Mittwoch, 31. Dezember 2014

Dieses Jahr


Anfang des Jahres begleitet uns unser eigentlich schon in der Rente sitzender Lieblingsdok auf dem Weg in eine natürliche Kryo.
Die Enttäuschung ist doppelt groß, denn der Arzt ist nach uns weg und Erfolg hatten wir wieder nicht. Wieder. Nach 5 zeit- und kräfteraubenden Anläufen.

2014 steht fest: Es wird keine Kinderzimmer geben. Es wird geräumt, eingekauft, weggeschmissen, alles auf den Kopf gestellt. Seitdem gibt es einen gemütlichen Raum mehr in unserem Haus. Aber - eben kein Kinderzimmer.

2014 lerne ich noch mehr zauberhafte Menschinnen kennen. Eine davon ist ganz in meiner Nähe. So klein ist die Welt.


2014 trenne ich mich im Geiste von Menschen, die mir unwichtig sind. Die mir ein Gartenhaus auf die Nase quatschen und mir nicht gut tun. Zuletzt so kurz vor Jahresende brauche ich leider auch von meinem Bruder eine Auszeit.

2014 erlebt unsere Familie deutlicher denn je, was ein Selbstmord auf Raten bedeutet. 2014 endet damit, dass meine Schwester mal wieder in der Klinik liegt. Mal wieder. Mal wieder entlässt sie sich aber einen Tag später selbst und mal wieder fängt die Überlebensuhr an zu ticken.

2014 stellt sich das erste Mal das Gefühl ein, dass die Vorstellung von uns zu dritt schwindet. Das perfekt gewünschte Bild mit Glitzer drauf verblasst ein wenig. Die Realität ist stärker geworden. Viele Tränen, Diskussionen, verzweifelte Momente kommen und versetzen meinem Herzen einen bösen Stich. Immer wieder kommen plötzlich Tage, an denen die Einsamkeit in mitten der vollen Welt unfassbar groß wird. Dunkle Geister behaupten, es ist nicht vorstellbar ein Leben nur zu zweit, sie behaupten ich wäre irgendwann allein.

2014 lässt aber auch die guten Geister aus der Versenkung auftauchen. Die, die mir über die Wange streicheln und sagen - nie nie niemals wirst du allein sein. Die mir zeigen, was für wundervolle Überraschungen das Leben zu zweit bereit hält. Dir mir Mut zuflüstern auch wenn ich einsam bin.

Was erwarte ich von 2015...

Am Besten nichts.

So möge das neue Jahr hereinplätschern, möge uns wärmende Sonnenstrahlen schenken, tanzende Schneeflocken, uns immer öfter ein Lächeln auf die Lippen zaubern, es möge unser Herz weicher machen und unseren Geist offener für den Zauber, den das Leben bietet.
Das Schicksal soll es gut mit uns meinen und uns auf unserem richtigen Weg begleiten. Mögen wir Dinge die passieren und die wir nicht ändern können annehmen lernen und möge es viele Momente tiefer Zufriedenheit geben.

Ich wünsche euch, dass sich das alte Jahr mit einem Glitzern aus dem Staub macht und das neue mit einem Sternenregen beginnt...

Danke an alle wunderbaren Frauen da draußen, danke dass ich euch gefunden habe und ihr mich ;) es macht es einfacher...und schöner...

Und jetzt lasst die Korken knallen - Happy new Year meine Hübschen ♥




Montag, 29. Dezember 2014

Schneeflocken

Unser Christbaum steht wie jedes Jahr auf dem Balkon, erstens weil er so länger schön ist und zweitens weil die Kater gern bunte Kugeln mögen, die man so lässig mit der Pfote vom Baum holen kann. Außerdem macht es Freude direkt in den Baum zu klettern. Das macht dem Menschen große Freude wenn die Katze besonders klein ist. Hat sie allerdings 5 Kilo, dann finden das Mensch und Baum eher nicht sooooooo gut. 

Und nachdem der langersehnte Schnee nun endlich vom Himmel fiel, gab das ein paar schöne Foto´s wie ich finde.

Kamera raus und: 









Sieht zauberhaft aus nicht? Wenn der Schnee die Kugel küsst ;)



Dienstag, 23. Dezember 2014

Have yourself a merry little Christmas...



Ich danke euch von Herzen, dass ihr mich dieses Jahr begleitet habt. Dass ihr mit mir durch die Höhen und Tiefen geklettert seid. Ich würde gern jeder von euch einen leckeren Keks reichen und euch drücken. Ganz fest. Ob ihr nun Weihnachten zu zweit oder mit euren Familien verbringt, ich wünsche euch ein paar fabelhafte Tage, genießt die Leckereien, die die Weihnachtszeit zu bieten hat ♥




Und was wäre Weihnachten ohne einen speziellen Song für euch: 



Merry Christmas everyone ♥




Freitag, 19. Dezember 2014

Things happen...


Mir fehlt tatsächlich dieses Jahr der Schnee. Der würde zumindest das äußerliche Bild ein wenig verzaubern. Es ist einfach toller, wenn überall ein wenig Glitzer(schnee) drauf liegt. Finde ich. Glitzer, den haben wir nötig. Und wie.

In diesem Jahr geht es meiner Schwester besonders schlecht. Wir hangeln uns von Monat zu Monat und hoffen das Beste. Wie auch immer das aussehen mag. 
In diesem Monat trennt sich mein Bruder. Von einer Frau, die ihn dazu veranlasst hat alles aufzugeben. Er hat es gemacht und steht jetzt da wie ein Vollidiot. Sitzen gelassen auf ganzer Länge. 
In diesen Monaten verlieren 4 Frauen in meinem Umfeld ihre Babys. Einfach so. Nach so vielem Hoffen ist es aus. Vorbei.
In diesem Jahr bekommen Menschen Krebs. Von heute auf morgen. Einfach so. 
In diesem Monat bereiten wir uns darauf vor, dass wir vielleicht bald unseren Wunsch erfüllt bekommen. Mit der Angst im Hintergrund, dass es wieder umsonst sein könnte.


In diesem Monat werden wir nochmal so richtig auf die Kacke hauen, für alle die es momentan gerade nicht können. Wir werden darauf trinken und feiern, dass das nächste Jahr uns allen mehr Glück bringt. Mehr Freunde. Mehr Grund zum Feiern. 
In diesem Monat freuen wir uns über das Nikolausbaby, welches uns tatsächlich ein glitzerndes Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. 
In diesem Monat freue ich mich über all die lieben Frauen, die an meiner Seite gehen. Die mir ihr Vertrauen schenken und denen ich vertraue. 
In diesen Monaten ist mir mein Mann wichtiger denn je. Er wird mit mir noch einmal den Schritt wagen. Er wird aber auch mit mir in eine in jedem Fall ungewisse Zukunft gehen. Und er macht es ganz fabelhaft. 
In diesem Jahr habe ich neue Mädels kennen gelernt ♥ die mein Herz und mein Leben bereichern.
In diesem Monat stelle ich wieder einmal fest, dass meine große Schwester und ich das Weihnachtsfest rocken werden. Mit vielen Leckereien und viel Liebe. So viel, dass für unser anderes Schwesterherz, den getrennten Bruder und noch für so viel mehr Liebe übrig ist. Und das ist ein schönes Gefühl.   

