort aufgegeben. Im Bereich der Knöchel und des Knie´s geht es mit dem kleinen Aufsatz ganz gut. Ach ja und ich habe sehr empfindliche Haut, die auf Sonne superschnell reagiert und gerne auch auf neue Deo´s oder Cremes und ich hatte an keiner Stelle nach dem Blitzen Hautreizungen.

So und jetzt haben wir Montag und ja ich hab mir heute morgen die Beine rasiert und auch unterm Arm wachsen die weiter. Es geht ja darum die Haare in die Ruhephase zu blitzen, am besten für immer, das muss das Haar und seine Wurzel ja erst mal checken und ganz ehrlich - ich hab jetzt nach der ersten Anwendung auch noch keine komplett haar freien Zonen erwartet.

Man sagt die Haare fallen nach und nach aus, wenn sie nachwachsen soll das ganze viel weicher sein und nach und nach je nach Stärke des Haarwuchses sollen dann eben stellenweise bereits nach der 2. Anwendung keine Haare mehr wachsen...aber - dafür muss ich jetzt bis übernächsten Freitag warten, denn man blitzt anfangs alle 2 Wochen.

So und wenn das wirklich klappt - wie cool wird dann der Sommer!!!! 

Mein Leben ist schön!

Woche vom 24. bis 30. März

Freitag, 28. März 2014

Der Kauf des Jahres...

Ich hab es tatsächlich getan, ich hab ihn mir gekauft. Den Philips Lumea. Endlich eine haarfreie Bikinizone verspricht das Ding und unterm Arm soll ebenfalls nix mehr wachsen. Und wenn wir schon dabei sind bitteschön an den Beinen auch nicht mehr!

Ich bin schon ganz aufgeregt und kann es schon gar nicht mehr erwarten... Leute wenn das funktioniert, dann beiß ich mir in den A**** wegen all den vielen Dingen die ich schon probiert habe um haarfrei zu sein und es möglicherweise auch für mehr als 2 Tage zu bleiben...es hat nichts aber auch nichts geklappt. Vom Wachs bis zum Epilierer. Enthaarungscremes sind bei mir sozusagen wirkungslos und der Nassrasierer macht nur unschöne Pickel. Und jetzt steh ich vor der Lösung des Problems und es würde mich wirklich wirklich glücklicher machen, wenn ich diese nur allzu lästigen picksenden Haarstoppeln für immer los wäre...spontan in den Bikini hüpfen ohne Sorgenfalten auf der Stirn: Uah - sind da noch irgendwo Haarstoppeln zu sehen?? 

Ich halte euch auf dem Laufenden - jetzt steht erst mal alle zwei Wochen blitzen auf dem Programm und das über etwa 2 Monate. Ich habe äußerst gute Chancen verspricht mir die Gebrauchsanweisung, denn meine Haut ist HELL und meine Haare sind nahezu SCHWARZ. Sollte mir das Ding hier keinen Erfolg bringen - darf ich es zurückschicken. Sagt Philips. :).


Dienstag, 25. März 2014

Von der Liebe zu einer Katze, die eigentlich lieber Hund geworden wäre.

Ob es Katzen gibt, die versehentlich als Katze auf die Welt gekommen sind? Weil der Hundewelpenkorb schon voll war? Ich glaube bei unserer ist das ganz genau so. Dieser Kater miaut unaufhörlich, er himmelt uns an während er uns permanent vor den Füßen herhopst und am Schienbein hochspringt. Was bin ich schon gestolpert...Manchmal tippt er mich mit der Pfote an wenn er was will. Wenn wir nach Hause kommen kommt er angerannt und er rennt breitbeinig und eher hoppelnd wie ein kleines Eseltier.

Er hasst er es, wenn man ihn auf den Arm nimmt. Aber gleichzeitig muss er immer da sein. Entweder berührt mich nur eine Pfote von ihm, oder er muss auf meinem Schoss liegen, oder er legt seinen Kopf auf meinen Fuß. Er liegt auch während dem Essen unter dem Tisch bei den Füßen. Nein, denn er ist nicht die Art Katze, die sich´s im Körbchen gemütlich macht - er schläft mitten auf dem Boden. Überall. Wo er gerade Lust hat. 