So gehen wir dem Ende dieses für mich aber auch für andere nicht gerade erfolgreichen Jahres 2014 entgegen und richten unser Krönchen für das neue Jahr 2015 zurecht. Das uns wieder neue Erfahrungen, neuen Lebensmut und mit Sicherheit auch neue Enttäuschungen schenkt. Ja ich lasse der Realität an dieser Stelle den Vortritt. Daher die ein oder andere Träne, die mir in dieser Zeit die Backe herunterkullert...ich bin realistischer geworden. Trotz all der Hoffnung, trotz all der Liebe, trotz all den Wundern...ein kleines Stück Realität geht immer irgendwie mit mir. 

Things happen for a Reason - Just believe...
 Im neuen Jahr wünsche ich mir, die Dinge annehmen zu können. Nicht mehr ganz so wütend zu sein über Dinge, die ich nicht ändern kann. Ich wünsche mir, dass wir zufrieden sind mit dem was wir bekommen, auch wenn es in unseren Augen vielleicht zu wenig ist...und eins noch gleich vorweg: ich bin überzeugt davon, das aus 2015 was wird.

 Aber wird es mein Jahr? An alle die davon überzeugt sind: ich lass diese Euphorie dann doch mal lieber sanft an mir heruntergleiten, zu viele Jahre sind auf diese Weise und mit diesem Satz schon vergangen...
2015 wird nicht mein Jahr, es wird vielleicht besser, vielleicht auch nicht - aber in jedem Fall wird es anders ;) 

     

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Mütter...

Meine Ma....

Man stelle sich eine Frau vor, die sagen wir mal zu allem einen Ratschlag parat hat. Die nie und niemals sagen würde: das weiß ich nicht. Es hat alles seinen Grund. Es hat alles seinen Sinn und wenn wir keinen finden können, dann ist es von Gott so gewollt. Gott. Definitiv. Ohne Diskussion. Ohne Widerrede.

Ich schätze meine Ma sehr. Wirklich. Ich respektiere ihre Einstellung, auch wenn es meine nicht ist und ich bin ihr dankbar für alles was sie für uns macht und gemacht hat. 

Meine Ma ist sehr direkt und unfassbar ehrlich in dem was sie denkt. Sie denkt ich mache meine Beruf aus Nächstenliebe (allen Ernstes) und sie kann nicht glauben, dass uns die Kinderlosigkeit so zusetzt. (Was mich doch erstaunt von jemandem der 5 Kinder hat sich ein Leben ohne Kinder nie vorstellen konnte.) 
Ich habe mich mal wieder, weil ich den Mund nicht halten konnte verplappert und mich beschwert. Mal wieder, weil ich es leid bin, dass einige immer der Meinung sind: "Ach Herr und Frau Wünschdirwas, die habens ja gut. Die können immer in Urlaub fahren, das noch außerhalb der Ferien und hach ja da waren die schon wieder beim Essen. Beide verdienen voll und da wollen die uns erzählen, dass die auch Probleme haben???" Ja sagte ich haben wir. "Ach" frägt Mama Wünschdirwas "was habt ihr denn für Sorgen jetzt mal raus damit!" Und da ploppt es raus. Schon nach dem ersten Satz bereue ich es.

Meine Eltern wissen, dass wir keine Kinder bekommen können. Mehr nicht. Sie wissen weder unsere Untersuchungen noch unsere Versuche. Was sich immer wieder als gut so erweist.
Jedenfalls ploppt es heraus: "Es ist für uns nicht immer leicht, zu wissen, dass wir kinderlos bleiben werden" 
"Ach" sagt Ma Wünschdirwas "also wie ist das, was passiert mit Kindern, die beim Unfall zum Beispiel ihre Eltern verlieren, kann man da nicht sagen, dass man so eins so gern bei sich aufnehmen würde?" "Äh nein. Vielleicht war das vor 50 Jahren mal so, aber jetzt - nein, da muss man sich heutzutage     bewerben...*äugleinverdreh*" (Jaaaa meine Ma ist mitte 70...)
"Ach" sagt sie "und willst du nicht sowas wie Tagesmutter werden? Mach doch das!" "Äh nein, das ist glaube ich nichts für mich" "Ach" ihr fällt noch was ein "deine Kollegin hat doch Zwillinge bekommen, ihr könntest du doch etwas unter die Arme greifen" "Äh Mama - ok lassen wir das!!!!!"

Und jetzt kommts.

"Aber so künstlich befruchten, das würde ich ja nie im Leben über mich ergehen lassen" sagt sie letztens am anderen Ende (ich bin in dem Moment froh, dass etwa 60km zwischen uns liegen) "also wie die Frauen das mit sich machen lassen - wir sind doch keine Zuchtkühe" (Jetzt bitte nicht ausflippen meine Damen - meine Ma ist vom anderen Schlag. Sie versteht das einfach nicht und ihr Glaube lässt solche menschliche Nachhilfen einfach nicht zu. Sie ist auch der Meinung, wenn man sich künstlich befruchten lässt, dann kann man sich die beste Eizelle aussuchen und die anderen kickt man in die Tonne...ihr die Geschichte der künstlichen Befruchtung zu erklären erweist sich als zwecklos, denn sie hat recht. Immer.)
Nein - ich habe es nicht erklärt und ich habe nichts richtig gestellt, das ist es mir nicht wert. Die Aufregung meine ich. 
Ich kenne das alles von meiner Ma. Sie bringt öfter solche Knaller. Ich bin quasi damit aufgewachsen. Getroffen hat mich nur die Aussage: "Bei allen wo künstlich nachgeholfen wird, das ist nicht Gottes Werk und da ist auch kein Segen drauf" Rummmmms. Das hat gesessen. Nicht dass ich von irgendjemandem den Segen dazu bräuchte. Aber mal ehrlich auch wenn´s links rein ins Ohr geht und rechts wieder raus - in der Mitte drin, da gibts dann schon einen kleinen Stich...
Ich wünschte mir, dass ich irgendwann mit unserem kleinen Bündel auf dem Arm hinfahren kann und ihr zeigen kann, dass dieses kleine Wunder, auch wenn es von Menschenhand in einer Schale entstanden ist sehr wohl gesegnet ist. Vielleicht würde sie es dann verstehen und vielleicht würde auch meine Ma dann irgendwann mal in ihrem Leben zugeben, dass sie nicht recht hatte...und dass es sich auszahlt, nicht alles so hinzunehmen wie es eben ist...

So bitte nicht wütend werden meine Lieben...ich bin es manchmal tatsächlich, weil ich diese verbohrte Denkweise nicht mehr ändern kann...aber es lohnt sich nicht. Ich möchte meine Ma auf diesem Weg nicht schlecht machen. Sie ist wie sie ist. Sie hat eine gewisse Härte und manchmal fehlt mir die weiche Seite. Ich nehme an, dass sie das Leben so gemacht hat. Meine Mama hat ihre ersten beiden Kinder verloren. Es waren Zwillinge und sie sind beide kurz nach der Geburt gestorben. Ein Thema über das keiner redet. Weder damals noch heute. Meine Fragen werden zwar stumpf beantwortet aber ohne Gefühl. Vermutlich ging ihr viel von diesem Gefühl damals verloren, als ihr Herz in 1000 Stücke brach. Aber zugeben würde sie das nie...ich muss manchmal weinen, weil ich mir vorstelle wie sie sich gefühlt haben muss...aber zusammen weinen können wir nicht. 

Mich macht es manchmal traurig, dass mir von ihr das Verständnis über mein manchmal leeres Herz fehlt. Dass sie so hart mit mir und mit sich ist. Dass sie mich deswegen nicht einfach mal in den Arm nimmt und sagt: "Es tut mir leid - ich wünschte es wäre anders..." Ich hätte manchmal gern dieses Freundschaftsverhältnis, dieses "Komm her, du brauchst nichts zu sagen, ich weiß...." hmmm. Bei uns ist es eben anders. 

So sind sie eben verschieden. Unsere Ma´s. Meine Ma war 41 als ich zur Welt kam. Ich denke heutzutage merkt man den Altersunterschied nicht mehr. Ich merke ihn. Deutlich. Es ist anders...vielleicht hat es damals diese spezielle Freundschaft zwischen Müttern und Töchtern nicht gegeben...Sie versteht manches nicht mehr, weil sie nicht mit der Zeit geht. Nicht auf unsere Weise. Ändern kann ich das nicht mehr. Leider. Dabei gibt es so viel, was ich ihr gern zeigen würde, wo ich sagen würde - hey Ma, schau was ich kann, vom Wundertopf angefangen bis hin zur Bildbearbeitung am Computer, meinen wunderbaren Eizellen oder meinem tollen Blog ;) Ich hätte so gern, dass sie mal richtig stolz auf mich ist...nicht nur auf meinen Beruf...sondern auf mich und mein Leben und was darin passiert (denn sie weiß gar nicht was für tolle Sachen mir passieren, was für tolle Leute mir begegnen, weil ich ihr nie davon erzählen kann)...Aber mit dem Stolz begehen wir ja schon wieder eine Sünde...

Na gut...lassen wir das...

Montag, 8. Dezember 2014

Die Sache mit den ganz speziellen Feiertagen...

Leise fallen ein paar Schneeflocken vom Himmel. Leise wird es auch dieses Jahr wieder Weihnachten.

Weihnachten ohne.

Für viele wird es auch dieses Jahr wieder Weihnachten ohne.
Dieses Jahr bin ich positiv gestimmt. Dieses Jahr denke ich mir eben wieder mal: achja. Noch einmal Weihnachten ohne. Nächstes Jahr dann mit.

Okeee ich sage das schon etwa gefühlte 100 Jahre. Und jedesmal denke ich mir im Stillen: ja aber dieses Jahr ist es anders. Dieses Mal ist es wirklich zum letzten Mal. 

Was ist das? Eine Art Schutzmechanismus? Um Weihnachten zu überleben? Um die vielen zuckersüßen Strahlegesichter auszuhalten? Ok - schnelleinenschluckweingekipptundindierundestrahl - nächstes Jahr dann...da strahlen uns auch zwei kleine Knopfaugen an, während wir uns weihnachtlich auf dem Sofa zusammenkuscheln.

Oder eben nicht.

Vielleicht wird es immer ein Weihnachten zu zweit sein. An dem wir lächelnd den Weihnachtsbaum schmücken. Für uns. Und für die Miezen, die einen riesen Spaß damit haben, Kugeln zu fangen. Ja selbstverständlich haben wir einen Baum. Meistens sogar einen großen. Und ja manchmal frage ich mich ob sich der überhaupt lohnt. Aber wenn er da so steht, weiß ich, dass er sich lohnt, denn er leuchtet nur für uns. 
Vielleicht wird es immer so sein, dass wir Weihnachten mittags für den Papa meines Lieblingsmannes kochen. Vielleicht wird es immer so sein, dass wir anschließend dann zum Grab der Mama des Lieblingsmannes gehen um ihr einen Gruß da zu lassen. Sie ist damals an Weihnachten eingeschlafen. Vielleicht wird nie ein kleines Kinderlachen unseren schmerzlichen Verlust an diesem Tag mildern. Vielleicht wird es immer so sein, dass Weihnachten für uns mit einer gewissen Schwere beladen ist. Einer Schwere, die uns niemand nehmen kann. 

Es ist zum Glück nur für diesen einen Tag lang schwer.

Die anderen Tage sorgt die Familie für Abwechslung. Und gutes Essen. Und leckeren Wein. Und Zusammenhalt. Das genießen wir jedes Jahr. Entweder bei uns oder bei meinem Schwesterherz. Und es ist tatsächlich ein Grund sich jetzt schon drauf zu freuen. Auf die Tage nach Weihnachten. 

Und was ist mit Silvester? Ja auch dieses Jahr werde ich Tränen verkneifen. Auf der einen Seite, weil mich das Feuerwerk immer so rührt, und weil ich jedes Mal meinen Schatz von der Seite verliebt ankucke und weiß, er vergisst mich zu küssen um Mitternacht weil er gebannt in den Himmel schaut. Ich hab noch nicht rausgefunden, ob ihm Mitternacht genauso zusetzt wie mir und er mich deswegen vielleicht nicht küssen kann. Denn auf der anderen Seite kommen die Tränen, weil es um Mitternacht einen unfassbaren Stich im Herzen gibt. Einen kurzen Moment der Trauer, weil dieses Jahr wieder vorbei ging ohne uns unserem Wunsch ein bisschen näher zu bringen. 

Wird es von nun an jedes Jahr so sein? Oder kommt für uns irgendwann ein Silvester an dem wir richtig auf die Kacke hauen? Und das neue Jahr feiern, dem alten hinter her winken ohne den dicken Kloß runter zu schlucken? 

Ich kann es mir nicht vorstellen...aber wer weiß...Zeiten ändern sich. Wieso nicht auch gewisse Feiertage oder wir ;)





Montag, 1. Dezember 2014

Lieber Gott...

...wenn es dich gibt...oder wenn du irgendwo da draußen bist hätte ich heute mal ein paar Fragen an dich.

Ich möchte dich fragen, wieso das Leid mancher Menschen so groß ist? Warum manche Menschen so bitter kämpfen...kämpfen um ein Wunder, kämpfen um ihr Leben...

Ich möchte dich fragen, warum du manchmal so entscheidest. Warum du nicht irgendwann das Blatt drehst...damit sich doch noch alles zum Guten wendet...ich möchte dich fragen, warum wir deine Hand nicht sehen, sie nicht greifen können, wenn wir sie brauchen? 

Warum du von Jemandem so weit weg bist, obwohl er dich verzweifelt darum bittet ihm Nahe zu sein. Warum du ihn so einen Kampf kämpfen lässt, obwohl du weißt, dass er verlieren wird. Warum du uns nicht unterstützt und uns zeigst, wie wir helfen können...wo hast du dich nur versteckt? Warum findet dich niemand von uns, noch nicht mal diejenigen, die täglich zu dir kommen? 

Warum nimmst du all den Frauen, die so viel durchmachen müssen, das kleine Wunder, dass sie mehr als verdient hätten?
Wie kannst du uns unseren größten Wunsch erleben lassen, um ihn uns dann wieder zu nehmen? Was für einen Sinn haben diese Geschichten und wie viel soll und kann ein Mensch so aushalten?

Bestimmt wunderst du dich doch darüber, dass einige von uns wütend auf dich sind. Erstaunt es dich nicht, dass wir nicht mehr zu dir kommen um dich um etwas zu bitten, weil wir es jahrelang umsonst versucht haben? Bist du enttäuscht, weil wir aufgegeben haben nach dir zu suchen in den dunkelsten Momenten in unserem Leben?  Waren wir nicht genug dankbar für das was wir bisher bekommen haben? Liegt es vielleicht daran? 