Und er mag zähe Hundeknöchelchen wo man stundenlang drauf rumkauen kann. Er pinkelt im Stehen. Gott sei Dank aber ins Katzenklo. Und er frisst alles. Aaaalllleees. Wehe man vergisst die Gummibärchentüte...wenn er irgendwo ein Stückchen Schokolade entdeckt schmatzt er glückselig vor sich hin. Betteln tut er selten, aber wenn er sein Näschen mal wo reinstecken darf flippt er völlig aus. Außerdem kaut er mit offenem Schnäuzchen - was natürlich dementsprechende Geräusche macht. Siehe oben: Hundeknöchelchen.

Er liebt es wenn man ihn entgegen der Wuchsrichtung seines Fells streichelt und am besten fest wuscheln, nicht kitzeln. Er dreht durch, wenn man ihn auf den Hintern tätschelt, da fängt er an zu sabbern und er mag es wenn man ihn kopfüber durch die Wohnung trägt, dabei lässt er die Pfoten runter hängen, schnurrt wie verrückt und fährt die Krallen ein uns aus. Er liebt es in Einkaufstaschen zu sitzen und wenn wir dann noch Schiffschaukel mit ihm spielen findet er das klasse! Er apportiert stundenlang...

Er hört auf Rufen und kommt, wenn ich es ihm sage, sofort hochgesprungen. Nur ein Halsband toleriert er nicht. Da hab ich dann keine Katze mehr, sondern einen Kobold. Schade sonst würde ich es tatsächlich in Erwägung ziehen, jeden Morgen mit ihm rauszugehen ;) 

Während der andere Kater sich schnell verdrückt wenn Mist gebaut wurde bleibt er wie angewurzelt sitzen, kuckt vielleicht ein bisschen schuldig - aber kommt sofort wieder angekrochen. Fehlt nur noch, dass er mit dem Schwanz wedelt. Achja und ihm fehlt glaube ich irgendwie der Gleichgewichtssinn. Er schläft nur zu gern auf der Heizung und es kann schon mal passieren, dass er nach dem Aufwachen von selbiger runterfällt, weil er einen Schritt ins Leere macht. Er rutscht auch mindestens einmal ab, wenn er auf uns rumbalanciert. 

Und - er ist so liebenswert. Mit all seinen Macken. Er tut unserem kranken Kater so gut, weil er ihn immer aus der Reserve lockt. Weil er ihn hingebungsvoll putzt, weil er ihm immer noch einen Rest im Napf übrig lässt und weil er sich an ihn kuschelt und ganz verdattert ist, wenn wir mal zum Tierarzt müssen und er dann nicht da ist.  Er tut uns so gut, weil wir immer lachen müssen. Weil er für uns den Clown spielt. Weil er ein Stück Leichtigkeit in unser Leben bringt - die, die ich suche, die, die irgendwo auf dem Weg verloren ging. Dabei sitzt ein Stück der Leichtigkeit genau vor unserer Nase. Vielleicht muss ich mich noch öfter von ihm verzaubern lassen oder besser anstecken lassen...? 

 
Vielleicht. Zumindest nimmt er uns jeden Tag so wie wir sind. Es macht ihm nichts aus, ob wir traurig oder fröhlich sind. Er ist da, er ist meistens guter Laune und ich glaube insgeheim lächelt er wenn er uns zum lachen bringen kann. Gesucht gefunden würde ich mal sagen - ein Volltreffer und unser kleines Glück in Fellform.

Freitag, 21. März 2014

Eins nach dem Anderen.

Irgendwie herrscht momentan gerade Stillstand.

Pause.

Leerlauf.

Aber - es fühlt sich nicht schlecht an. Im Gegenteil. Ich bin sogar echt froh darüber, dass es mein Mann genauso sieht. Eins nach dem Anderen und beeilen will ich mich schon dreimal nicht. Ob ich jetzt mit 35 oder 36 am Ende noch mal einen Versuch mache, ist jetzt auch noch egal...

Natürlich ist das alles nach wie vor fast täglich ein Thema wann und ob und wie wir nun weitermachen. Aber es wird weniger. Und wir reden nicht mehr so lange drüber. Als nächstes werde ich mir meine aktuellen Befunde kopieren lassen, ich hab beschlossen, daß ich das erst mache, wenn die Rechnung da ist.

Dann muss ich mir einen neuen Gynäkologen suchen.

Dann werden wir mal verschiedene Kassen anschreiben und uns informieren wie das denn so wäre...im Ausland...

Und dann werden wir entscheiden wo und ob wir zum Gespräch hingehen.