Ich verstehe das alles nicht. Wie kann ich auch. Ich bin ja nicht du. Ich bin überfordert. Mit mehreren Situationen gleichzeitig. Ich will dahinter schauen, damit ich Dinge annehmen kann, damit ich deine Entscheidungen verstehen kann... 
Annehmen und Hinnehmen können - das fällt in dem Fall tatsächlich schwer...
An manchen Tagen klappt das ganz gut. Das mit dem Annehmen. Auch Hinnehmen hab ich gelernt. Aber an Tagen wie heute...wo für jemanden in meinem Umkreis eine kleine Welt zusammenbricht...genau heute klappt das gar nicht.

Ich bin traurig über das was gerade um mich herum passiert. Ich weine um die verlorenen Kämpfe der Wunder, mir zerreißt es das Herz diese Berg- und Talfahrt mitzuerleben. Und dann so hilflos und traurig dazustehen. Ich bin traurig, weil ich mit ansehen muss, wie manche Menschen verlieren. Immer und immer wieder. Das macht mich manchmal so wütend. So sehr, dass ich dich Gott am Schlafittchen packen möchte und ihn zur Rede stellen möchte. Dich verklagen möchte.

Trotzdem bin ich dankbar, dass wenigstens ich gefunden habe wonach ich lange gesucht habe. Ich bin froh darüber, dass ich jemanden an meiner Seite habe, der mir die Hand hält. Bei allem. Ich bin unfassbar dankbar für die Menschen die mir begegnet sind in diesem Jahr 2014. Und ich wünsche mir sehr, dass alle die mir wichtig sind und die so unendlich traurig sind wieder nach vorne blicken können. Ich wünsche all diesen Menschen eine Hand, die die ihre hält... 

...vielleicht ist das dann eben unser Wunder oder unser Zeichen. Die Hand des Partners oder der Freundin, die gerade neben uns sitzt. Da uns ja kein Wunder in den Schoß fällt, müssen wir eben selber danach suchen. Selber Wunder entdecken und Dinge zu Wundern machen. Damit wir manches aushalten können und überleben können.
Auch wenn es so ziemlich sinnlos ist, nach dem WARUM zu fragen - ich tat es heute trotzdem. Und vermutlich tue ich es wieder...Und vielleicht bekomme ich tatsächlich irgendwann mal eine Antwort darauf.

An alle die heute mit mir traurig sind - fühlt euch von Herzen gedrückt. Ihr seid mit der Frage nach dem Warum nicht allein. Und auch wenn wir uns manchmal so verlassen fühlen, gibt es doch weingstens immer jemanden der an uns denkt...

Dienstag, 25. November 2014

An so einem nebligen Novembertag

...nehm ich euch nochmal mit auf die Reise um ein paar Sonnenmomente  einzufangen...



als erstes fahre ich mir euch hoch, auf den Monte Capanne...
hier könnt ihr euch ein wenig ausruhen und die fabelhafte Aussicht genießen...


eure Sorgen und Wünsche in den Himmel werfen...

oder ihr flüster sie ihm zu, er nimmt sie bestimmt mit in die Weiten des Himmels.
Als nächstes gehts in den Zauberwald...hier müssen Elfen und Feen zuhause sein...


ein unfassbar stiller, wunderschöner Ort...


hier ist eine kleine Lichtung im Wald von der aus man diesen Ausblick hat

kein Mensch weit und breit...nur wir...und die Geräusche (ich bin mir sicher, dass es Feen sind) des Waldes
ein mysteriöses Blatt...
und hier scheint die Nachmittagssonne durch´s Fenster

unser nächster Halt


mittlerweile ist die Burg das Zuhause von bestimmt 1000 Eidechsen...

überall raschelt es, ständig huscht irgendwas an den Füßen vorbei...

und näher betrachtet sind die echt schön...

die hier war ganz klein...und irgendwas stimmt mit ihrem Bein nicht...

Das war an einem Strand ganz in unserer Nähe...

Und das ist mein neuer Freund ♥


Auf dem Weg zum Kaffeetrinken...

Diese Bucht gehörte uns die ersten Stunden ganz allein...




Den schwarzen Glitzerstrand wollte ich euch nicht vorenthalten - schade, dass der Glitzer auf dem Foto nicht wirklich erkennbar ist...




Ein wunderschöner Urlaubstag geht zu Ende...


Ich wünsche euch, dass ihr ebenso viele wunderbare Momente im Herzen tragt und dass ihr sie euch immer wieder ins Gedächtnis rufen könnt. Die kleinen Momente des großen Glücks an den so früh dunklen  Tagen...

Eure













Montag, 24. November 2014

Ein bisschen ich - ein bisschen er - ein bisschen wir

Also ich, ich bin mittlerweile 35 Jahre alt. Nebst Katzenmama bin ich Ehefrau und anstatt kochen, shoppe ich lieber. Ich verbringe die Tage viel Zeit mit Menschen die mir wichtig sind und versuche den Gedanken zu widerstehen, wie es wohl wäre, wenn wir diese Jahr Weihnachten schon ein bisschen zu dritt wären. Der Gedanke hat sich jetzt aber erledigt, denn wir beginnen unseren Traum zu träumen nämlich erst im neuen Jahr. Ich bin sonst eher still, doch nach und nach (liegt es am Alter?) werde ich lauter. Wehre mich gegen Menschen, die mir zu Nahe treten und bin manchmal fassungslos über Dinge die mir über die Lippen sausen. Ich traue mich, auch mal andere Sachen außer schwarz und weiß anzuziehen und kann inzwischen meine Fußnägel im Frenchlook lackieren. Gerne flippe ich nach wie vor aus, wenn irgendetwas ungeplant in mein Leben tritt, und sei es nur ein spontaner Besuch, der sich ankündigt und - direkt schon an der Türe klingelt, wenn ich gerade aus der Dusche klettere. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich mich durch die ganze Kinderwünscherei viel zu wichtig nehme, denn es heißt eigentlich die meiste Zeit - jetzt kommst du, du musst nach dir kucken. Das tue ich gerne, stelle aber oft mit schlechtem Gewissen und eingezogenem Schwanz fest, dass Andere auch Probleme haben.

Er. Mittlerweile 42 Jahre alt. Der Ruhepol in der kleinen Familie Wohngemeinschaft. Ein absoluter Katzenliebhaber, der auch gern von beiden Tiegern und Ehefrau gleichzeitig belagert wird. Er steht gerne mal am Herd um für mich was zu zaubern. Er hält stundenlang durch, wenn wir ich mich durch die Stadt shoppe. Er kann schon mal direkt werden, wenn ihm was nicht passt, allerdings eigentlich nie mir gegenüber. Er vergisst oft mir zu sagen, dass Kumpel XY gleich eben noch vorbeikommt - da klingelt es nämlich schon ehe er es ausgesprochen hat. Er kommt bei mir leider oft zu kurz, weil ich vor lauter Beschwerden, ob sie nun da sind oder vielleicht kommen könnten, ganz vergesse, dass auch er den Schmerz der Kinderlosen empfindet. Er nörgelt nie an mir rum und liebt mich wie ich bin. Ist ausgesprochen geduldig mit mir und löst auch noch nach 7 fast 8 Jahren gemeinsam durchs Leben huschen eine unbeschreibliche Zufriedenheit und Liebe in mir aus.

Das Wir machen momentan das schwarz-weiße Fellpüschel und der Toffifeekater aus. 
Schwarz-weiß benimmt sich wie ein Baby, er liegt gerne im Arm und beschmust uns von oben bis unten. Sein Allerliebstes ist es, zu fressen. Futter in jeder Form wird sozusagen inhaliert, und wenn Mr. Toffifee noch was übrig lässt, ist das gerade recht. Er hat noch nie wirklich böses angestellt, das einzige was er kann ist lieb sein. Nur lieb. Und Kotzen. Weil er eben krank ist. Da hat die Frau im Haus natürlich immer großes Mitleid, was Schwarz-weiß auch merkt und sich dann dementsprechend verhält. Nämlich nach Liebe suchend und sich an den Hals drückend und nicht mehr loslassenwollend.
Die verrückte braune Katze, dessen Name echt komisch war als er bei uns einzog, wurde von uns in Gizmo (er nimmt es mir nicht übel, dass ich seinen echten Namen verrate) umgetauft, das erschien uns passender. Er fängt für sein Leben gern Fliegen, beißt andere Leute gern im Vorbei mal in die Waden und apportiert wenn er Lust hat so einiges. Er kämpft für sein Leben gern und dabei hört er sich wie in einem japanischen Kampffilm *iiiiiiaaaaaaaaaaaaaauuuuuuuuuaaaaaaaaaaaaaaahhhhhh* und macht auch gern mal die Gestik dazu. Er sitzt dann nur auf den Hinterpfoten und hält seine beiden Vorderpfoten drohend in die Luft(leider war ich bislang immer zu langsam dieses Schauspiel mal festzuhalten. Immer wenn ich filmen will hört er damit auf :/)  Er beschäftigt sich stundenlang mit seiner Raschelmaus, falls er mal eine neue bekommt, beißt er ihr als erstes den Schwanz ab. Die jetzige hat weder Schwanz noch Augen, das arme Ding. 

Das sind wir - wir vier. Zu unserem perfekten Glück würde uns noch Nummer 5 fehlen, aber was ist schon perfekt. 
Wir haben uns gefunden und leben nun schon seit 4 Jahren miteinander. In Frieden, mit Freuden und in Trauer. Wir gehören fest zusammen. Wir haben alle vier eins gemeinsam - wir sind alle sehr unterschiedlich und vermissen uns schrecklich, wenn einer mal nicht da ist ♥  Wir trocknen uns gegenseitig die Tränen, (gut ich mag es nicht so wenn Schwarz-weiß das macht, denn er hat ein wenig Mundgeruch...) halten uns fest und sind einfach da. Jeden Tag. Und das macht unser WIR in meinem Zuhause so besonders...

Samstag, 22. November 2014

Mein erstes Mal *Oktober 2014* fällt aus...daher Mein erstes Mal *November 2014*

CANDLELIGHTDINNER...

Zum ersten Mal in meinem Leben sitze ich in einem Raum voller Kerzenschein. Die Stimmung ist so schön, dass man gar nicht bemerkt, dass noch andere Leute im Raum sitzen. 

Der erste Gang bestand aus einem Zanderfilet, gebettet auf leckeren Tomatenwürfelchen, dazu ein Salat mit oberleckerem Dressing.

Mein Mann sieht toll aus!

Dann gabs eine Kürbisschaumsuppe - glaubt mir so ne leckere Kürbissuppe hab ich echt noch nie nie nie gegessen. Dazu - wenn man wollte unfassbar fluffiges leckeres Brot.

Gang 3 war ein Cassissorbet mit Minzblatt...Hammer.

Ich freue mich so so so sehr und möchte gar keine anderen Geschenke mehr haben...wegen mir, können wir immer zum Candlelightdinner gehen :)

Dann gab es Steinpilzrisotto, darauf gebettet war ein leckeres Kalbssteak - war auch superlecker.

Als Nachtisch gab es Blätterteigkissen gefüllt mit einer Vanillecreme und so leckeren frischen Beeren...

Nicht mal meinem Lieblingsmann war es zu romantisch. Es war einfach ein besonderer Abend für uns.

Foto´s hab ich keine gemacht aus dem Grund, weil ich die romantische Stimmung selbstverständlich nicht stören wollte....;) Nein im Ernst, der Abend war so schön und ich hab tatsächlich einfach vergessen Foto´s zu machen...es wären tolle geworden, denn angerichtet waren die Leckereien alle wirklich ganz zauberhaft :) 

Ein wundervolles erstes Mal, hoffentlich nicht das letzte Mal ♥

Samstag, 15. November 2014

Der verk***** Zyklus

Immer wieder ein Post wert.

Der Zyklus und wie er mich veräppelt. Mir die lange Nase macht. Sich den Spaß immer und immer wieder erlaubt. Sich dabei vermutlich kringelt vor Lachen. 

Seit einem halben Jahr, geht es einem Uhrwerk gleich - genau 29 oder 30 Tage. Immer. Nur einmal im halben Jahr, da findet es der Körper lustig mich mal zu überraschen. Mal einfach den Zug zu verpassen. Einfach zu sagen - achwas, ich hab jetzt keine Lust zu kommen. Komm ich eben später.

Und ich ärgere mich, könnte mir die Haare raufen, dass ich seit - naja sagen wir mal wir sind seit 4 Jahren im Geschäft, seit ungefähr 6 Jahren geht das Spiel - immer wieder auf Gedanken wie: "aaaaahhhhh stell dir das mal vor, wenn ich jetzt testen würde und dann wäre da tatsächlich ein zweiter Strich. So wie bei den anderen Wunderfrauen auch thihihi. Er würde mir das nie nie nieeeemals glauben" oder "jaja die sagen alle es fühlt sich wie Mensbeschwerden an - am Ende wenn ich dann in zwei Wochen doch mal einen Test mache ist der positiv ätsch" reinfalle. (Allein schon für das Wissen, dass wir den Eisprung komplett links liegen gelassen haben bräuchte ich eine gehörige Kopfnuss - wie dumm kann man eigentlich sein wenn man dann trotzdem denkt - achja...mei...hat´s bestimmt alles schon gegeben????!!!!) 

Es ist tatsächlich so, dass ich in den ganzen überfälligen Tagen grantige Schmerzen habe. Ein Ziehen, ein Krämpfchen hier ein Krämpfchen dort. Das Gefühl "ach jetzt geh ich eben doch noch schnell auf´s Töpfchen, denn ich glaube jetzt gehts direkt los" hab ich mehrmals täglich und jedes Mal wenn ich aufwache, renne ich ins Bad, weil ich denke "auweia - jetzt aber". Gnaaaaaaaaaaaaaaaaa. Fehlanzeige.

Ich grummle vor mich hin, bin wütend auf mich und auf die Woche der Erdbeere und verfluche dieses ätzende Gefühl.

Nicht dass wir uns falsch verstehen. Ich hoffe nicht. Schon lange nicht mehr. Ich denke nicht trölf mal am Tag - ohohoh bestimmt bin ich schwanger!!! Nein. Aber ich kann es mir leider immernoch bildlich vorstellen, wie es wäre ihn aus heiterem Himmel mit einem positiven Teststäbchen zu überraschen. Ich kann die Freude die man dabei empfinden muss förmlich spüren. Wie das Herz klopft. Wie man vor Freude weint. Und dann werde ich traurig, weil es "aus heiterem Himmel" bei uns nie geben wird. Weil ich weiß, wie es sich anfühlt einen Test zu machen mit dem freudigen Gefühl, dass die ICSI geklappt hat und vier Augepaare bitter enttäuscht sind, weil sich der verdammte zweite Strich nicht zeigt. Weil es einfach nur dumm ist einmal im halben Jahr diese Vorstellung zu haben, nachdem sie 6 lange Jahre nicht wahr geworden ist. Mein Problem: bei anderen wird es wahr...bei zweien durfte ich das eben erst miterleben. Das lässt mich vermutlich tief im Herzen an diesen irrsinnigen Wahnsinn glauben.