Und dazwischen möchte ich so gern Urlaub. Sonne genießen. Shoppen. Mir den Philips Lumea kaufen. Mein Leben genießen. Und ja, ich hab wieder mit dem Rauchen angefangen - so what - es hält sich in Grenzen, wenn´s hoch kommt rauche ich vielleicht drei Zigaretten am Tag. Ich hab auch meine SD-Tabletten abgesetzt, nachdem ich meinen Doc im Krankenhaus um Rat gefragt hab. Der ist schließlich Endokrinologe und da ich die Dinger ja "nur" für den Kinderwunsch einnehme sagt er kann ich die problemlos absetzen. Ich muss den Wert in ein paar Monaten kontrollieren lassen. Er sagt, wenn meine SD vorher funktioniert hat, dann tut sie es jetzt auch wieder. Und das hat sie. Jawohl. Und - mir geht es besser, denn ich hab fast keine Verdauungsprobleme mehr und ich fühle mich insgesamt wohler.

Auf dem Plan steht auch nochmal ein Termin bei meiner Kinesiologiefrau, einfach weil es mir gut tut und weil ich das Gefühl habe sie könnte mich auf meinem Weg begleiten. 

Die Schwangerschaften in meinem Umfeld hauen mich nicht mehr wirklich um, nur die die unentwegt dazu kommen. Es scheint kein Ende zu nehmen, aber das ist eben das Leben...im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin immer noch im Hinterkopf ein wenig verbissen der Meinung, dass wir eigentlich dran gewesen wären...(und noch viele andere Kinderwunschmädels hier und überhaupt) aber den Gedanken schluck ich einfach runter, zünde mir ne Fluppe an, schnapp mir ein Glas rosaprickelnden Prosecco mit Granatapfelkernen und viel Eis und stelle mir vor, wie knackig ich diesen Sommer in meiner neuen Jeans aussehen werde...kein wirklicher Trost aber ein Anfang...

Freitag, 14. März 2014

Raus aus der Höhle

Letztens auf dem Geburtstag meiner Freundin...

Ich bin so so stolz auf mich, dass ich allen Mut genommen hab, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und einfach hingegangen bin. Zum Frühstücken mit der Horrorvorstellung: lauter Mütter.

Meine Freundin wäre ja aber nicht meine Beste, wenn sie nicht prima wäre und so war es von Anfang an ok. Schließlich war ich wegen ihr da und nicht um in Selbstmitleid zu verfallen. Und nein - ich war tatsächlich nicht die einzige kinderlose. Eine war noch da. Na immerhin bei 10 Damen... 

Das Frühstück war grandios, lecker und meine Schwägerin war auch da, somit hatte ich bald keine Kindergespräche im Ohr und das war gut so. Ich bin so froh, dass ich hingegangen bin und ich muss im Nachhinein feststellen, dass es wichtig war. Wenn man sich immer verkriecht und den vermeintlich schlimmen Situationen aus dem Weg geht, fragt irgendwann keiner mehr ob du kommen möchtest oder nicht. Es lohnt sich, wenn man sich mal für ein paar Stunden zusammenreißt. Es lohnt sich, weil Freundschaften wichtig sind. Viele haben sich durch die Zeit verändert, sind vielleicht weit auseinander gedriftet...Es lohnte sich für mich, weil ich hinterher festgestellt habe - ich musste mich gar nicht zusammenreißen. Es war einfach toll. Meine Freundin ist toll und selbstverständlich auch ihr Mann, der sich extra den Tag frei genommen hatte um uns Mädels zu bedienen. 

Und wäre es anders gewesen...dann wär ich eben früher gegangen. Sie hätte kein Problem damit gehabt. Dafür danke ich ihr von Herzen. 

Tja ich war die letzte die gegangen ist...schließlich musste ich nicht zum Kindergarten, die freche Brut abholen und auch nicht heim zum Essen kochen :) nein - ich genoss noch den restlichen freien Tag, ließ mir die Sonne auf die Nase scheinen, überlegte mir dabei gähnend mit meinem Mann was wir abends kochen wollen und trank noch am Herd mein erstes Glas Wein!

Donnerstag, 13. März 2014

Der Gynäkologe und sein Einfühlungsvermögen

Vielleicht ist auch der Wechsel weg von meinem Gynäkologen eine Veränderung die ich in Angriff nehmen sollte.

Ich musste leider außerterminlich hin, wegen Beschwerden.

Zuletzt war ich im Januar dort, um mir eine Überweisung für die Kiwu zu holen und eigentlich zur Krebsvorsorge. Die, so hat er aber gemeint, reicht im Juli wieder, halbjährlich brauchen wir das jetzt nicht zu machen. Er hat sich Zeit genommen um meine Fragen zu beantworten, aber irgendwie war die Zeit dann um, meine Fragen aber noch nicht daher hat er noch schnell im Stehen mit der Türklinke in der Hand weitergeredet und mich dann sozusagen hinausgeschoben. 7 Minuten. Muss reichen.

Jetzt drei Monate später: "Ich habe Schmerzen, der ganze Bereich tut mir weh und außerdem schmerzt es beim Laufen und Wasserlassen"
Er: "Also jetzt haben wir doch vor drei Monaten geschaut, da hatten sie aber wohl keine Beschwerden."
Ich: "Äh nö, da haben wir nicht geschaut sondern nur geredet! Und nein da hatte ich natürlich noch keine Beschwerden"
Er: "Ja dann müssen sie sich halt frei machen, dann kucken wir.....ja sieht doch alles toll aus, sie haben eine intakte Schleimhaut, da haben sie doch hoffentlich schon selber geschaut! Ich kann nichts erkennen. Machen wir halt noch schnell einen Abstrich"
Ich: "Aua!" Er: -----
Er: "Ja das ist wohl ein Pilz - ich geb ihnen was mit - hier bitteschön - tschüss dann!" (ohne auch nur kurz hoch zu sehen)
Ich: "Alles klar" und denke mir du Arsch, vielleicht steht in deiner blöden Akte auch, dass ich meine dritte Kryo hatte, aber du brauchst nicht danach zu fragen. Offensichtlich hat er sich gedacht, schwanger hätte sie ja erwähnt, da fragen wir vorsichtshalber schon mal nicht. 

In 5 Minuten inklusive An- und Ausziehen war ich dann wieder draußen. Vermutlich für immer. 

Aber wo krieg ich einen tollen neuen Gyn denn her? Soll ich mich durch´s Internet hangeln? Die, die gut sind, bei denen steht man ein halbes Jahr auf der Warteliste für einen Termin. Zur Vorsorge muss man sich ein Jahr vorher anmelden und das ist kein Witz. Bevor ich bei diesem Rüpel gelandet bin, wurde mir eine tolle Ärztin empfohlen, die nimmt aber momentan keine neuen Patienten mehr. Ich wünsche mir einen neuen Doktor vielleicht ja besser noch eine Frau Doktor, die mich ernst nimmt, die mich annähernd versteht oder es zumindest versucht und die mich nicht untersucht als würde sie Blumenzwiebeln pflanzen....bis Juli hab ich zeit zum Suchen. 


Sonntag, 9. März 2014

Wo ist das ganze Glück nur hin?

So viele Negativs zu Zeit...

Immer und immer wieder. Ich frage mich, wer eigentlich auch mal Glück in der Behandlung hat. Wer auch mal erleben darf, dass sich der ganze Schlamassel lohnt. Ja ok...vielleicht es gibt sie...nur wo? Oft endet es ja schon bevor es richtig angefangen hat. Es ist momentan einfach nur schlimm. Jede von uns macht das Gleiche durch. Die Symptome, die Angst, die Hoffnung, die Mutlosigkeit. Jede von uns steht immer wieder auf - sucht sich wieder eine neue Perspektive, einen neuen Plan. Wir versuchen jeden Tag über die Traurigkeit hinwegzukommen, ergreifen wieder hoffnungsvoll die helfende Hand der Klinik oder die von sonst wem. Gehen wieder den genau gleichen Weg. Wieder ohne Garantie. 

Wir hoffen ständig von Mal zu Mal, jetzt aber...es muss doch irgendwann mal klappen. Wann aber unser irgendwann endlich kommt steht in den Sternen. Vielleicht kommt es auch nie und wir sind diesen Weg einfach so mal komplett umsonst gegangen. Haben so viel Geld einfach mal zum Fenster rausgeschmissen, haben Milliarden Tränen einfach mal komplett umsonst geweint, uns um so viele Dinge einfach umsonst Gedanken gemacht und soviel Zeit damit verbracht, dem Glück hinter her zu laufen. Wann geht uns die Kraft aus - wann hört der Kopf auf, ständig alles zu hinterfragen und wann tut es vielleicht weniger weh? Verspricht uns wenigstens jemand, dass wir bis ans Ende unserer Tage zusammen mit unseren Partnern glücklich werden? Achso ja eher auch nicht. Mir geht so langsam aber sicher die Puste aus...