Ganz ehrlich, ich möchte das nicht mehr. Ich frage mich im Falle eines Misserfolges ob das bis in die Wechseljahre dann so weitergeht? Nein bitte nicht. Denn das trifft mich nun wirklich auf dem komplett falschen Nerv. Da muss es doch eine Schalter geben, den man umlegen kann. Auf dem steht: Vorstellungsvermögen inklusive WUNDER, beides AUS! Oder so.  

Heute mit grummeligen Grummelgrüßen...





Freitag, 14. November 2014

Ein nicht ganz normaler Donnerstag...

Es ist halb zwei, als der Lieblingsmann noch schnell seinen Kaffee zu Ende trinkt und dann fahren wir auch schon los. Viel zu früh wie immer, macht aber nichts, dann sind wir bin ich entspannter...

Eine halbe Stunde vor dem ersten Termin stehen wir bereits vor der Labortüre und eh wir uns versehen sitzen wir drin. In einem modernen Wartebereich mit wenig (für mich) sinnvoller Literatur. Und warten. Eine halbe Stunde lang, denn wir haben ja erst um 15 Uhr unseren Termin. Falsch gedacht, wer früher kommt, kommt auch früher dran...nein nein. Hier nicht. Ich rutsche schon nervös auf meiner Lederbank hin und her und sehe die Minuten schwinden...16 Uhr Termin in der Kinderwunschpraxis...das klappt nie nicht.

Endlich ist es soweit und wir werden hereingebeten. Uns wird das mit dem Chromosom nochmal erklärt, ein Stammbaum wird nochmal erstellt und uns wird am Ende nahegelegt eine Polkörperdiagnostik machen zu lassen.
Aber von Anfang an: 
Chromosom Nr. 15 fehlt ein Ärmchen. Eine Antenne sozusagen. Mit einer speziell bestellten Sonde konnte man sehen, dass manchmal trotzdem ein Signal von Nr. 15 ausging aber manchmal auch nicht. Nun ist es so, dass dies, ginge es um mich, keine große Bedeutung hätte, denn so wie ich hier sitze, kann man nichts von einer Signalfehlfunktion erkennen (dass es manchmal nicht so ganz stimmt in der Wünschdirwasbirne weiß die Gute ja  nicht). In der Eizelle werden die Chromosomenpaare ja aufgeteilt. Die sagt: "ach, da nehm ich hier eins und dort eins, äh Moment die Nr. 15, die ist so klein, hiervon nehm ich gleich ein ganzes Paar." Hier liegt der Hund begraben, dann käme es sozusagen zu einer Trisomie 15, was bedeuten würde, dass mein Baby niemals lebensfähig sein würde. Es würde zu einer Fehlgeburt führen. Man kann aber ja nicht wissen wie sich das die Eizelle so denkt. Also es ist durchaus möglich, dass es nicht in allen Eizellen zur gleichen Verteilung kommt. 
Das Weitersuchen was meine Eltern betrifft, werden wir uns sparen, denn es würde uns nur sagen ob es mir Mutter Wünsch dir was vererbt hat und ob es Papa Wünsch dir was vielleicht auch hat. Sonst nix. Denn Kinder ham wer ja genug. Nämlich 5. Da alle meine Geschwister auch Kinder haben, wollen wir da nicht weiter rumstochern.
Sie sagt auch, dass meine Chromosomenfehlfunktion nicht wirklich in der Literatur beschrieben steht, daher geht sie davon aus, dass man tatsächlich mit dieser Konstellation durchaus Kinder bekommen kann. Vielleicht ist deshalb so wenig darüber geschrieben, weil es eben funktioniert. Ohne Probleme. Ich kann dieses Korksichromosom auch weitervererben aber es macht dem Kind dann nichts, weil es mir ja auch nichts macht. Kommt ihr noch mit??
Was kann sonst passieren? Dass es nix wird. Dass diese kleine Zelle einfach nicht überleben will und wir keinen Erfolg haben. Dass dann unser Weg hier zu Ende ist. 

Der Kinderwunschdok meint jedenfalls, dass das gar nicht weiter dramatisch ist, weil er es eher als Normvariante sieht und weil es einfach nicht eindeutig beschrieben ist. Er sagt der Behandlung steht nichts mehr im Weg. Also bis auf ein ja sogar zwei Kleinigkeiten. Ohne Antrag läuft natürlich nix und mir fehlt die Keuchhustenimpfung. Nach der Impfung 4 Wochen Pause und dann kanns losgehen. Naja dann ist Weihnachten. Ich glaube wir wollen noch entspannt Weihnachten verbringen. Wenn man sich´s schon aussuchen kann ;)
Unsere Werte stimmen (bis auf den Keuchhusten) alle*, sogar die Schildkröte ist völlig ok und das ohne Tabletten :))))
Und dann würde es also im Januar losgehen. Mit neuen Freunden wie Menogon, Cetrotide (die kenn ich schon) und Brevactid. Meine Doks sind immer da (sogar an Weihnachten und Silvester) das finde ich mal richtig cool. Trotz dass die Kasse nun hoffentlich ja 100% (3200 Euro) übernimmt bleiben uns noch Kosten in Höhe von ca. 300 Euro für Assisted Hatching (für 2 Embryonen), falls was übrig bleibt 470 Euro für ein halbes Jahr einfrieren und 65 Euro für die Akkupunktur (jeweils 20 Min.). Eine Kryo kostet uns bis zu 550 Euro plus Assisted Hatching (ich nehme an für 2) 300 Euro, Akkupunktur 65 Euro und plus Medikamente. Jaha. Da wird die Küche mal schnell um ein, zwei oder 5 Jahre nach Hinten verschoben...und zu Ikea geht man dann auch nicht jedes Mal nach der KIWU obwohl dieser quasi direkt daneben liegt...was macht man nicht alles...wenigstens gibts gute Donuts direkt unter der Praxis. Ein bisschen Luxus muss ja sein! 

Ja jetzt begeben wir uns in diesem Fall wieder in die wartende Position (meine ganz persönliche Lieblingsposition :/) und ich geh dann mal zum Impfen. Zur Post. Zur Gynäkologin um - eine Beratungs- und Indikationsbestätigung - unterschreiben zu lassen. Wieder zur Post um den hoffentlich genehmigten Antrag zur Praxis zurück zu schicken. Zur Apotheke meine Medikamente holen. Und nochmal Tampons kaufen. 

Und, ich war umsonst verrückt geworden...naja fast umsonst laut Chromosomenfrau nicht ganz umsonst, aber die lassen wir jetzt mal im Labor zurück und weiter Chromosomen checken.
Und ich möchte euch noch was sagen: 


Danke für eure unfassbar liebevolle Unterstützung. 
Danke, dass ihr mich zum Lächeln gebracht habt.
Danke, dass es euch da draußen gibt ♥

*Nachtrag zu unsere Werte stimmen alle: Das Spermiogramm ist selbstverständlich noch immer...schrecklich...;)





Donnerstag, 13. November 2014

Was hilft...

gegen den Kinderwunsch? Gegen die Angst, Sorge oder die Unsicherheit, die er mit sich bringt? 

Für mich an dieser Stelle: Schreiben. Definitiv. Wie man sieht und liest ;)

Ab und an rede ich aber auch darüber. Mit Menschen die nachfragen, mit Menschen, denen es genau so geht. Wie ich es schaffe, trotzdem zufrieden zu sein, mit dieser geringen Chance, mit dem Wissen, dass uns möglicherweise eben KEIN Wunder passiert. Ja genau. Wie schaffe ich das eigentlich? Bin ich tatsächlich die, die es nach außen hin scheint? 

Zum großen Teil ja. Manchmal, das erkennen dann die Herrn und Frauen Doktoren und natürlich mein Lieblingsmensch, bin ich ein Nervenbündel und sitze mit angstgeweiteten Augen wie ein Häschen in der Ecke und möchte am liebsten hier und jetzt im Boden versinken. Jeder Stups, jede kleine Ungewöhnlichkeit, jedes komische Ergebnis bringt mich völlig aus der Fassung. Eine vermeintliche Normvariante eines Chromosoms, ein nicht ganz perfekter Blutwert und ich möchte meine Kopf in den Sand stecken. Ich bin in diesen Momenten so machtlos und so unsicher, dass man sich gar nicht vorstellen kann, wie ich den Weg bis hier her geschafft habe. 

Manchmal bin ich tatsächlich einfach nur zufrieden, weil ich froh bin über das, was WIR bis hier geschafft haben. Weil ich weiß, dass wir UNS haben und weil ich mein Leben jetzt wie es ist auch ohne Kind größtenteils ganz in Ordnung finde. Weil WIR das allerbeste daraus machen. Bis jetzt. 

Wie ich mit all dem umgehe? Dass andere schwanger werden und nicht wir? Keine Ahnung. Es klappt zur Zeit ganz gut. Ich kann aber sagen, dass es nicht immer so ist und bestimmt auch mal wieder ein Anfall kommt. Ein Anfall von Traurigkeit, Kummer, fiesem Schmerz und dem Gefühl mit dieser unfassbaren Leere allein zu sein. 

Es hilft die Geschichten anderer Frauen zu lesen. Frauen die den gleichen Schmerz kennen wie ich ihn fühle. Frauen wie J.B., Kitty, Penny, Zweilinien, Lene, HanniLilly, Frau Spinne,CarinaPippiIsa und Belle, Lena, Nenu, ja und all die, die ich hier nicht aufgezählt habe, all die vielen Wünschlerinnen und Lebenskünstlerinnen im weiten Netz. Alle haben oder hatten den selben Wunsch. Alle suchen, haben gefunden oder werden finden. Lesen...darüber nachdenken...wissen, dass du tatsächlich egal was kommt niemals alleine übrig bleiben wirst...Menschen die dir im Leben die Hand reichen, Menschen die dich tragen und stützen. Die liebe Worte für uns finden. Sei es hier oder draußen in meiner Welt...Dieses WIR und dieses UNS...


DAS HILFT!

Mittwoch, 12. November 2014

Nur nicht verrückt werden...

Irgendwelche Chromosomenspezialisten hier? 
Ich kann es bis Donnerstag kaum noch erwarten. Ach ist ja schon morgen. Trotzdem.

Information ist toll. Bilder auch. Aber mit dieser hier kann ich auch nach 34 mal durchlesen kein Ergebnis finden, das mich zufrieden stellt. 


Seht ihr das verkümmerte kleine Chromosom? (Leider weiß ich ja nicht wie es normal aussehen sollte...blöd.)

Nicht in der Literatur beschrieben...mhm. 


Hmmm. Ja. Ob Mutter Wünschdirwas nun Blut abgeben sollte, ob sie es dann letztendlich auch tut oder ob das nun doch vielleicht gar nicht notwendig ist, ob wir nun diesen Monat oder erst nächsten oder gar im Neuen Jahr starten, ob ich in der Zwischenzeit völlig durchgedreht bin, ob ihr euch ganz umsonst Gedanken über mein verkorkstes Chromosom Nummer 15 gemacht habt,  erfahrt ihr - genau! Am Freitag :P 

Verdammt ich bin so nervös. Aber gleichzeitig auch froh, dass wir an ein und dem selben denkwürdigen Tag auch gleich noch zur Beratung gehen dürfen. Ich hab nur Sorge, dass eine Stunde für meine Fragen zu kurz ist, dass ich hinterher wieder nix kapiert habe und wir zu spät in die Praxis kommen, dass wir auf dem Weg dorthin wieder äußerst unentspannt sind und uns hinterher wieder für Gefühlsausbrüche entschuldigen müssen.....aaaaaaahhhhhhhhhh.


Donnerstag, 6. November 2014

Ich weiß was und jetzt?

Auf der einen Seite ist es toll, wenn überall alles fleißig getestet und untersucht wird. 
Es ist toll, weil man das Gefühl hat - Mensch da passiert was! Da geht was vorwärts in Sachen Kinderwunsch...
Ja und dann?
Ich muss jetzt oft an Pennys Worte denken. Je mehr man untersucht, desto mehr kann man finden.

Nach einem erneuten Anruf aus dem genetischen Labor, weiß ich jetzt, dass bei meinen Chromosomen etwas nicht stimmt. Es fehlt ein Teil, ein kurzer Arm an einem Chromosom. Der macht irgendwas mit der Aufteilung der Chromosomen. Und irgendwie ist das dann ein Problem in der Keimzellteilung...oder so. 
Nun, ich weiß im Endeffekt genau so viel wie vorher auch - mit dem kleinen Unterschied, dass sich eine Million Gedanken durch meine müden Gehirnwindungen quetschen. Der Hauptgedanke: ES IST WAS NICHT IN ORDNUNG! 
Wir bekommen den ganzen Zirkus demnächst noch per Post und haben ja zum Glück nächste Woche schon unseren Gesprächstermin in der KIWU. Die haben dann hoffentlich das Ergebnis auch vorliegen, denn müsste ich jetzt nochmal alles erklären, was der gute Mann mir anhand von Beispielen (Wenn zwei Weißwürste an einander hängen, die Verbindung, also da wo man sie mit der Gabel aus dem heißen Wasser holen kann - die Verbindung das nennt man....und wenn man zwei Wiener auseinander reißt, der Zipfel, der manchmal dann hängen bleibt, der fehlt bei ihnen...) versucht hat zu erklären, wäre ich komplett aufgeschmissen. 

Guter Mann, ich komme zwar irgendwo aus der Branche aber das was Sie mir da eben erzählt haben, hab ich noch nie gehört!

Jetzt sitze ich da mit dem blöden Ergebnis. Irgendwo in meinem Inneren stimmt was nicht. Was aber nicht so schlimm sei, sagt er Labormann...denn irgendwie bin ich ja auch gesund obwohl ich diesen Defekt habe. Aber wieso ruft er mich denn dann an, frage ich mich. Um mir zu sagen: hey da stimmt was nicht, aber vermutlich ist das kein Grund zur Sorge...beruhigend klingt irgendwie anders...

Somit beginnt auch für mich wieder die Horrorshow auf dem Warteweg. Schon füher als geplant. Warten auf den Gesprächstermin. Warten wie es weiter gehen kann. Ob es weiter gehen kann? Kann man so was fehlendes am Chromosom ersetzen? Naja wohl kaum. Was für ein riesengroßer Mist. 

Es ist übrigens Chromosom Nummer 15, dem was fehlt. Man müsste evtl. meine Eltern testen ob diese Variante bei ihnen auch vorkommt...ja klar, mach mal. Meine Eltern. Hallo Ma und Pa, ich habe hier trölf Röhrchen für jeden von euch. Ich brauche das dann mal für einen Gentest. Achja, wird meine Mama sagen, ein Gentest, das ist ja super! Wofür braucht ihr denn sowas??? Ach für eine künstliche Befruchtung? So einen Eingriff in Gottes Natur widerstrebt mir, da mach ich nicht mit!!!! 
Unterstützung aus dieser Richtung sieht vermutlich anders aus. 