Ich bin unendlich traurig über all das was uns bereits passiert ist. Und das in gerade mal 7 Jahren. Wir haben viele glückliche Momente, daran besteht kein Zweifel, aber im Grunde ist unsere Beziehung oft so weit entfernt von dieser gewissen Leichtigkeit, dass mir manchmal Angst und Bange wird. So hab ich mir das alles nicht vorgestellt...
Wie wir das nur alles gemacht haben bis jetzt, ohne den Kopf und uns zu verlieren...erstaunlich.
Wir gehen von einer Bank zur nächsten, wenn wir uns ausgeruht haben laufen wir weiter - direkt hinein in die nächste Vollpanne. Man wird mürbe irgendwie, wenn man nie eine Aussicht auf Erfolg hat. Und macht man weiter. Trotzdem. Irgendwie. Irgendwann dann.

Und dennoch, auch wenn man sich an manchen Tagen so fühlt, wir sind nicht allein damit. So viele kämpfen genau gleich wie wir. Um das Wunder, die Freundschaften, das Glück und die Liebe. 

Gott sei Dank bin ich nur in manchen Stunden meines Lebens so dramatisch. Und wahrscheinlich bin ich bald nicht mehr so wütend und traurig. Bestimmt ist es wieder mal die Angst die mich zu dem macht was ich momentan bin. Zu dem was ich eigentlich nicht sein möchte. Aufgebracht, enttäuscht, verbittert und zynisch...ich hoffe es wird bald anders. Jemand hat mir mal geschrieben, anders kann gut sein ;) und noch jemand, dass es vermutlich bald besser wird...ich wünsche mir so sehr, dass alles anders und irgendwann mal viel besser wird...für uns alle die wir in dem gleichen Boot sitzen.

Ach ja und eh ich´s vergesse: wir haben ja immer noch uns was ja selbstverständlich ohne Zweifel ganz ganz prima ist... jaaaa - schon klar.



Mittwoch, 5. März 2014

Gesprächsbedarf

Wir hatten heute nochmal ein Gespräch in der Kiwu. Zum Einen um abzuklären, was für Möglichkeiten wir noch haben, zum Anderen um nochmal all die Fragen zu stellen, die wir uns die vergangenen 2 Wochen überlegt haben. 

Wir wollten wissen, ob Assisted Hatching, Scratching und Co. bei uns sinnvoll wäre, wir wollten wissen, wie seine Einschätzung ist, wie es bei uns weitergehen sollte. Warum man bei mir nicht noch weiter abklären muss und was mein Mann noch für Verbesserungsmöglichkeiten hat. Was das jetzt mit dem PCO auf sich hat und ob es Sinn macht so weiter zu machen. 

Er hat sich Gott sei Dank die Zeit genommen, die wir gebraucht haben und es ist irgendwie alles anders ausgegangen als wir erwartet hatten. Er war so ehrlich zu sagen, dass sie dort keine weiteren Möglichkeiten haben, außer das was bisher gemacht wurde. Vielleicht könnte man an der Stimulation noch ein bisschen was verändern aber mehr auch nicht. 

Er hat sich viele Gedanken vor dem Gespräch gemacht, sagt er, weil ich ihm nach drei Jahren einfach auch am Herzen liege. Er empfiehlt uns falls wir die Kraft haben weiter zu machen, uns an eine Klinik im Ausland zu wenden. Sie würden auch was die Ultraschalls und Kontrollen angeht, alles weiter hier in unserer Klinik machen. Allerdings sagt er, es fände sinnvoll, wenn wir uns dafür entscheiden, genug Zeit, Urlaub ect. einzuplanen, um dort vor Ort zu sein, 16 oder 18 Tage je nach dem. Wie das letztendlich machbar ist...keine Ahnung. Immerhin sind die Chancen dort doppelt so hoch. Die Kosten allerdings auch...

Wir müssen das jetzt erst mal alles setzten lassen...vermutlich wird aber unser Weg zunächst mal hier in dieser Klinik zu Ende sein. Aber der meines Kinderwunschdoktors auch. 
Somit ist es ein gemeinsamer Abschied. Die neue Ärztin sei sehr nett, hat er gesagt. Aber wenn die uns auch nicht weiterhelfen kann...muss vielleicht ein neuer Weg eingeschlagen werden. Ich war jedenfalls hinterher ziemlich traurig, wie das halt so ist, wenn ein Abschied bevor steht. Vielleicht kamen mir auch hauptsächlich deswegen die Tränen, weil ich jetzt in eine andere Richtung denken muss. Vielleicht wieder neue Ärzte, ein viel weiterer Anfahrtsweg, Angst, weil man nicht weiß was dort wieder auf einen zukommt. Angst vor dem was kommt...mann gibts da nicht irgend ein fabelhaftes Mittel dagegen??