ER sagt, es wird alles gut, ich bin mir mal wieder auf einmal nicht so sicher. Ich bin mir vielleicht inzwischen sicher, dass ich am Ende keine weiteren Tests mehr möchte...ich seh schon, alles in mir und um mich herum habe ich jetzt gekonnt verrückt gemacht - vermutlich mit dem lächerlichen Ergebnis, dass am Ende alles vielleicht ja doch gar nicht sooooooo schlimm ist...Ja ne...wir werden sehen. Ich warte was der Kinderwunschdok sagt, was bleibt mir auch übrig, lass die Finger von Dr. Google, der mir Meiose und Akrozentrische Chromosomen versucht  zu erklären (ich check´s ja sowieso nicht :(), der entsetzliche Syndrome auf "Defekt an Chromosom 15" ausspuckt...achja...ich lass mal gut sein und geh arbeiten... :/

Mittwoch, 5. November 2014

Ein Schlechtwetterpost!

Neulich mit Freunden beim Essen.
Die Schwägerin war auch dabei, mein Bruder musste leider zuhause bleiben, denn wie kann es auch anders sein - Kind krank!

Ich frage mich an dieser Stelle, wann mal irgendwer in dieser Familie gesund ist. Vielleicht liegt es an der zuckerfreien Biokost? Am Vollkornreis, den Vollkornkäßspatzen (würg) oder der Tatsache, daß Impfen das Allerschlimmste auf Gottes weiter Welt ist? 

Achwas. Ich bin noch immer in Rage, wenn ich an die überaus aufregende Begegnung neulich denke.

Derartig über den Mund gefahren ist mir ja schon lange niemand mehr. Es ging eigentlich nur darum, dass ich meine Schwägerin gebeten habe meinem Bruder zu sagen, dass er sich mal bei unserer Schwester →look and see melden möge. Aus dem schlichten Grund, weil ich es momentan fast nicht mehr tragen kann. Es laugt mich aus, es beschäftigt mich jeden Tag, ich bin sehr traurig darüber und fühle mich unfassbar hilflos. Es wäre für mich und meine Eltern manchmal gewiss leichter, wenn mehrere das Päckchen mit tragen würden. Aber das alles zu sagen, dazu kam ich ja erst gar nicht. Ich also: ruft doch mal an bei ihr!

Rums! Eins kann ich dir sagen, hieß es, wir haben selber genug Probleme, da können wir uns nicht auch noch darum kümmern! Und deinem Bruder ist sein Sohn wichtiger als seine Schwester! Mit ihm (mein Neffe hat Epilepsie) ist es bei Gott kein Zuckerschlecken!!!! Außerdem erkundigen wir uns regelmäßig bei eurer Mutter, wie es ihr geht!(Unsere Mutter erzählt bekanntlich nur die Schonvariante, denn wie war das noch gleich: Deinen Bruder brauchst du mit der Situation wirklich nicht belasten, die haben genug zu tun, die haben ja Kinder!)
Etwa drei Atemzüge später: Ist eure Schwester denn schon wieder aus der Klinik raus?
Nun ja erst seit ein paar Woche du dumme Kuh, liegt es mir auf der Zunge, auf die ich mich gewaltig beißen muss, denn schließlich sitzt meine Freundin mit ihrem Mann ja noch mit am Tisch.
Mein Mann schaut mich an, weiß was los ist und versucht mir Beruhigung in Form eines wissenden Blickes zu geben. 

Ich platze fast und muss mich so zusammenreißen, dass es mir in den Ohren klirrt. Kennt ihr das? Dieses Klirren? Hat man auch gerne bevor man in Ohnmacht fällt. Naja fallen konnte ich nicht, denn ich saß ja bereits!

Nie habe ich behauptet, dass die Probleme der Familie meines Bruders keine wären. Ich kann mir nicht annähernd vorstellen, wie es ist, sich solche Sorgen um sein Kind zu machen. Immer haben wir alle mitgefühlt und mitgelitten, welche Krankheit oder welche Sorge auch immer die beiden zu tragen hatten. Vermutlich ist es da zu viel verlangt, einen kleinen Stups zu geben, der darauf hinweist, dass es noch andere Familienmitglieder gibt, denen es gerade schlecht geht.

Nun ja...ER ist ja meistens gut zu haben...allerdings wenn SIE nicht in der Nähe ist...

SIE, diese Person, die ihr halbes Leben nur am jammern ist, die ja ach so christlich ist aber bitteschön nur IHRE Probleme als wahrliche Probleme sieht, die nicht mal dankbar sein kann, für ein riesen Haus, dass sie quasi für n Appel und n Ei unter den Hinter geschoben bekamen, die selbst dann noch unzufrieden ist, weil die Decke und die Holzverkleidungen eben braun statt weiß sind, diese Person, die von ihren Eltern einen Wochenendausflug für 5 Personen in den Europapark geschenkt bekommt, die dann aber anstatt Danke zu sagen lieber stundenlang über ihre Eltern schimpft, diese Person die mir sagt, man müsse die Macken anderer akzeptieren und dabei selber nicht über ihren Tellerrand hinaus schaut, diese Person, die ihren Hintern Tag für Tag zu Hause am hübschen Ofen wärmt, obwohl mein armer Bruder arbeitet bis er umfällt, diese Person die jetzt ganz fabelhaft mit meiner besten Freundin auskommt obwohl sie noch vor ein paar Jahren jedes Mal erwähnen musste, dass sie es ja so ungeheuerlich findet, dass diese sich so ein großes Haus leisten könne...
*lufthol*
...diese Person, die zuhause nicht mehr nähen kann, weil sie - pass auf - ja so müde ist, und kochen - ja das macht eher mein Bruder, weil sie es nicht kann und vermutlich schlicht und ergreifend auch noch keine Lust dazu hat, diese Person, die auf jeder Feier, zu jedem Anlass erwähnen muss, was sie sich leisten können und was eben nicht, die immer das was andere haben schlecht macht, die sich nicht die Bohne uns freuen kann, wenn wir in den Urlaub fahren, die Shoppingqueen nicht kennt, es aber grundsätzlich scheiße findet, sich dann aber darüber aufregt, weil ich die Augen verdrehe, wenn eine ihrer Bekannten in der Schule Butterbrot mit Gänseblümchen drauf verkauft....
*lufthol*
...diese Person, bei der man mit Sicherheit kein zweites Stück Kuchen isst, weil man Angst hat, dass die Familie sonst die restliche Woche Hunger leiden muss, diese Person, die berechnend nur genau die Menge für einmal schöpfen auf den Tisch stellt, aber sich bei anderen jedes Mal so durchfrisst, dass es peinlich ist, diese Person von der ich weiß, dass sie zum Thema künstliche Befruchtung auch noch ihren Senf dazu geben würde, der mir mit Sicherheit wieder einen Herzinfarkt bescheren würde, bringt mich auf die Palme! Ich bin raus und ab JETZT bereit mich von dieser Art Ballast zu befreien. 

Und aaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhh einmal durchatmen: es tut gut! Sich zu befreien von Menschen, die einem nicht gut tun! Symbolisch fährt mein Kipper hoch und katapultiert sie in den großen Müllkontainer (Ally ihr erinnert euch?) Plums rutscht sie kreischend von der Ladefläche und somit für eine zeit lang aus meinem Kopf. Toll ;)